Die überbetriebliche Ausbildung erfüllt eine zentrale Aufgabe bei der Ausbildung des Fachpersonals. Durch die Digitalisierung und Vernetzung von Prozessen im Gesundheitshandwerk rücken neue Kompetenzen in den Vordergrund. Der Beitrag zeigt auf, welche Ausbildungskonzepte hierfür in der ÜBA entwickelt werden. Es werden Einblicke in vier Projekte gegeben, die im Programm INex-ÜBA gefördert werden.
Binnen kurzer Zeit hat Künstliche Intelligenz (KI) Einzug in den Alltag gehalten und ist auch in Schule und Unterricht nicht mehr wegzudenken. Für die Bildungspraxis stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob, sondern wie KI im Unterricht eingesetzt werden soll. Der Beitrag zeigt am Beispiel der Technikerschule Stadthagen, wie sich die Potenziale generativer KI in Verbindung mit einer veränderten Lernkultur gewinnbringend nutzen lassen.
Am 30. September 2023 ist die modernisierte Fortbildungsprüfungsverordnung Geprüfte/-r Berufsspezialist/-in für Kraftfahrzeug-Servicetechnik in Kraft getreten. Der Beitrag wirft einen Blick auf die Entstehung und bisherige Nutzung dieses Fortbildungsangebots, insbesondere auf die Verzahnung mit der Meisterqualifikation im Kraftfahrzeug-Handwerk, die Notwendigkeit der Modernisierung sowie auf inhaltlicher Ebene auf das Berufsprofil und die Prüfungsbestimmungen.
Der Beitrag nimmt die Fachschule als einen möglichen Ort der Verzahnung von akademischer und beruflicher Bildung in den Blick. Die Durchlässigkeit zwischen der beruflichen und der akademischen Bildung gilt dabei in beide Richtungen. Ein Modellprojekt in Sachsen-Anhalt fokussiert die Durchlässigkeit aus der akademischen in die berufliche Bildung: Zwei Fachschulen für Technik erproben die Aufnahme von Studienaussteigenden. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg begleitet und berät alle Projektbeteiligten.
Obwohl die Anzahl von Bachelorabsolventinnen und -absolventen in den letzten Jahren zugenommen hat, ist wenig dazu bekannt, welche Positionen sie im Betrieb einnehmen und vor allem, ob sie aufgrund ihrer formalen Gleichwertigkeit mit Personen mit Meister-, Techniker- oder Fachwirtabschluss im betrieblichen Aufstieg konkurrieren. In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer Betriebsbefragung vorgestellt, in der mittels eines Choice-Experiments eine mögliche Konkurrenz zwischen Personen mit Aufstiegsfortbildung und Bachelorabschluss (duales Studium) bei der Besetzung von Projektleitungspositionen identifiziert wird.
Mit der Fortbildungsordnung "Kraftfahrzeug-Servicetechniker" von 1998 sollten im Kraftfahrzeuggewerbe sowohl neuartige Qualifikationsanforderungen bewältigt als auch die Attraktivität der Branche für qualifizierten Nachwuchs erhöht werden. Die Antizipation dieser Probleme veranlasst aktuell auch die IT-Branche zur Implementierung von Fortbildungsordnungen. Daher liegt die Frage nahe, wie sich hierfür die Erfahrungen aus dem Kraftfahrzeuggewerbe nutzen lassen. Der Beitrag stellt dazu Überlegungen an.
Die aktualisierte Ausbildungsordnung zum Zahntechniker löst die bisherige Regelung aus dem Jahre 1964 ab, die dem technologischen Fortschritt in der Zahntechnik und den Entwicklungen in der Zahnmedizin nicht mehr gerecht wurde. Die Ausbildungsdauer beträgt wie bisher dreieinhalb Jahre. Der Beitrag informiert über die Ausbildungsziele und die Berufsanforderungen.
Die mittleren Positionen in der industriellen Produktion und in den produktionsnahen Bereichen waren bislang traditionelle Aufstiegspositionen für Fachkräfte mit einem dualen Ausbildungsabschluss. Die demographische und technologische Entwicklung sowie der betriebliche Strukturwandel tragen dazu bei, dass die Zahl dieser Positionen abnimmt und dass auf die Positionen in der mittleren Qualifikationsebene Absolventen der Fachhochschulen drängen. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer empirischen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Rekrutierungsverhalten der Betriebe in der industriellen Produktion. Analysiert werden die Substitutionsprozesse auf der mittleren Qualifikationsebene. Befragt wurden Fortbildungsabsolventen zu ihrer Berufssituation sowie Betriebe zur ihrer Personalpolitik und den Aufstiegschancen von Facharbeitern. Die Ergebnisse zeigen, dass es vor allem in den angelagerten technischen Bereichen schwieriger wird, sich bei Stellenbesetzungen gegen Ingenieure durchzusetzen. Dies trifft vor allem die Techniker, die sich gleichzeitig noch gegen die an Bedeutung zunehmenden Fachspezialisten behaupten müssen. Industriemeister hingegen können eigentlich nur in ihrem eigenen Betrieb aufsteigen, da die Meisterpositionen sehr selten öffentlich ausgeschrieben werden. Dennoch spielt der Funktionsbereich oberhalb der Facharbeiterebene bei den Umstrukturierungen der Industriebetriebe eine wesentliche Rolle. Zwar ist davon auszugehen, dass die Anzahl derartiger Positionen abnimmt, doch nur wenige Unternehmen werden auf die untere bzw. mittlere Führungskraft verzichten.
Die Untersuchung sollte klären, ob der Bedarf an Fachkräften der Wasserwirtschafts- und Straßenbauverwaltung durch bestehende bundesweit geregelte Ausbildungsberufe gedeckt werden kann oder ob spezielle Ausbildungsberufe für diese Bereiche notwendig sind. Der erste Teil der Frage konnte insbesondere anhand eines inhaltlichen Vergleichs der aktuellen Ausbildungspläne dahingehend beantwortet werden, dass die bestehenden Berufe dazu nicht in der Lage sind. Auf der Grundlage umfangreicher Vorarbeiten in den Ländern Baden-Württemberg und Hessen zur Aktualisierung der Ausbildungspläne für die bestehenden Ausbildungsberufe wurde ein Vorschlag zur bundeseinheitlichen Neuordnung der bisher nach Landesrecht geregelten Berufe entwickelt.
Der Aufsatz thematisiert die Risiken eines Wegbrechens von "Brückenqualifikationen", die bislang Kommunikation und Kooperation zwischen Arbeiter und Ingenieur sicherstellen (klassisch: Meister und Techniker). Zunächst werden die Entstehungsvoraussetzungen von Brückenqualifikationen sowie Tendenzen ihrer Erosion in der deutschen Industrie skizziert, dann, am Beispiel französischer Betriebe, absehbare Folgen dieser Entwicklung umrissen und abschließend Möglichkeiten des Gegensteuerns diskutiert: Reformkonzepte wie die Öffnung der Hochschulen für Meister, duale Ingenieurausbildungen und neue "diagonale" Karrieremuster für Facharbeiter.
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