Das Lernfeldkonzept bietet die Chance, Lernsituationen zu gestalten, die eng mit der Lebens- und Berufswelt der Lernenden verknüpft sind und ihnen so einen besseren Zugang nicht nur zu den Inhalten, sondern vor allem zu beruflichem Handeln ermöglicht. Seine praktische Umsetzung ist jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten für alle Beteiligten verbunden. Die Autorinnen zeigen auf der Grundlage ihrer unterrichtlichen Erfahrungen mit dem Lernfeldkonzept in verschiedenen Ausbildungsberufen Möglichkeiten auf, wie diese Schwierigkeiten reduziert werden können. Dies geschieht am Beispiel der handlungstheoretischen Aneignungsdidaktik als Planungs-, Durchführungs- und Evaluationsinstrument für Berufsschulunterricht.
Das Entwicklungsprojekt Ganzheitliche berufliche Rehabilitation Erwachsener (gbRE) versteht sich als integraler Bestandteil der Unternehmensentwicklung, indem es Formen effizienter Lernorganisation untersucht und Wege zur Umsetzung der Erkenntnisse in die Rehabilitationspraxis aufzeigt. Das Projekt fu?t auf der Leitidee ganzheitlich-persönlichkeitsfördernd-handlungsorientierter Didaktik beruflicher Rehabilitation und setzt den Schwerpunkt auf didaktische Fragen der Lernprozessgestaltung. An dem Projekt nehmen 24 Berufsförderungswerke teil, an denen je ein Projektlehrgang handlungsorientiert durchgeführt wird. Der Beitrag berichtet über das Konzept, den Stand und die ersten Ergebnisse des Entwicklungsprojekts.
Der Beitrag berichtet über den Modellversuch "Integrierte produktionsnahe Aus- und Weiterbildung". Ziel des Modellversuchs ist es, eine möglichst realitätsnahe Form des Lernens und Ausbildens zu sichern. Dabei geht man von der Erkenntnis aus, dass in einer zukunftsorientierten beruflichen Ausbildung neben fachlichen Fertigkeiten zusätzlich personale und soziale Kompetenzen vermittelt werden müssen. Hierzu bedarf es realer Arbeits- und Lernsituationen, die in ihrer ganzen Komplexität während der Ausbildung erfassbar und zu einem notwendigen Lernfeld werden müssen. Der Modellversuch befasst sich mit der Frage, wie diese Arbeitsrealität dem Lernprozess von Auszubildenden zugänglich gemacht werden kann, wie die methodisch-didaktische Gestaltung der Ausbildung, der Weiterbildung der Ausbilder und der Entschlüsselung von Lernchancen aussehen muss. Träger des Modellversuchs sind eine klein- bis mittelbetriebliche Metallwerkstatt, die an realen Aufträgen ausbildet, sowie ein Berufsbildungswerk, das eine produktionsnahe Ausbildungsform einrichten will.
Die Verwendung geeigneter Lernmittel oder Medien ist in der beruflichen Bildung zunehmend ein Anzeichen für Qualität und Professionalität von Qualifizierungsprozessen. Die Möglichkeiten der reflektierten Medienverwendung können in der Praxis aufgrund vielfältiger Schwierigkeiten häufig nicht realisiert werden. Mit vier Beispielen der Medienentwicklung für das Handwerk wird gezeigt, wie der Einbezug der Anwender in die Medienentwicklung, die mediale Kompetenz und das berufliche Selbstverständnis der Ausbilder, das Vermittlungskonzept der Medien und die Struktur handwerklicher Qualifizierungsprozesse in kleinen und mittleren Betrieben, die Bewertung von medial aufbereiteten und realen Lernsituationen an komplexen Maschinen durch die Ausbilder sich auf die Akzeptanz und die tatsächliche Medienverwendung in der Ausbildung auswirken können. Fazit: Die Entwicklung brauchbarer Medien aufgrund eines erkannten Bedarfs der Ausbildungspraxis stellt ohne integrierte Bemühungen um die Implementation dieser Medien ins Praxisfeld oft keinen hinreichenden Ansatz zur Verbesserung der Ausbildung dar.
Die wissenschaftliche Begleitung in Modellversuchen hat zu forschen und zu beraten. Sie kann sich damit in ihrer Arbeit nicht nur auf analytische und dokumentierende Tätigkeiten beschränken, sondern muß sich auch in mitentwickelnde und versuchsstützende Tätigkeiten einbringen. Mit der Wahrnehmung von Forschungs- und Beratungstätigkeiten bewegt sich die wissenschaftliche Begleitung notwendigerweise immer in einem Spannungsverhältnis. Dieses wird im Beitrag am Beispiel des Modellversuches "Kooperative arbeitsplatzorientierte Berufsbildung bei moderner Prozeßfertigung" "beleuchtet: und es werden einige Hinweise gegeben, wie man damit umgehen kann. Der Schlüssel liegt in der Gestaltung und Handhabung des Forschungsdesigns. Inhaltlich geht es im Modellversuch darum, dezentrale, d.h., produktionsnahe Lernsituationen zu entwickeln und zu erproben: u.a. ein "Kooperatives Arbeitsprojekt", bei dem Auszubildende der Berufe Energieelektroniker, Industriemechaniker und Verfahrensmechaniker gemeinsam im Betrieb lernen. Zentraler Lerngegenstand ist die Arbeitsstruktur in ihrer Auswirkung auf die Qualität von Produkt und Arbeit. Entwicklungsarbeiten liegen in den Händen eines Ausbilderarbeitskreises. Auf diese Weise soll in Modellversuch eine beteiligungsorientierte Organisationsentwicklung in der Berufsbildung intensiviert werden.
Obwohl der Lernort Arbeitsplatz in der Berufsbildung eine zentrale Rolle spielt, fehlen empirische Untersuchungen, die Fragen der Bedingungen, des Ablaufs und der Folgen arbeitsplatzgebundener Qualifizierungsprozesse zu ihrem Thema machen. Das gegenwärtig im BIBB laufende Projekt "Einfluß typischer Merkmale der Ausbildung am Arbeitsplatz auf das berufliche Lernen" soll die Forschung auf diesem Gebiet ein Stück voranbringen; es sollen arbeitsplatzgebundene Lernsituationen im elektrotechnischen Bereich beschrieben und analysiert werden. Im folgenden Beitrag werden einige theoretische Überlegungen mitgeteilt, die sich auf die Konzeption des Projekts ausgewirkt haben. Auf dieser Grundlage wird ein idealtypisches Modell für das Lernen bei der Arbeit entwickelt, an dem sich pädagogisches Handeln orientieren kann.
Seit Januar 1980 führt das BIBB ein Projekt zur Entwicklung von Ausbildungsmitteln für den Einzelhandel durch. Unter Beteiligung von Betrieben unterschiedlicher Größe werden Ausbildungsmittel zunächst für die Bereiche Textil/Bekleidung und Lebensmittel erarbeitet und erprobt. Der inhaltliche Schwerpunkt der gegenwärtigen Projektarbeit liegt im Verkauf. Erklärtes Ziel des Projekts ist es, Ausbildungsmittel und Vermittlungsformen anzubieten, die es den Auszubildenden ermöglichen, Arbeits- und Handlungsfähigkeit für praktische Situationen im Verkaufsalltag zu erwerben.
Untersuchung und Erklärung von Lernproblemen Erwachsener bilden eine wichtige Aufgabe pädagogischer Diagnostik.Die vorhandenen mehr individuumzentrierten und mehr lernumweltzentrierten Erklärungsansätze für Lernprobleme werden beschrieben und auf die besondere Lernsituation Erwachsener bezogen. Nach einem Oberblick über vereinzelte Untersuchungen zu Lernprozessen und Lernproblemen in verschiedenen Bereichen der Erwachsenenbildung werden Entwicklung und Aufbau eines diagnostischen Instruments zur Erfassung von Lernproblemen Erwachsener geschildert und Einsatzperspektiven umrissen.
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