Der Beitrag untersucht die Motive und Gratifikationen von Hochschulerfahrenen, die eine IHK-Aufstiegsfortbildung absolviert haben, beispielsweise zum/zur Industriemeister/-in, Fachwirt/-in oder Bilanzbuchhalter/-in. In diesem Bereich nehmen allein die Industrie- und Handelskammern (IHK) jährlich über 60.000 Prüfungen ab und befragen ihre Absolventinnen und Absolventen anschließend in regelmäßigen Abständen dazu. Der Beitrag skizziert die wesentlichen Studienergebnisse und zeigt zielgruppenspezifische Potenziale – auch im Vergleich zu beruflich Qualifizierten – auf.
2020 treten zwei novellierte Fortbildungsordnungen in der Medienwirtschaft in Kraft. Die Regelungen Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Printmedien sowie Geprüfter Medienfachwirt/Geprüfte Medienfachwirtin wurden inhaltlich und strukturell den neuen Anforderungen an Führungskräfte im mittleren Management angepasst. Im Beitrag wird – neben einer Beschreibung der Struktur und der Prüfungsanforderungen – erläutert, warum trotz großer inhaltlicher Übereinstimmungen weiterhin zwei Regelungen bestehen bleiben.
Obwohl die Anzahl von Bachelorabsolventinnen und -absolventen in den letzten Jahren zugenommen hat, ist wenig dazu bekannt, welche Positionen sie im Betrieb einnehmen und vor allem, ob sie aufgrund ihrer formalen Gleichwertigkeit mit Personen mit Meister-, Techniker- oder Fachwirtabschluss im betrieblichen Aufstieg konkurrieren. In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer Betriebsbefragung vorgestellt, in der mittels eines Choice-Experiments eine mögliche Konkurrenz zwischen Personen mit Aufstiegsfortbildung und Bachelorabschluss (duales Studium) bei der Besetzung von Projektleitungspositionen identifiziert wird.
Zwei gewerkeübergreifende bundeseinheitliche Aufstiegsfortbildungen im Handwerk, Geprüfte Kaufmännische Fachwirte nach Handwerksordnung (HwO) sowie Geprüfte Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk, sind im Jahr 2016 erlassen worden. Sie ersetzen bisherige Kammerregelungen in diesen Bereichen. Die Neuregelung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung eines in sich konsistenten kaufmännischen Laufbahnkonzepts, das in diesem Beitrag vorgestellt wird.
Melanie Bangert hat nach ihrer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester 14 Jahre in der Kinderintensivmedizin gearbeitet. Nach der Geburt ihrer Tochter konnte sie als Alleinerziehende nicht mehr im Schichtdienst arbeiten. Hier galt es Lösungen zu finden, um weiterhin in ihrem angestammten Berufsumfeld tätig zu sein.
Der Öffentliche Dienst stellt einen eigenständigen Sektor im Wirtschaftssystem dar. Aufgrund der nicht bestehenden institutionellen, verbandsmäßigen Bündelung der unterschiedlichen politischen Interessen und institutionellen Ebenen in Deutschland (Bund, 16 Bundesländer, eine Vielzahl kommunaler Zuständigkeiten und die Träger der Sozialversicherungen) ist eine unübersichtliche und heterogene Struktur der Aufstiegsfortbildung gegeben. Ziel eines BIBB-Entwicklungsprojekts war es, hier einen Überblick zu schaffen.
Der Fortbildungsberuf Geprüfter Handelsfachwirt/Geprüfte Handelsfachwirtin wurde in den letzten Monaten inhaltlich und strukturell grundlegend modernisiert. Unter Berücksichtigung der vielfältigen Einsatzfelder und Aufgaben können nun Schwerpunkte gesetzt werden: Die Prüfungsanforderungen wurden aufgeteilt in einen für alle obligatorischen Kernbereich und einen optionalen Differenzierungsbereich. Erleichtert wurden auch die Zugangsbedingungen zur Fortbildung. Des weiteren sollen Qualifikationen für Führungsaufgaben und Selbstständigkeit bereitgestellt werden. Insgesamt ist man mit dieser modernen Fortbildung der Forderung nach Durchlässigkeit zur Hochschule ein Stück näher gekommen.
Am 29. November 2004 veranstaltete das BIBB in Zusammenarbeit mit dem DIHK, der IG-Metall und ver.di einen Workshop zu den Fortbildungsregelungen Bankfachwirt/-in und Industriemeister/-in. Anlass waren die sinkenden Erfolgsquoten bei beiden Fortbildungsregelungen, die hinterfragt, analysiert und bewertet wurden. Handlungsbedarf wird in beiden Fortbildungsregelungen gesehen, insbesondere in der praxis- und handlungsorientierten Erstellung von Prüfungsaufgaben. Das BIBB wird die Ergebnisse des Workshops auswerten und für die Generierung von Forschungsprojekten im Rahmen der Weiterbildung nutzen.
Geregelte Aufstiegsfortbildung ist für den Aufstieg der Absolventen des dualen Systems zu mittleren und Fach- und Führungskräften auch bei Expansion der Hochschulabschlüsse eine entscheidende und zukunftsträchtige Basis. Jedoch sind die bisher für diesen Aufstieg erforderlichen Kompetenzen im Projektmanagement, für Führungsaufgaben, Aufgaben der Gestaltung betrieblicher Kommunikation und Kooperation und für strategische Aufgaben in der traditionellen Aufstiegsfortbildung noch zu wenig verankert gewesen. Neue Zielgruppen wie Abiturienten, Studienabbrecher, Hochschulabsolventen stellen zudem die Aufstiegsfortbildung vor weitere Herausforderungen und eröffnen ihr neue Möglichkeiten. Der Beitrag stellt die ordnungspolitisch wichtigsten Ergebnisse einer Untersuchung für die kaufmännische Aufstiegsfortbildung mit Schwerpunkt Fachwirt in den Dienstleistungsbranchen vor und gibt einen Ausblick auf die Perspektiven. Generell wurde festgestellt, dass die Aufstiegsfortbildung für die Professionalisierung der mittleren Fach- und Führungsfunktionen sowie die Qualifikationsversorgung des unternehmerischen Mittelstandes vielen Unternehmen nicht bewusst ist. Ein gezieltes Marketing für das Produkt Aufstiegsfortbildung sei erforderlich und Ziel und Qualität der Aufstiegsfortbildung besser auf die Situation dieser Zielgruppe auszurichten. Ihre Förderung erfordere öffentlich-rechtlich geregelte Abschlüsse; hier müsse die Ordnungsarbeit verstärkt ansetzen.
In den neu geordneten Aufstiegsfortbildungen (Meister/ Fachwirte/ Fachkaufleute) wird der Handlungsorientierung große Bedeutung beigemessen. Dies gilt sowohl für die Vermittlung als auch für die Prüfung von Fortbildungsqualifikationen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) untersucht Möglichkeiten, entsprechende handlungsorientierte Konzepte durch Planspieltraining didaktisch zu unterstützen. Im Blick sind dabei Unternehmensplanspiele, die sich als didaktische Methoden seit langem bewährt haben. Sie empfehlen sich von ihren Einsatzzielen und ihren Organisationsmethoden her für den Einsatz in der beruflichen Aufstiegsfortbildung. Untersucht wird, inwieweit bei den Teilnehmenden durch den Planspieleinsatz unternehmerisches Denken und Handeln gefördert wird und welche Trainingsmodelle empfohlen werden können.
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