Fachkräftemangel und digitaler Wandel stellen die betriebliche Ausbildung vor neue Herausforderungen. Das Projekt »Stark für Ausbildung« bietet Hilfe zur Selbsthilfe: Mit Wissensbausteinen, Praxisbeispielen und einer Blended-Learning-Qualifizierung vermittelt es Ausbilderinnen und Ausbildern das Rüstzeug, um sich auf eine zunehmend heterogene Gruppe von Jugendlichen einzustellen. Der Beitrag benennt Hintergründe, die zur Entwicklung des Projekts geführt haben, und zeigt dessen Potenzial auf.
According to the 2011 labour-market report from the German Association of Chambers of Industry and Commerce (DIHK Arbeitsmarktreport 2011), the number of companies seeing a skills shortage as one of the greatest economic risks has doubled since 2010. To tackle this problem, companies are weighing up a variety of strategies including stepping up the recruitment of skilled migrants already resident in Germany as well as potential future immigrants. The questions pursued in this article are to what extent human resources management in companies is attuned to this group of employ ees, and how the new Recognition Act can help companies in the recruitment, employment and individual support of qualified skilled workers with biographies involving migration.
Gut ausgebildete Fachkräfte sind in vielen Ländern rar. Dadurch sind einerseits die Produktivität, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und andererseits Wachstum, Beschäftigung und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Gefahr. Deshalb ist das Thema Fachkräftequalifizierung weltweit für Unternehmen und Volkswirtschaften von enormer Bedeutung. Im Beitrag wird das Engagement des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der Industrie- und Handelskammern (IHKs) und der Auslandshandelskammern (AHKs) dargestellt. Es wird beschrieben, wie sich Elemente des deutschen dualen Berufsbildungssystems auch in andere Länder transferieren lassen.
Deutschland verfügt über ein ausgezeichnetes berufliches Bildungssystem und generiert dadurch umfangreichen Nutzen für Unternehmen, Jugendliche sowie die deutsche Volkswirtschaft. Über Ausbildung investieren Unternehmen in ihre Zukunft und junge Erwachsene erwerben frühzeitig Berufserfahrung – ein hoher Job-Garant. Um das duale Ausbildungssystem weiterhin attraktiv gestalten zu können und die Lage am Ausbildungsmarkt zu verfolgen, befragt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e. V. jährlich eine repräsentative Anzahl von Unternehmen in der DIHK-Ausbildungsumfrage. Die Erfahrungen und Aktivitäten der Unternehmerschaft im Ausbildungsgeschehen werden abgebildet und zeitnah berichtet. Wesentliche Ergebnisse werden nachfolgend vorgestellt.
Laut DIHK-Arbeitsmarktreport 2011 hat sich die Zahl der Betriebe, die im Fachkräftemangel eines der größten wirtschaftlichen Risiken sehen, seit 2010 verdoppelt. Um diesem Problem zu begegnen, werden von Unternehmen verschiedene Strategien erwogen. Dazu zählt sowohl eine verstärkte Beschäftigung von qualifizierten Migrantinnen und Migranten, die bereits in Deutschland leben, als auch von zukünftigen Zuwanderinnen und Zuwanderern. Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit das Personalmanagement in Unternehmen auf diese Beschäftigtengruppe eingestellt ist und welche Möglichkeiten das neue Anerkennungsgesetz bietet, um Unternehmen bei der Suche, Beschäftigung und individuellen Förderung von qualifizierten Fachkräften mit Migrationserfahrung zu unterstützen.
Seit einem Jahr gibt es für Aus- und Weiterbildner/-innen neben der AEVO zwei weitere Rechtsverordnungen zu neuen, bundesweiten weiterqualifizierenden Angeboten. Derzeit werden vom DIHK die Rahmenstoffpläne für die beiden Fortbildungsangebote erarbeitet. Im Folgenden wird ein Überblick über diese Möglichkeiten gegeben und eine erste Einschätzung vorgenommen.
Die Vorschläge zur Weiterentwicklung des deutschen Berufsbildungssystems durch neue Strukturen in der Berufsausbildung bewegen sich noch immer auf vermintem Gelände - vor allem, wenn die Reformansätze sogenannte Ausbildungsbausteine bzw. Module im Blick haben. Im Beitrag werden die neueren Strukturmodelle der Berufsausbildung, die Ende 2006 und Anfang 2007 von verschiedenen Akteuren ins Spiel gebracht wurden, vergleichend dargestellt und bewertet. Im einzelnen geht es um den Vorschlag des BMBF zur Entwicklung von Ausbildungsbausteinen durch Erprobungsverordnungen, die BDA-Initiative "Neue Strukturen in der dualen Ausbildung", den DIHK-Ansatz "Dual mit Wahl" sowie die DHKT-Reformüberlegungen "Flexibilität in der Berufsausbildung". Favorisiert werden die beiden letzten Modelle, wobei es vor allem darauf ankommt, Modularisierung als Gestaltungsaufgabe zu verstehen.
Am 29. November 2004 veranstaltete das BIBB in Zusammenarbeit mit dem DIHK, der IG-Metall und ver.di einen Workshop zu den Fortbildungsregelungen Bankfachwirt/-in und Industriemeister/-in. Anlass waren die sinkenden Erfolgsquoten bei beiden Fortbildungsregelungen, die hinterfragt, analysiert und bewertet wurden. Handlungsbedarf wird in beiden Fortbildungsregelungen gesehen, insbesondere in der praxis- und handlungsorientierten Erstellung von Prüfungsaufgaben. Das BIBB wird die Ergebnisse des Workshops auswerten und für die Generierung von Forschungsprojekten im Rahmen der Weiterbildung nutzen.
Im Rahmen der Ausbildungsoffensive 2003 haben sich Bundesregierung und die Sozialpartner auf neue Maßnahmen und Schwerpunkte zur Verbesserung der Ausbildungsplatzsituation verständigt. Dazu gehört u.a. die Initiative Ausbildungsstrukturprojekte - Unter einem Dach. Mit ihr werden verschiedene vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Strukturprojekte vernetzt, die auf unterschiedlichen Wegen und mit unterschiedlichen Instrumenten das gemeinsame übergeordnete Ziel verfolgen, Potenziale für zusätzliche Ausbildungsplätze zu erschließen." Die fünf Ausbildungsstrukturprojekte sind: APE-Ausbildungsplatzentwickler (www.dihk.de;www.zdh.de; www.freieberufe.de), Regio-Kompetenz- Ausbildung (www.regiokom.de); KAUSA - Koordinierungsstelle Ausbildung in ausländischen Unternehmen (www.kausa.de), Patenschaftsprogramm für Ausbildung (www.patenschaftsstelle.de), STARegio (www.staregio.de).
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