Positive Ansätze aus der täglichen Arbeitspraxis zu dokumentieren und themenbezogene Basisinformationen in die Breite zu streuen, sind wesentliche Kernelemente für eine qualitative Weiterentwicklung der beruflichen Bildung. Das Good Practice Center (GPC) im Bundesinstitut für Berufsbildung unterstützt diesen Gedanken in der beruflichen Bildung Benachteiligter, in dem es ein umfangreiches Kommunikationsund Informationsangebot für Praktiker in der Benachteiligtenförderung zur Verfügung stellt. Kernstück des GPC-Angebotes ist die Internetplattform www.goodpractice.bibb.de. Der Beitrag stellt die Leitideen des GPC vor: "Voneinander wissen", "Miteinander sprechen", "Voneinander lernen".
Wissenstransfer ist ein wichtiges Ziel von Innovationsstrategien in der beruflichen Bildung. Unter dem Motto "voneinander wissen, miteinander sprechen, voneinander lernen - gute Praxis fördern" startete im Jahr 2000 das Good Practice Center im Bundesinstitut für Berufsbildung (www.bibb.de). Es hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Verbreitung von guten Lösungsansätzen und Bereithalten eines internetgestützten Informationsangebots die Weiterentwicklung der Praxis im Feld der Förderung von Benachteiligten in der beruflichen Bildung voranzutreiben. In dem Aufsatz wird der Beitrag des GPC zum vorhandenen Sample von Innovationsstrategien in der beruflichen Bildung diskutiert und das Gesamtangebot des GPC dargestellt. Weitere Informationen sind unter www.good-practice.bibb.de zu erhalten.
Im Rahmen einer Studie wurde eine internetbasierte Marktübersicht über virtuelle Bildungsmaßnahmen (virtuelle Bildungsträger/Zentren) im deutschsprachigen Raum erstellt. Ziel war es zu ermitteln, in welchen Bereichen virtuelle Konzepte zur Zeit geplant und realisiert werden und welchen Gehalt sie haben, da aus der zunehmenden Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien verstärkt Impulse für Fragen der beruflichen Bildung erwartet werden. Der Beitrag beschreibt die definierten Kriterien zur Eingrenzung und Auswahl der Projekte und Institutionen, die Suchstrategien und die Ergebnisse der Marktanalyse. Virtuell bedeutet hier die möglichst genaue Abbildung der gesamten Funktionen eines Bildungszentrums mit ihrem Informationsangebot und ihren Kommunikationsmöglichkeiten. Die Untersuchung hat gezeigt, dass eine große Anzahl von Anbietern im Bildungsbereich das Internet bisher nur zur Darstellung ihrer Kursangebote benutzt. Ein großer Teil der Projekte und Institutionen, die sich mit virtuellen Konzepten befassen, sind im Hochschulbereich zu finden. Insgesamt wurden 21 Projekte ausgewählt, deren Gehalt besonders exemplarisch ist.
Ein erstaunlich vielfältiges, aber umso einseitigeres und interessengebundenes Informationsangebot wird den wichtigsten Trägern der beruflichen Ausbildung im dualen System, den Ausbildern, allmonatlich präsentiert. Eine Analyse der Ausbilderzeitschriften zeigt, dass es bislang noch nicht gelungen ist, eine an den Interessen und Bedürfnissen von Ausbildern orientierte Zeitschrift herauszugeben, um somit auch auf diesem Wege einen Beitrag zur Professionalisierung des Berufs des Ausbilders zu leisten. Wenn hier die Forderung nach mehr und besserer Information für die Gruppe der Ausbilder gestellt wird, so beruht dies auf der Erkenntnis, dass die bisherigen Informationsstrukturen und -angebote unzureichend sind. In einer Zeitschriftenanalyse – deren, wesentliche Ergebnisse hier gerafft dargestellt werden sollen – wurde erstmals die Struktur des Informationsangebots erhellt.
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