In den letzten Jahren haben Bund, Länder, Bundesanstalt für Arbeit und nicht zuletzt die Europäische Union in den Regionen mit angespanntem Ausbildungsmarkt erheblich zur Förderung der betrieblichen Ausbildung beigetragen. Unter der Vielzahl der Finanzierungsträger und Förderprogramme leidet die Transparenz der Förderausgaben. Kritische Stimmen sehen in der staatlichen Förderung einen Beitrag zur Subventionierung betrieblicher Ausbildungsplätze. In dem Beitrag werden Analyseergebnisse zu Umfang und Struktur öffentlicher Förderausgaben im Zeitraum 1997 bis 2001 dargestellt. Schliesslich wird der Frage nachgegangen, inwieweit die öffentliche Hand dabei die Betriebe von ihrer Verantwortung entlastet, die Ausbildung selbst zu finanzieren.
Von 1997 bis 2000 stiegen die Vertragslösungen in der betrieblichen Berufsausbildung kontinuierlich an. In 2001 stagnierten die Zahlen erstmals, gingen aber nur unbedeutend zurück. Es wurden - wie schon im Vorjahr - 156.000 Ausbildungsverträge gelöst. Das ergibt, bezogen auf die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge dieses Jahres, eine Quote von 24,7 Prozent und betraf damit etwa jeden vierten Vertrag. In der deshalb wieder aufgelebten öffentlichen Diskussion wird die vorzeitige Lösung von Ausbildungsverträgen häufig als Ausbildungsabbruch gewertet. Dass dem nicht so ist, zeigt eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Das hohe Niveau von Vertragslösungen war Anlaß, über eine schriftliche Befragung Gründe für die Lösung von Ausbildungsverträgen und zum aktuellen Verbleib der Jugendlichen zu ermitteln und damit auch, wie viele Vertragslösungen zum Abbruch der Ausbildung führen. Die Ergebnisse weisen nach, daß die Lösung eines Ausbildungsvertrages für die überwiegende Mehrheit nicht die Einstellung weiterer Bildungsbemühungen bedeutet. Vertragslösung ist zumeist nicht Abbruch, rund 60 Prozent der Befragten starteten einen neuen Anlauf in einem anderen Beruf oder setzten ihre Ausbildung in einem anderen Betrieb fort.
In den letzten Jahren haben Bund, Länder, Bundesanstalt für Arbeit und die Europäische Union in den Regionen mit angespanntem Ausbildungsmarkt erheblich zur Förderung der betrieblichen Ausbildung beigetragen. Unter der Vielzahl der Finanzierungsträger und Förderprogramme leidet die Transparenz der Förderausgaben. Kritische Stimmen sehen in der staatlichen Förderung einen Beitrag zur Subventionierung betrieblicher Ausbildungsplätze. In dem Beitrag werden Analyseergebnisse zu Umfang und Struktur öffentlicher Förderausgaben (Bund und Länder) im Zeitraum 1997 bis 2001 dargestellt, wobei drei Finanzierungsschwerpunkte unterschieden werden: Kurative Förderung, Strukturförderung, Zielgruppenförderung. Schliesslich wird untersucht, inwieweit die öffentliche Hand dabei Betriebe von ihrer Verantwortung entlastet, die Ausbildung selbst zu finanzieren.
Zu viele junge Erwachsene bleiben ohne Berufsabschluss. Sie tragen ein erhöhtes Arbeitslosenrisiko, erzielen relativ geringe Einkommen und fehlen als Fachkräfte. Das ist aktuell eine bildungs- und arbeitsmarktpolitische Herausforderung, und das war es auch schon vor dreißig Jahren, als das BIBB zwischen 1995 und 2001 eine Modellversuchsreihe zur modularen berufsbegleitenden Nachqualifizierung betreute. In dem hier wiederentdeckten Beitrag stellt Peter-Werner Kloas ein Konzept für die modulare Weiterbildung im Verbund mit Beschäftigung vor. Parallelen zu den aktuell diskutierten Teilqualifikationen sind unverkennbar.
Ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland hat bereits rechtsextreme Einstellungen am Arbeitsplatz wahrgenommen. Fast jede/-r zehnte Beschäftigte war sogar persönlich betroffen. Die Gesicht Zeigen!-Studie "Unternehmen in Verantwortung! Umfrageergebnisse zu Rechtsextremismus in der Arbeitswelt – Herausforderungen und Handlungsbedarf" präsentiert erstmalig Zahlen und gibt Aufschluss darüber, welche Rolle Rechtsextremismus in der Wirtschafts- und Arbeitswelt spielt und welche Erkenntnisse und Bedarfe sich hieraus ableiten lassen.
Die bundesweite "Initiative Betriebliche Demokratiekompetenz" unterstützt über ein Projekt-Netzwerk Betriebe und Berufsschulen, sich gegen Rassismus und Rechtsextremismus stark zu machen. Ziel ist es, über demokratiefördernde Formate Ungleichheitsideologien entgegenzuwirken und demokratische Kompetenzen zu entwickeln. Der Beitrag zeigt auf, warum der Fokus auf die Arbeitswelt für die Förderung demokratischer Haltungen und Kompetenzen gewinnbringend sein kann, und gibt Einblicke in die praktische Arbeit des Netzwerks.
Welchen Beitrag können Unternehmen leisten, um das Vertrauen junger Menschen in demokratische Institutionen zu stärken und sie für Demokratie zu begeistern? Die Allianz der Chancen, eine branchenübergreifende Initiative von Unternehmen und Institutionen, hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem Workshop-Konzept ein klares Zeichen für Demokratie zu setzen. Hintergrund, Entwicklung und Inhalte des modulbasierten Konzepts werden im Beitrag vorgestellt.
Neben Zeitmangel und fehlenden Fortbildungen ist beim Ausbildungspersonal auch mangelndes Bewusstsein für strukturelle Diskriminierung ein Hindernis, demokratische und gesellschaftliche Teilhabe in der Ausbildung zu vermitteln. Im Erasmus+-Projekt #GetInvolved wurde ein Selbstmonitoring-Tool entwickelt, mit dem Betrieben ein Werkzeug an die Hand gegeben wird, um die eigenen Teilhabestrukturen analysieren und verbessern zu können.
Die vier dualen IT-Ausbildungsberufe erfreuen sich seit ihrer Entstehung 1997 einer sehr großen Beliebtheit. Doch heißt das auch, dass die Auszubildenden in diesen Berufen mehrheitlich mit ihrer Ausbildung zufrieden sind? Der Beitrag stellt hierzu Ergebnisse auf der Grundlage einer Befragung von 1.767 Auszubildenden vor.
Das BIBB hat den Modernisierungsbedarf der vier dualen, seit 1997 unverändert bestehenden IT-Berufe untersucht. Ziel war es, vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt die derzeitigen und absehbaren Anforderungen an IT-Fachkräfte zu identifizieren und Vorschläge für die zukünftige Gestaltung der IT-Berufe zu erarbeiten. Im Beitrag werden ausgewählte Untersuchungsergebnisse vorgestellt und daraus Schlussfolgerungen mit Blick auf eine mögliche Neuordnung der IT-Berufe gezogen.
Als Bestandteil des neuen EU-Bildungsprogramms für lebenslanges Lernen (PLL) bietet das Programm GRUNDTVIG Akteuren der Erwachsenenbildung verschiedene Fördermöglichkeiten. So erhalten Beschäftigte der Erwachsenenbildung Stipendien für individuelle Fortbildungen im europäischen Ausland; Einrichtungen der Erwachsenenbildung können in Partnerschaften, multilateralen Projekten und Netzwerken Zuschüsse für transnationale Kooperationen erhalten, um ihre Arbeit verstärkt europäisch auszurichten. Das Programm GRUNDTVIG ist für eine siebenjährige Laufzeit (2007-20013) mit mindestens 280 Mio Euro ausgestattet. In Deutschland ist die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung die zuständige Anlaufstelle. Der Beitrag vermittelt wesentliche Informationen über das Programm und seine Maßnahmen.
Die Leonardo-da-Vinci-Pilotprojekte JobArt und JobArt Central and East European Countries (CEE) zur Entwicklung praktikabler Hilfen für handlungsorientiertes Lehren und Lernen wurden von 2001 bis 2006 durchgeführt. Es handelt sich um zwei eigenständige, aufeinander aufbauende Vorhaben mit verschiedenen Arbeitsweisen, Zielgruppen und Produkten. Gemeinsamkeiten sind ihr didaktisches Konzept, dessen Demonstration am Berufsfeld Digitalmediendesign und der Ansatz partizipativer berufspädagogischer Modernisierung. Der Beitrag informiert über Ziele, methodische Grundlagen, Ergebnisse und Wirkungen beider Vorhaben. Er lädt Ausbilder, Lehrer, Akteure in Ausbildungsplanung und internationaler Berufsbildungszusammenarbeit in Europa zur Sichtung, Nutzung und Verbreitung der leicht zugänglichen JobArt-Hilfen ein. Sie liegen in acht Sprachen vor.
Von 2001 bis Ende 2006 hat das Programm "Kompetenzen fördern - Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf (BQF-Programm)" Innovationen erprobt und Strukturprobleme bearbeitet. Der Programmtransfer soll diese Arbeiten aufgreifen und weiter tragen. Beim Good Practice Center Benachteiligtenförderung (GPC) im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wurde die zentrale BQF-Transferstelle eingerichtet. Sie übernimmt die Koordinierung der Transferaktivitäten und versucht die Ergebnisse und Erfahrungen des Programms in den pädagogischen Alltag der Fördermaßnahmen hineinzutragen. Ausgehend von einigen grundsätzlichen Fragen des Transfers wird das entsprechende Transferkonzept vorgestellt.
Die auf dieser Website öffentlich zugänglich gemachten Dokumente – einschließlich dazugehöriger Daten wie z.B. Bilder, Grafiken und Multimedia-Dateien – sind urheberrechtlich geschützt. Verantwortlich für die Inhalte sind die jeweiligen Autoren. Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen grundsätzlich nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (§ 53 UrhG). Die gesetzlich erlaubten Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen (§§ 60a ff. UrhG), insbesondere zum Zwecke der nicht kommerziellen wissenschaftlichen Forschung, bleiben davon unberührt. Darüber hinaus sind Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers mit Quellenangabe gestattet. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung und Archivierung der Dokumente auf elektronischen Datenträgern oder auf einem anderen Server. Die Benutzer/-innen sind für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und können bei Missbrauch haftbar gemacht werden.