Die Kommunikation zwischen ärztlichem und pflegendem Personal in Spitälern findet zunehmend digital statt. Informations- und Kommunikationstechnologien wie klinische Informationssysteme sollen beide Berufsgruppen in einer effizienteren Arbeitsweise sowie einer verbesserten Kommunikation unterstützen. Gleichzeitig ist ihre Nutzung anforderungsreich und kann im Arbeitsalltag zu zusätzlicher Belastung und Stress führen. Sowohl Ärztinnen und Ärzte als auch Pflegefachpersonen benötigen daher digitale Kompetenzen, um die Kontinuität der Patientenversorgung sicherzustellen und Behandlungsfehler zu vermeiden. Der Beitrag analysiert beobachtete Situationen digitaler interprofessioneller Kommunikation in Schweizer Spitälern und zeigt zentrale Kompetenzanforderungen und technologiebedingte Belastungen aus der Perspektive der Pflege.
Alle zwei Jahre erstellt das Research Centre for Education and the Labour Market (ROA) der Universität Maastricht mittelfristige Arbeitsmarktprognosen für 21 Branchen und über 100 Berufsgruppen und Ausbildungstypen. Diese Prognosen werden zusammen mit Indikatoren zur aktuellen Arbeitsmarktsituation in einer Online-Datenbank – dem Arbeitsmarktinformationssystem (AIS) – veröffentlicht. Im Beitrag werden die Grundlagen der Arbeitsmarktprognosen und die Inhalte des AIS vorgestellt. Auch wenn das AIS zahlreiche Daten und Prognosen enthält, die für Arbeitgeber, politische Entscheidungsträger und für die Arbeitsvermittlung von Nutzen sind, legt der Beitrag den Schwerpunkt auf die Bedeutung des AIS zur Unterstützung der Ausbildungsentscheidung junger Menschen.
Durch das neue „Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“ wird der Rechtsanspruch auf ein Verfahren zur sogenannten Gleichwertigkeitsfeststellung ausgeweitet. Seit dem 1. April 2012 haben auch Drittstaatsangehörige beziehungsweise EU-Bürger/-innen mit Abschlüssen in nicht reglementierten Berufen einen solchen Verfahrensanspruch. Für die zuständigen Stellen, die im Bereich der beruflichen Bildung für Bewertungs- und Anerkennungsverfahren verantwortlich sind, sind damit allerdings zusätzliche Aufgaben und Herausforderungen verbunden, die in diesem Beitrag dargestellt werden. Wie sie dabei durch das vom BMWi in Auftrag gegebene BQ-Portal unterstützt werden, wird hier aufgezeigt.
Indikatorengestützte Vergleiche zwischen Organisationen und politischen Systemen vorzunehmen liegt im Trend. Nicht zuletzt werden sie auch in Verbindung mit der Implementierung des Europäischen Qualifikationsrahmens für die berufliche Bildung relevant. Im Rahmen einer Neuausrichtung des öffentlichen Sektors orientiert am New Public Management werden Wettbewerb erzeugende Informationssysteme als ein zentraler Aspekt der Leistungssteigerung angesehen. In diesem Kontext ist der Einführungsbeitrag angesiedelt, der darauf abzielt, relevante Begrifflichkeiten zu klären und konzeptionell zu ordnen. Dabei geht es nicht nur um eine Verortung des „Indikatorbegriffs“ im Rahmen der genannten vergleichenden Verfahren. Vielmehr sind mit unterschiedlichen konzeptionellen Verständnissen auch Unterschiede in den Funktionen der vergleichenden Verfahren verbunden, die hier skizziert werden. Abschließend werden exemplarisch Anwendungsfelder für die berufliche Bildung thematisiert sowie Überlegungen zu Qualitätserfordernissen einer indikatorengestützten Steuerung skizziert.
Durch die Vielfalt an Informationen im World Wide Web gewinnen inhaltliche Erschließung und adressatenorientierte Aufbereitung von Fachinformationen an Bedeutung. Eine wesentliche Rolle spielen in diesem Zusammenhang fachspezifische Literaturdatenbanken, Portale und Informationssysteme. Eine Auswahl der für die Berufsbildungsforschung relevanten Angebote wird im Beitrag vorgestellt und kann Informationssuchende bei ihrer Arbeit unterstützen.
Die Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) verfolgt mit ihrer Arbeit das Ziel, die heterogene deutsche Berufsbildungslandschaft transparenter zum machen. Sie wird dabei durch das Projekt "Kommunikations- und Informationssystem Berufliche Bildung (KIBB)" im Bundesinstitut für Berufsbildung unterstützt. KIBB führt dazu Methoden und Werkzeuge des Wissensmanagements in die Arbeit der AG BFN ein. Im Mittelpunkt steht eine gemeinsame Internetplattform. Der Beitrag stellt KIBB und die AG BFN vor und dokumentiert die bisher erfolgte Kooperation. Abschließend wird ein Ausblick auf die zukünftige Zusammenarbeit gegeben.
Bei der Umsetzung moderner Berufs- und Ausbildungskonzepte kommt der Unterstützung des Ausbildungspersonals in den Betrieben und Schulen durch moderne Medien besondere Bedeutung zu. Zur Unterstützung der Ausbilder wird vom BIBB ein internetgestütztes Medieninformationssystem entwickelt, das einen umfassenden Überblick über geeignete Ausbildungsmittel verschaffen als auch Einblicke in die einzelnen Medien gewähren und weiterführende Hinweise für deren methodischdidaktischen Einsatz bieten soll. Das Informationssystem wird in das BIBB-Portal der Ausbilderförderung www.af-bibb.de intergriert werden und soll ab 2005 zugänglich sein.
Skill-Datenbanken sind ein seit einigen Jahren verwendetes Instrument zur Erfassung von Qualifikationsprofilen, das vor allem größere Unternehmen zur Personalentwicklung nutzen. Der Beitrag untersucht die Entwicklung solcher Skill-Datenbanken und versucht ihre mögliche Bedeutung für die Fortbildung als auch Probleme und Risiken bei ihrer Konzeption und Umsetzung aufzuzeigen.
Ein Kommunikations- und Informationssystem Berufliche Bildung (KIBB) für Experten der Bildungsverwaltung und -forschung soll es ermöglichen, sich mit gezielten Anfragen an einen festen Kreis von qualifizierten Mitarbeitern zu wenden, welche die zur Beantwortung erforderliche Recherche übernehmen und die gewonnenen Informationen rasch und adressatengerecht aufarbeiten. Zugleich soll KIBB den internetgestützten Wissensaustausch unter den Experten fördern. Im Beitrag werden das mögliche Leistungsportfolio von KIBB, Grundsätze und der methodische Ansatz der Machbarkeitsstudie vorgestellt. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sollen Umfeld und Bedingungen zum Aufbau von KIBB geklärt werden.
Insbesondere für neu entstehende Tätigkeitsbereiche und Beschäftigungsfelder des Arbeitsmarktes, die (noch) nicht über die BBiG/HwO-typischen Verbands- und Interessenvertretungsstrukturen verfügen, fehlt es an kontinuierlichen, regulierten und frühzeitigen Informationen zu beschäftigungsrelevanten beruflichen Entwicklungsprozessen. Hier setzt eine der Früherkennungsstudien des Bundesinstituts für Berufsbildung (www.bibb.de) an: Informationssystem zur Dauerbeobachtung und Früherkennung von Qualifikationsentwicklungen in Tätigkeitsfeldern ausserhalb es Geltungsbereichs des BBiG. Die Entstehung neuer beruflicher Einsatzfelder in den personenbezogenen Dienstleistungen wurde exemplarisch in den Bereichen Gesundheit/ Soziales, Bildung/ Erziehung, Freizeit/Sport sowie in den Schnittpunkten dieser innovativen Tätigkeitsfelder untersucht. Der Beitrag beschreibt den methodischen Ansatz, exemplarische Ergebnisse der durchgeführten Fallstudien, in deren Ergebnis ein 4-Stufen- Modell zur Früherkennung von Qualifikationsentwicklungen entwickelt wurde, und verdeutlicht an dem Fallbeispiel "Tagesmutter" das 4-Phasen-Modell. Es ist vorgesehen, dieses Modell zur Früherkennung dauerhaft zu installieren.
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