Der Artikel stellt Peer Review als neues Verfahren zur Evaluierung von Schulen in der beruflichen Erstausbildung vor, das als Ergänzung zu bestehenden Ansätzen, aber auch als eigenständiges externes Evaluierungsverfahren verortet werden kann. Nach einem kurzen Rückblick auf Peer Review im Hochschulwesen werden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten im Schulbereich skizziert. Anschließend wird das im europäischen Projekt "Peer Review in initial VET" entwickelte "Europäische Peer Review Verfahren" anhand der wichtigsten Elemente beschrieben. Schließlich wird der mögliche Nutzen von Peer Review für die Professionalisierung und Vernetzung in der Berufsbildung herausgearbeitet.
Hamburg leitete im letzten Jahr einen Reformprozess der beruflichen Bildung ein. Im Mittelpunkt steht die Qualitätsentwicklung der beruflichen Schulen. Parallel dazu wurden radikale und bundesweit einmalige Strukturveränderungen mit der Wirtschaft vereinbart, die die Beteiligung der Wirtschafts- und Betriebsvertreter an der Steuerung der beruflichen Schulen festschreiben. Dieser Artikel beschreibt Chancen und nennt Rahmenbedingungen, unter denen die von allen Beteiligten formulierte Perspektive der Qualitätsentwicklung neben den Strukturveränderungen voll zum Tragen kommen kann. Im Mittelpunkt steht der "Orientierungsrahmen Schulqualität", der unter anderem Kriterien für schulinterne Evaluationsvorhaben sowie für den Auf- und Ausbau einer Feedbackkultur liefern soll.
Weiterbildungsanbieter werden mittlerweile mit diversen Ansätzen konfrontiert, mit denen die Qualität ihrer Arbeitsabläufe und -ergebnisse gesichert und verbessert werden soll. Neben bereits bekannte wie Qualitätsmanagementsysteme und regionale Qualitätsverbünde traten in jüngerer Zeit die Weiterbildungstests der Stiftung Warentest. Auf Grundlage verschiedener empirischer Erhebungen zeigt der Artikel, welche Ansätze die Anbieter angesichts dieser Vielfalt tatsächlich verfolgen und welche Wirkungen sie den Weiterbildungstests attestieren. Zunächst wird allerdings die wirtschaftliche Situation der Anbieter beleuchtet, da sie eine wichtige Rahmenbedingung für Qualitätsbemühungen in der Weiterbildung darstellt.
Seit etwa vier Jahren werden von der Abteilung Weiterbildungstests der STIFTUNG WARENTEST Angebote der außerbetrieblichen beruflichen Bildung untersucht. Ziel ist es, die Transparenz im unüberschaubaren Weiterbildungsmarkt zu erhöhen, Qualitätsdefizite aufzudecken und dadurch dem Verbraucher Orientierungs- und Entscheidungshilfen an die Hand zu geben. Der Beitrag skizziert Ausgangspunkte, Voraussetzungen und Vorgehensweisen von vergleichenden Weiterbildungstests und beschreibt die zentralen Ergebnisse dieser Untersuchungen.
Qualitätskontrolle und die Werbung mit dieser Qualität haben im Fernunterrichtswesen einen hohen Stellenwert. Es besteht ein wirtschaftliches Interesse am Bestehen eines leistungsfähigen und angesehenen Qualitätskontrollverfahrens und der Möglichkeit, zu möglichst geringen Kosten mit den (positiven) Ergebnissen dieser Qualitätskontrolle wirtschaftlich werben zu können.
Die Verbesserung von Qualitätssicherung, Information und Beratung in der beruflichen Weiterbildung und deren breiter Einsatz in Weiterbildungseinrichtungen ist einer der Schwerpunkte, die die Arbeitsgruppe Aus- und Weiterbildung im Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit gesetzt hat. Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurde Anfang 2001 die Stiftung Warentest erneut mit der Durchführung und Erprobung vergleichender Bildungstests beauftragt. Damit wird ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Nachfrager in der beruflichen Weiterbildung eingeleitet. Durch Bildungstests können die Qualität der Anbieter und ihrer Angebote transparenter gemacht und der Verbraucher- und Teilnehmerschutz verbessert werden. Der Beitrag reflektiert die aktuelle Diskussion um Qualitätsentwicklung, vergleichende Bildungstests und die Gründung einer Stiftung Bildungstest.
Der Beitrag beschreibt drei diskussionsleitende Qualitätskonzepte - die Normenreihe DIN EN ISO 9000 ff., das EFQM-Konzept und die Selbstevaluation - in ihrer konzeptionellen Grundlage und ihrer Umsetzung und bewertet sie in ihren Vor- und Nachteilen. Anschliessend werden zwei neue Ansätze zur Qualitätsentwicklung vorgestellt, der Bildungstest und das Qualitätstestat. Einrichtungen und Förderer stehen vor der Frage, wie sie mit dieser Vielfalt umgehen. Um den Weiterbildungseinrichtungen die Orientierung zu erleichtern, werden zehn Kriterien zur Beurteilung von Qualitätskonzepten benannt, mit denen die Eignung abgeschätzt werden kann. Der Verfasser zieht das Fazit, dass die Phase des Experimentierens sich dem Ende zuneigt und dass jetzt nach vergleichbaren Konzepten gesucht wird, die dem Wunsch nach professionellen Impulsen für Einrichtungen, Teilnehmende und Förderinstanzen nach Markttransparenz und Orientierung gerecht werden.
Der Beitrag berichtet über die ersten Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), das die Möglichkeiten von Bildungscontrolling als Planungs- und Steuerungsinstrument der betrieblichen Weiterbildung untersucht. Im Rahmen des Referenz-Betriebs-Systems (RBS) wurden rund 1.700 Betriebe zu den Konzepten befragt, die sie zur Verbesserung ihrer betrieblichen Weiterbildung heranziehen. In den meisten Betrieben sind entweder allein qualitätssichernde Verfahren oder diese in Kombination mit Evaluation bedeutsam. Bildungscontrolling kommt dagegen in der Regel nicht ausschließlich, sondern nur im Zusammenhang mit anderen Konzepten vor. Dennoch greifen Betriebe in ihrer betrieblichen Weiterbildungsarbeit vielfach auf Elemente des Bildungscontrollings zurück. Ermittelt wurde, welche Elemente des Bildungscontrollings (Kostenerfassung, Planung, Bewertung, Nutzen/Transfer) angewandt werden, und wie die Betriebe die Funktion und Bedeutung des Bildungscontrollings einschätzen.
Die neuere Diskussion um die Qualität in der beruflichen Weiterbildung favorisiert Qualitätssicherung durch Prozessmanagement. Personal- und Organisationsentwicklung bei Weiterbildungseinrichtungen zählt dabei nach wie vor zu den Schwachstellen. In dem Beitrag werden einige Elemente einer Personal- und Organisationsentwicklung bei Weiterbildungseinrichtungen dargestellt: Qualifizierung des Trägerpersonals, Reorganisation der Aufgaben sowie die Kooperation von Bildungsträger und Kunden. Diese Elemente werden auf der Grundlage eines Qualitätskonzepts entwickelt, das Anwendungsorientierung der beruflichen Weiterbildung und Integration der am Weiterbildungsprozess Beteiligten in die gesamte Leistungserstellung in den Mittelpunkt stellt und das den Aufbau dieser Elemente fördert.
Mit dem neuen Anforderungskatalog der Bundesanstalt für Arbeit vom November 1996 wurde die bisherige Qualitätssicherung für AFG-geförderte Bildungsmassnahmen weiterentwickelt. Das neue Instrument wird vorgestellt, Etappen der Qualitätssicherung in der AFG-geförderten Weiterbildung und der Zusammenarbeit zwischen der Bundesanstalt und dem Bundesinstitut für Berufsbildung werden skizziert und Vorschläge für eine Modernisierung der Qualitätssicherung umrissen. Schließlich geht der Beitrag der Frage nach, wieweit bei dem neuen Anforderungskatalog Entwicklungen der aktuellen Qualitätsdiskussion berücksichtigt wurden.
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