Beratung stellt bis heute in Deutschland eine kaum geschützte Tätigkeit dar. Weder gibt es eine gesetzliche Regulierung im Sinne eines Berufs, noch existieren in Deutschland - anders als etwa in den USA oder Kanada - starke Berufsverbände, die den Zugang zu dieser Tätigkeit steuern. Das Feld weist daher nur einen geringen Professionalisierungsgrad auf. Folglich verwundert es nicht, wenn praktisch kein Konsens über eine klare Definition oder Anforderungen an die Kompetenzen des Beratungspersonals besteht. In diesem Beitrag wird unter Rückgriff auf ein systemisches Rahmenkonzept ein Kompetenzprofil vorgestellt, in das auch relevante Arbeiten aus dem nationalen und internationalen Raum eingeflossen sind. Darauf aufbauend werden Perspektiven für die Gestaltung der Aus- und Weiterbildung des Beratungspersonals entwickelt.
The new training regulations stipulate the demand for "process-oriented" implementation of training, with the goal of simplifying the adaptation of training to the requirements of industrial work processes and the rapid technological and organisational transformations. The current regulations specify business tasks which are described in general terms, and the enterprises have to provide the clear definition of the content themselves. This article describes the consequences for the implementation of training which arise from process orientation and designates the new tasks connected with it and the skills requirements for the personnel involved.
The new training regulations stipulate the demand for "process-oriented" implementation of training, with the goal of simplifying the adaptation of training to the requirements of industrial work processes and the rapid technological and organisational transformations. The current regulations specify business tasks which are described in general terms, and the enterprises have to provide the clear definition of the content themselves. This article describes the consequences for the implementation of training which arise from process orientation and designates the new tasks connected with it and the skills requirements for the personnel involved.
Der Beitrag stellt neue betriebliche Personalpolitiken im Hinblick auf den Industriemeister dar und zeigt Widersprüche, die in diese eingebaut sind. Die Ergebnisse zweier Studien machen deutlich, dass sich der Meister und die Qualifikationsgruppen in seinem Umfeld in einer tiefgreifenden Restrukturierung befinden, die Bildungs- und Berufsverlaufsmuster ebenso betrifft wie Rollendefinitionen und Kompetenzprofile, dass die aktuelle Diskussion zur Meisterkrise verkürzt läuft und dass der Weg zu tragfähigen Lösungen noch weit ist. Die Befunde unterstreichen die Bedeutung einer Neuordnung der Fortbildung zum Industriemeister für eine Stärkung des Meisters in Betrieb und Gesellschaft.
In einer empirischen, qualitativen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung und der Friedrich-Ebert-Stiftung wurden Erwerbstätige aus sechs verschiedenen Berufsbereichen nach typischen und wichtigen Alltagssituationen gefragt, in denen Anforderungen an soziale Kompetenz eine Rolle spielen. Die geschilderten beruflichen Alltagssituationen gliedern sich in Kontakt- und Kommunikationssituationen, Kooperationssituationen, Problemsituationen und Konfliktsituationen. Der Beitrag nennt Beispiele für typische Anforderungen an die soziale Kompetenz in den einzelnen Arbeitssituationen und diskutiert eine Definition, die Bedeutung und die Geschlechtsspezifik von sozialer Qualifikation. Der letzte Abschnitt befasst sich mit den Problemen und Möglichkeiten der Vermittlung sozialer Qualifikation in der Aus- und Weiterbildung.
Die Begriffe "Weiterbildungsberatung" und "Qualifizierungsberatung" werden in der Literatur und in der Praxis uneinheitlich und nicht trennscharf gebraucht. Folgen sind inhaltliche Unklarheiten, durch die erhebliche Unterschiede der Aufgaben in den beiden Beratungsbereichen verwischt werden. Der Beitrag stellt Beispiele zur Verwendung der Begriffe dar. Über eine Beschreibung von Aufgaben, Adressaten und Qualifikationen der jeweiligen Bildungsberater werden die Beratungsbereiche unterschieden und voneinander abgegrenzt. Das Schwergewicht liegt auf der Qualifizierungsberatung in ihrer Funktion als Bildungsberatung. Für beide Bereiche werden Definitionen vorgeschlagen.
Die Frage „Was ist Weiterbildung?“ erscheint zunächst völlig unbegründet, da die Bildungskommission des Deutschen Bildungsrats 1970 in dem Strukturplan für das Bildungswesen Weiterbildung eindeutig definiert hat. Aber gerade diese Definition hat eine ziemliche Verwirrung geschaffen, da bis dahin gebräuchliche Begriffe völlig neu interpretiert wurden. Die Definition des Bildungsrates wurde leider ziemlich kritiklos von verschiedenen bildungspolitischen Instanzen, z. B. von der Bund-Länder-Kommission und von der Bundesregierung übernommen. Es ist daher an der Zeit, mit der Elle kritischer Analyse an diese Definition heranzutreten, um darzulegen, daß die Definition des Bildungsrates nicht unwidersprochen bleiben kann. Es ist zu versuchen, dieser Definition eine bessere gegenüberzustellen.
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