Mit Brückenkursen bereitet das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) junge Menschen aus Indien auf eine Ausbildung in Deutschland vor. Die Kombination aus sprachlicher, fachlicher und interkultureller Orientierung sowie Organisationsunterstützung soll dazu beitragen, den Migrationsprozess vorzubereiten und zu begleiten und somit die Integration in Deutschland zu erleichtern.
Das Pflegeberufegesetz sieht zahlreiche Änderungen für die Pflegeausbildungen vor. Bundeseinheitliche Rahmenpläne dienen den Ländern, Bildungsträgern und Pflegeschulen nun als Orientierung für die Entwicklung der Curricula und Ausbildungspläne. Zudem enthält das Gesetz u.a. auch Regelungen zur hochschulischen Erstausbildung und zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsabschlüsse. Die BWP-Ausgabe geht der Frage nach, wie sich durch diese Neuerungen die Qualifizierung in der Pflege verändern wird und wie die praktische Umsetzung begleitet werden kann.
Für die Arbeit mit Flüchtlingen und Auszubildenden mit Migrationserfahrung ist eine Auseinandersetzung mit sprachlichen, kulturellen und psychosozialen Aspekten alltäglicher Interaktionen nützlich, um schwierigen Situationen angemessen begegnen zu können. Im Rahmen eines vom BMBF geförderten BIBB-Projekts entwickelt die Fachstelle überaus im BIBB in Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Bildungsträger Fresko derzeit ein Qualifizierungskonzept für betriebliche Ausbilder/-innen, das über eine reine Sprachsensibilisierung hinausgeht und den Erwerb fachlicher Kenntnisse mit der gemeinsamen Reflexion von persönlichen Erfahrungen und Bewertungen verbindet. Hintergründe, Zielsetzung und konzeptionelle Grundlagen werden im Beitrag vorgestellt.
Im Bereich des lebenslangen Lernens setzen sich Bildungsungleichheiten fort. Um die Beschäftigungschancen bildungsferner Personen durch Weiterbildung zu erhöhen und deren Potenziale besser auszuschöpfen, gilt es, verschiedene Hemmnisse zu überwinden. In der wbmonitor-Umfrage 2015 wurden Einschätzungen der Weiterbildungsanbieter zur Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung Bildungsferner erhoben. Auf dieser Basis gibt der Beitrag Impulse für Erfolg versprechende Strategien.
Im Beitrag werden die Ergebnisse einer Studie im Landkreis Erding vorgestellt, die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt einer wirtschaftsstarken Region in den Blick nimmt. Dabei werden die Ursachen des Mismatch zwischen Angebot und Nachfrage beleuchtet. Im Ergebnis zeigen sich Passungsprobleme zwischen den Bedarfen und Erwartungen von Betrieben und Jugendlichen. Auf dieser Grundlage werden abschließend Lösungsansätze skizziert, die für Betriebe, die Kommunalverwaltung und Bildungsträger im Landkreis von Bedeutung sind.
Im Rahmen der Technologieförderung kommt sogenannten Clustern, in denen Unternehmen, Bildungsträger und Forschungseinrichtungen eng kooperieren, eine wichtige Rolle zu. Die dort geleistete Forschungs- und Entwicklungsarbeit ebnet nicht nur nachhaltigen Technologien den Weg, sondern trägt zu einem ebenfalls nachhaltigen Technologietransfer in die Aus- und Weiterbildung bei. Im Interview verweist Dr. Ernst Andreas Hartmann auf Good-Practice-Beispiele und benennt vor dem Hintergrund neuer technologischer Trends die Herausforderung für die Qualifikationsentwicklung in der beruflichen Bildung.
Netzwerkbildung ist ein Lösungsansatz, mit dem Bildungsträger vor allem im Berufsbildungsbereich versuchen, auf neue Marktanforderungen zu reagieren. Der Beitrag stellt einen im Rahmen von Modellversuchsarbeiten entwickelten Leitfaden eines "optimalen" Bildungsnetzwerks vor, der auf der Grundlage einschlägiger Ansätze aus der Unternehmensführung ausgestaltet wurde. Er kann als Orientierungshilfe dienen, um die Rahmenbedingungen in Netzwerken auf zentrale Erfolgsmerkmale hin zu untersuchen. Der Leitfaden wurde auch bei der im Modellversuch zu leistenden Netzwerkevaluation eingesetzt, deren Ergebnisse vorgestellt werden.
Klein- und Mittelbetriebe (KMU) verfügen seit jeher über nur schwach entwickelte Weiterbildungsstrukturen. Angesichts zunehmender reflexions- und prozessbezogener Qualifikationsanforderungen wächst der Bedarf an Unterstützung und maßgeschneiderten Qualifizierungslösungen, zu denen KMU im Allgemeinen nicht eigenständig in der Lage sind. Bildungsträger haben hier die Chance, diese Qualifizierung durchzuführen und für KMU in einer netzwerkartigen Kooperation zusätzliche Aufgaben des Bildungsmanagements wahrzunehmen. Dies kann aber nicht gelingen, solange sie an der seminar- und lehrgangsförmigen Weiterbildung festhalten. Eine professionelle Qualifizierungs- und Lernprozessbegleitung setzt den Wandel vom Bildungsträger zur Lern- und Bildungsagentur und damit zum Bildungsdienstleister voraus. Dieser Wandel wird hier unter systematischen Gesichtspunkten dargestellt und am Beispiel eines kleinbetrieblichen Bildungsträgers im Bereich der Informationstechnik exemplarisch aufgezeigt.
Seit etwa vier Jahren werden von der Abteilung Weiterbildungstests der STIFTUNG WARENTEST Angebote der außerbetrieblichen beruflichen Bildung untersucht. Ziel ist es, die Transparenz im unüberschaubaren Weiterbildungsmarkt zu erhöhen, Qualitätsdefizite aufzudecken und dadurch dem Verbraucher Orientierungs- und Entscheidungshilfen an die Hand zu geben. Der Beitrag skizziert Ausgangspunkte, Voraussetzungen und Vorgehensweisen von vergleichenden Weiterbildungstests und beschreibt die zentralen Ergebnisse dieser Untersuchungen.
Benachteiligtenförderung ist seit langem ein Bestandteil des Berufsbildungssystems. Ursprünglich stand die Frage im Vordergrund, wie für die Jungarbeiter ein sinnvolles Bildungsangebot der Berufsschule entwickelt werden könnte. Später, in den frühen 70er Jahren, sollte das Berufsvorbereitungsjahr die "Problemgruppen" des Berufsbildungssystems aufnehmen. Parallel dazu entstanden die ersten berufsvorbereitenden Lehrgänge, finanziert durch die Bundesanstalt für Arbeit. 1980 begann das sog. "Benachteiligtenprogramm" mit ca. 600 Ausbildungsplätzen in außerbetrieblichen Bildungseinrichtungen, bei Bildungsträgern. 1988 wurde das Programm in das AFG übernommen und damit zu einem Regelangebot gemacht. Seit 1982 gehören auch die "ausbildungsbegleitenden Hilfen" zum Unterstützungsangebot für betriebliche Auszubildende. Seit geraumer Zeit tauchen jedoch Fragen bzw. Forderungen nach Optimierung des Fördersystems auf. Gezielte und individuelle Förderung, Optimierung der Lernformen, Verbesserung der sozialpädagogischen Betreuung und Anbindung an die betriebliche Praxis, Zertifizierung erworbener Kompetenzen sind Stichworte, die die aktuelle Diskussion prägen. Der Beitrag geht diesen Entwicklungen nach.
Die auf dieser Website öffentlich zugänglich gemachten Dokumente – einschließlich dazugehöriger Daten wie z.B. Bilder, Grafiken und Multimedia-Dateien – sind urheberrechtlich geschützt. Verantwortlich für die Inhalte sind die jeweiligen Autoren. Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen grundsätzlich nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (§ 53 UrhG). Die gesetzlich erlaubten Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen (§§ 60a ff. UrhG), insbesondere zum Zwecke der nicht kommerziellen wissenschaftlichen Forschung, bleiben davon unberührt. Darüber hinaus sind Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers mit Quellenangabe gestattet. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung und Archivierung der Dokumente auf elektronischen Datenträgern oder auf einem anderen Server. Die Benutzer/-innen sind für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und können bei Missbrauch haftbar gemacht werden.