Angesichts allgemein rückläufiger Ausbildungsstellenbewerber/-innen sind Unternehmen gefordert, auch auf die verborgenen 'Talente' zu schauen und diese zu fördern. Dabei richtet sich das Augenmerk zunehmend auf Kompetenzen, die im Lebensverlauf erworben wurden, aber nicht immer bewusst und unmittelbar sichtbar sind. Mit dem ProfilPASS steht ein Instrument zur Verfügung, diese Kompetenzen zu dokumentieren. In dem seit 2009 vom BMBF geförderten Projekt 'ProfilPASS in der Wirtschaft' sollen seine Einsatzmöglichkeiten im betrieblichen Kontext erprobt werden. Im Beitrag wird die Arbeit mit dem ProfilPASS in zwei Ausbildungsgruppen der Deutschen Telekom AG vorgestellt.
Die Wege junger Menschen von der Schule in eine Berufsausbildung und ins Erwerbsleben sind vielfältiger geworden. Damit sind auch die Anforderungen an die Qualifikationen und das berufspädagogische Handeln der Fachkräfte gestiegen. Welche Kompetenzen gefragt sind, um Jugendliche auf ihrem Weg in einen Beruf erfolgreich zu begleiten, beleuchten die Beiträge in diesem Heft. Hierzu werden die Anforderungen an den unterschiedlichen Lernorten Betrieb, überbetriebliche Bildungsstätten und Berufsschule sowie das professionelle Handeln am Übergang in den Blick genommen. Angesichts der differenzierten Anforderungen stellt BIBB-Forschungsdirektor Professor Dr. Reinhold Weiß im Editorial die Bedeutung des non-formalen Lernens für die Professionalisierung des Bildungspersonals heraus. Weitere Beiträge der Ausgabe befassen sich mit der Bildungsberichterstattung als Teil des kommunalen Übergangsmanagements, mit den Motiven und Zugängen ehrenamtlicher Prüferinnen und Prüfer, mit Möglichkeiten zur Prognose des Ausbildungserfolgs, sowie mit dem Einsatz des ProfilPass im Rahmen der betrieblichen Ausbildung.
The paths that young people take from secondary school to initial vocational training and working life have become more diverse. As a result, the demands placed on the qualifications and pedagogical work of the skilled workers who conduct training have also grown. The articles in this issue of BWP examine the question of which skills and competences are needed in order to successfully supervise and support youths as they learn an occupation. In this connection, the authors look at the requirements for the different learning venues ‒ enterprises, intercompany training centres and part-time vocational schools ‒ and at professionalism during youths' transition from secondary schooling to initial vocational training and employment.
In view of the variety of requirements and demands, BIBB's director of research, Professor Dr Reinhold Weiß, underscores in his editorial the importance of non-formal learning for the professionalisation of training personnel.
Other articles in this issue focus on education reporting as a part of the transition management activities pursued at local level, voluntary examiners' motives for their work and how they become involved in examinations, possibilities for forecasting whether vocational training will be successful, and the use of the ProfilPass in in-company vocational training.
Mit dem "ProfilPASS" liegt ein leistungsfähiges Instrument zur Identifizierung, Erfassung und Anerkennung von informellem Lernen in Deutschland vor. Der "ProfilPASS" ist das Ergebnis eines mehrstufigen Verbundprojektes der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung, dem eine Analyse der europäischen und deutschen Passaktivitäten im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sowie eine sich daran anschließende Entwicklung, Erprobung und Evaluation vorausgegangen ist. Derzeit wird im Kontext der Implementierung des Passkonzeptes das Ziel verfolgt, den bildungsbereichs- und zielgruppenübergreifenden "ProfilPASS" und das darauf bezogene Beratungskonzept breitenwirksam in Deutschland zur Anwendung zu bringen.
Im Zentrum dieser Ausgabe steht das Thema Transparenz und Durchlässigkeit von Bildungswegen. In insgesamt acht Beiträgen und einem Kommentar widmen sich verschiedene Autoren diesem aktuellen Thema der Berufsbildung.
Professor Dr. Reinhold Weiß, Forschungsdirektor des BIBB, eröffnet das Heft mit seinem Kommentar „Durchlässigkeit: Es gibt noch viel zu tun!“ und führt damit in das Thema ein. Gleich mehrere Beiträge widmen sich dem Europäischen Qualifikationsrahmen und seiner Bedeutung für die deutsche Berufsbildung aus verschiedenen Perspektiven. Außerdem werden Möglichkeiten des dualen Studiums sowie der „ProfilPASS“ zur Erfassung informeller Kompetenzen eingehend beleuchtet. In der Rubrik „Berufe aktuell“ werden die beiden neuen Berufe Servicefachkraft und Kaufmann/Kauffrau für Dialogmarketing“ vorgestellt. Ein weiterer Beitrag widmet sich dem Thema Kompetenzentwicklung in der Zeit.
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