Auf die Herausforderungen von Wirtschaft 4.0 müssen auch die Berufsschulen reagieren. An der Technischen Schule Aalen wurde eine Lernfabrik eingerichtet, in der Auszubildenden in den Berufsfeldern Metall- und Elektrotechnik sowie Schülerinnen und Schülern der Fachschule die Umsetzung von 4.0-Anforderungen vermittelt wird. Im Interview beschreiben die Projektleiter dieser Smart Factory, welche Herausforderungen dabei bewältigt werden müssen.
Drei Jahre Testerfahrung im Bereich der Large- Scale-Kompetenzdiagnostik (LS-KD) im Berufsfeld Elektrotechnik erlauben eine erste Bilanz der Möglichkeiten und Grenzen dieses neuen Instruments zur Erhebung beruflicher Kompetenz. Anders als bei Prüfungen können die Kompetenzniveaus und -profile von Testgruppen aus unterschiedlichen Formen der Berufsausbildung vergleichend bestimmt werden. Voraussetzung dafür ist ein psychometrisch überprüftes Kompetenz- und Messmodell. Die Erhebung von Kontextdaten macht aus diesem Verfahren ein leistungsfähiges Instrument zur Analyse und Gestaltung beruflicher Bildungsprozesse und -strukturen. Im Beitrag werden konzeptionelle Grundlagen und Befunde des am Institut für Berufsbildung (I:BB) Bremen durchgeführten Projekts KOMET vorgestellt.
Der Einsatz von Medien, insbesondere auch von computer- bzw. netzgestützten Medien, kann als ein Indikator für Ausbildungsqualität (hier sowohl in der Struktur- als auch der Prozessqualität) herangezogen werden. Der Beitrag begründet und erläutert diesen Ansatz und stellt exemplarisch ausgewählte Ergebnisse einer schriftlichen Befragung von Auszubildenden und Ausbildungspersonal von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) im Berufsfeld Elektrotechnik (Handwerk) vor. Dabei werden insbesondere der Einsatz dieser Medien und einer damit verbundenen prozessorientierten Berufsausbildung als Qualitätskriterien hinterfragt.
Ein dreijähriger, gründlich vorbereiteter Neuordnungsprozess der Elektroberufe ist abgeschlossen. Die Neuordnung umfaßt die gesamte Breite des Berufsfeldes. Sie ist die Antwort der Berufsausbildung auf die veränderten Anforderungen an die Facharbeit, die sich durch flache Hierarchien in der Arbeitswelt, integrierte Aufgabenwahrnehmung, Teamarbeit, flächendeckender Einsatz der Informationstechnologie, Integration technischer Systeme, Facharbeit auf der Systemebene, globale Märkte und dynamische Entwicklung der Geschäftsfelder auszeichnen. Viel IT- und Kommunikationskompetenz sowie unternehmerisches Denken sind daher drei der wichtigsten Neuerungen in den neun modernisierten bzw. neu geschaffenen industriellen und handwerklichen Elektroberufen, die am 1. August in Kraft traten. Der Beitrag informiert über die Intentionen der Neuordnung und ihre Ergebnisse (Struktur und Aufbau) und die neue Form der Abschlussprüfung.
Fachbezogene Aufstiegsmöglichkeiten gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Beitrag stellt Aufgabenschwerpunkte, Lehrgangskonzept, Qualifikationsprofil, Prüfungsstruktur und -anforderungen sowie das Innovationspotential des neuen Fortbildungsberufes "Geprüfter Konstrukteur/Geprüfte Konstrukteurin" dar. Die Aufstiegsfortbildung soll dem wachsenden Einsatz der Informationstechnologie im Konstruktionsbereich Rechnung tragen. Hauptzielgruppen der Fortbildungsverordnung sind technische Zeichner/-innen und Facharbeiter/-innen bzw. Gesellen der Berufsfelder Metalltechnik, Elektrotechnik und Holztechnik, denen durch den neuen Abschluß eine systematische Karriereplanung ermöglicht werden soll.
Für die Anforderungen des Umweltschutzes in der Berufsausbildung ist die Entwicklung von Medien von besonderer Bedeutung. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat ein Ausbildungsmittel herausgegeben, das die Auszubildenden in den Ausbildungsberufen der Metalltechnik und der Elektrotechnik mit Grundfragen des Umweltschutzes vertraut macht und mit dem angestrebt wird, in der Ausbildung "umweltbezogene Handlungsfähigkeit" zu erreichen. Der Beitrag skizziert den Hintergrund der Entstehung und den Aufbau dieses Ausbildungsmittels.
Mit der Qualifizierung von Jungfachkräften im Rahmen der neugeordneten industriellen Metall- und Elektroberufe soll insbesondere auch dem aktuellen und zukunftweisenden Fachkräftebedarf der Wirtschaft entsprochen werden. Es ist wichtig, die Ausbildungsinhalte systematisch zu vermitteln und sich bei der Wahl der Methoden und Projekte an den Anforderungen des betrieblichen Einsatzbereichs der Jungfachkräfte zu orientieren. Daraus ergibt sich der Gedanke einer Annäherung des Qualifizierungssystems an das Beschäftigungssystem mit der Konsequenz, ein produktionsnahes, dezentral orientiertes, betriebliches Lernortsystem aufzubauen.
Die Neuordnung der industriellen Metall- und Elektroberufe hatte zum Ziel, in die Ausbildungsinhalte umfassende Fertigkeits- und Kenntnisbestandteile zu integrieren sowie diese in den Zusammenhang mit der beruflichen Handlungsfähigkeit zu bringen. Der Beitrag stellt, ausgehend von der verstärkten Abstimmung der Ausbildungsinhalte zwischen Betrieb und Berufsschule im Rahmen der Neuordnungsverfahren, mögliche Perspektiven für ein Verfahren der Curriculaentwicklung zur Diskussion.
Die Neuordnung der industriellen Metall- und Elektroausbildung hat besonders kleine und mittlere Betriebe aufgrund ihrer in der Regel eng begrenzten Ausbildungskapazitäten vor nicht unerhebliche organisatorische, fachliche und pädagogische Umsatzungsprobleme gestellt. Die zentrale Rolle in diesem noch längst nicht abgeschlossenen Umsetzungsprozeß spielen die haupt- und nebenamtlichen Ausbilder und Ausbilderinnen, weil ihre fachlichen und sozialen Fähigkeiten ausschlaggebend für Effektivität und Qualität, also den Erfolg der neugeordneten Berufsausbildung sind. Daher ist es Zielsetzung des Modellversuches MODAL, von dessen Einleitungsphase der folgende Bericht handelt, ausbildungspraxisname und betriebsorientierte Handlungshilfen und Weiterbildungskonzptionen zu entwickeln, in denen die aktuellen Problem- und Fragestellungen des betrieblichen Ausbildungspersonals zu den neuen Ausbildungszielen, -inhalten und -methoden aufgegriffen und bearbeitet werden."
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