Rezension zu: Erfolgreiches Preboarding und Onboarding von Auszubildenden. Strategien und Methoden für eine nachhaltige Bindung und Integration. Alexander Steffen. Springer Gabler Verlag, 2025.
Der Übergang von der Ausbildung in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis markiert eine sensible Phase in der beruflichen Biografie junger Menschen. Für Ausbildungsbetriebe ist er ein entscheidender Hebel zur Fachkräftesicherung, insbesondere vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen und eines zunehmenden Fachkräftemangels. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass dieser Übergang kein Selbstläufer ist, sondern aktiv begleitet und strukturell abgesichert werden muss. Der Beitrag beschreibt, wie beim Unternehmen Roche an den Standorten Mannheim und Penzberg das Übernahmemanagement gestaltet wird.
Die überbetrieblichen Ausbildungsstätten Waren und Elmshorn entwickeln seit 1992 in einem gemeinsamen Modellversuch Ansätze, die helfen, die berufliche Bildung zusammen mit Betrieben zu gestalten und umzusetzen. Mit Hilfe verschiedener Dienstleistungsangebote soll eine Qualifizierungsinfrastruktur geschaffen werden, die dem tatsächlichen Bedarf der Wirtschaft bzw. des Arbeitsmarktes gerecht wird. Das ÜAZ Waren prüft dazu eine betriebsnahe und zukunftsorientierte Gestaltung der beruflichen Aus- und Weiterbildung unter besonderer Berücksichtigung neuer Technologien im betrieblichen Einsatz. Das Projekt konzentriert sich auf den Kreis Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Das ÜAZ Elmshorn unterstützt das ÜAZ Waren z.B. durch gemeinsame Literaturrecherchen, Einarbeitung in die Leittextmethode, gemeinsame Prüfungsdurchführung und Ausarbeitung von Lehrgangskonzeptionen.
Bevor die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung (Fortbildung, Umschulung, Einarbeitung) auf der Grundlage des Arbeitsförderungsgesetzes finanziell gefördert werden kann, müssen die Arbeitsämter die Bildungsmaßnahmen auf ihre Qualität hin überprüfen. Mit dem raschen Anwachsen der sogenannten Auftragsmaßnahmen für Arbeitslose in den letzten Jahren stellt sich die Aufgabe der Qalitätsprüfung durch die Arbeitsämter unter neuen Aspekten: Da die Arbeitsämter die Auftragsmaßnahmen gestalten müssen, bestimmen sie im wesentlichen selbst die Qualität dieser Bildungsmaßnahmen. An die Stelle der Qualitätsprüfung treten im Rahmen von Auftragsmaßnahmen die Aufgaben der Festlegung und Sicherung der Qualität, für die Mitarbeiter der Arbeitsämter bisher nur unzureichend vorbereitet und qualifiziert sind. Im Rahmen des Projekts "Qualität und Wirtschaftlichkeit beruflicher Weiterbildung" des Bundesinstituts werden deshalb in enger Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeit Konzepte und Arbeitshilfen für die Mitarbeiter der Arbeitsämter entwickelt, die deren differenzierte Aufgabenwahrnehmung im Bereich Fortbildung und Umschulung erleichtern sollen. Der hier vorgestellte Ansatz zur Festlegung und Sicherung der Qualität von Auftragsmaßnahmen ist ein Ergebnis dieser Arbeit.
Technische und wirtschaftliche Entwicklungen verändern die Struktur sowie den Charakter beruflicher Tätigkeiten. Standen bisher Fähigkeiten und Fertigkeiten für spezielle Fertigungsprozesse im Vordergrund, so werden jetzt verstärkt Fähigkeitenund Fertigkeiten gefordert, die nicht allein auf einen bestimmten Produktions- und Arbeitsplatz bezogen sind und die alsSchlüsselqualifikation die Einarbeitung in neue Arbeitsbereiche erleichtern.
ln dieser Anregung zu einem Forschungsvorhaben wird im Hinblick auf den vom Bildungsrat geforderten "FachabschlußB" der Sekundarstufe II diskutiert, wie empirisch ermittelt werden kann, ob in der Sekundarstufe II vollschulischausgebildete Techniker in der Industrie der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt werden können. Es wird vorgeschlagen, die Situation der an beruflichen Sekundarschulen des Auslandes vollschulisch ausgebildeten Techniker, die eventuell in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt sind, zu untersuchen, vor allem die der Absolventen der Höheren Technischen Lehranstalten Österreichs (Klasse 9-13). Eine Umfrage bei einigen (süddeutschen) Großbetrieben hat ergeben, daß solche Absolventen in der Bundesrepublik Deutschland tatsächlich tätig sind. Diese 19jährigen Maturanten (!) werden nach den Auskünften der Firmen im wesentlichen zwischen dem Techniker und dem lng. (grad.), jedoch näher dem lng. (grad.), eingeordnet. Ihre Einarbeitungszeit soll länger als die der Fachhochschulabsolventensein: offensichtlich stellt die Tätigkeit als Konstrukteur ihren Beschäftigungsschwerpunkt dar.
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