Im Zuge der demografischen Entwicklung und des Trends zum Abitur wird es für die Betriebe schwieriger, Bewerber/-innen für ihre Ausbildungsplätze zu finden. Doch ist dies womöglich nicht ihr einziges Problem. Denn die ausbildungsinteressierten Jugendlichen – deutlich geringer an der Zahl, aber viel häufiger mit höheren Schulabschlüssen ausgestattet – könnten versucht sein, ihre gestärkte Marktposition zu nutzen und ihre Ansprüche an die Betriebe zu steigern. Auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2016 wird im Beitrag untersucht, was sich die Ausbildungsstellenbewerber/-innen von den Betrieben wünschen und wie stark ihre Wünsche von der Ausbildungsmarktlage und ihren Zugangschancen beeinflusst werden.
As part of the demographic development and the trend towards university entrance qualifications, it is becoming more difficult for companies to find applicants for their trainee positions. However, this is quite possibly not their only problem. This is because young people interested in training – significantly less in number, but more frequently possessing a higher-level school leaving certificate – might be tempted to exploit their strength and market position and increase their demands on businesses. Based on the 2016 Applicant Survey conducted jointly by the Bundesagentur für Arbeit (BA) and the BIBB, the article examines what training position applicants are asking for from companies and how strongly their requirements are influenced by the training market situation and their access opportunities.
Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit die im (Berufs-)Bildungssystem vorhandene geschlechtsspezifische Verteilung von Männern und Frauen auf Bildungsgänge von institutionellen Rahmenbedingungen des Bildungssystems beeinflusst wird. Dies wird im Beitrag für den Zugang zu vollqualifizierenden Bildungsgängen (Allgemein- und Berufsbildung) im Anschluss an die Sekundarstufe I anhand eines Vergleichs der Länder Deutschland, Norwegen und Kanada untersucht. Als Datenbasis für Deutschland kann dabei auf die BIBB-Übergangsstudie zurückgegriffen werden.
This article investigates the extent to which the existing gender-specific distribution of men and women across education and training courses in the (vocational) education system is influenced by the institutional settings of the educational system. It uses a comparison between Germany, Norway and Canada as a basis for looking at access to fully qualifying courses (general education and VET) following lower secondary level. The BIBB Transitional Study is able to serve as a database for Germany in this regard.
Bei der Suche nach Ausbildungsberufen und -stellen treffen Jugendliche auf zahlreiche Angebote und Akteure, die ihnen den Weg weisen wollen. Angesichts dieser Vielfalt stellt sich die Frage, wie Jugendliche die Phase der Berufswahl und Stellensuche erleben und welche Angebote zielführend für sie sind: Haben persönliche Kontakte und Gespräche nach wie vor einen hohen Stellenwert oder wird die Aufmerksamkeit der jungen Menschen vor allem über das Internet geweckt? Und variieren Informations- und Suchstrategien mit ausgewählten soziodemografischen Merkmalen? Aktuelle empirische Hinweise zu diesen Fragen liefert die BA/BIBB-Bewerberbefragung 2012.
In their search for training occupations, young people come across numerous offers and market players intent on pointing them in particular directions. In the face of this diversity, the question that arises is how young people experience the phase of career choice and job-hunting, and what forms of provision they find most helpful: are personal contacts and conversations as high a priority as ever, or is the Internet the primary means of attracting young people’s attention? And do information-finding and searching strategies vary with selected socio-demographic attributes? Current empirical findings on these questions are supplied by the 2012 Vocational Training Applicant Survey conducted by the Federal Employment Agency (BA) and BIBB.
Mehr als die Hälfte der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Ausbildungsstellenbewerber mündeten in den letzten Jahren bis zum Start des neuen Ausbildungsjahres nicht in eine betriebliche Lehre ein. Dabei bringen diese Jugendlichen offiziell die Voraussetzungen für die Aufnahme einer Berufsausbildung mit. Was tun sie stattdessen? Der folgende Beitrag geht dieser Frage nach und untersucht, warum sich in einigen Regionen viele der Betroffenen ersatzweise außerbetrieblich ausbilden lassen, während anderswo die meisten im Übergangssystem verbleiben. Sind die regional unterschiedlichen Verbleibe von den Jugendlichen so gewollt? Oder sind sie Folge des Anpassungsdrucks an die jeweiligen Bildungsangebote, die vor Ort überhaupt noch zur Verfügung stehen?
Zwei gegenläufige Entwicklungen bestimmen in Zukunft die Verhältnisse auf dem Ausbildungsmarkt: Die Zahl der Jugendlichen wird sinken und die der Erwerbstätigen, die aus Altersgründen ausscheiden, wird wachsen. Die daraus resultierende Schere wird für die Betriebe zum Problem: Sie werden immer stärker um ausbildungsinteressierte Jugendliche konkurrieren müssen. Doch droht dies ein ungleicher Kampf zu werden. Denn für Berufe mit einem schlechten Image wird es in Zukunft besonders schwierig, Ausbildungsinteressierte zu finden. Der Beitrag erforscht die Gründe und sucht nach Lösungen, um bislang unbeliebte Berufe attraktiver zu machen.
2004 nahm die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 15.000 zu. Dennoch verschlechterten sich für die Jugendlichen die Marktbedingungen. Gestiegene Schulabgängerzahlen und hohe Bestände an unversorgten Altbewerbern aus den Vorjahren führten dazu, dass rechnerisch nicht mehr, sondern weniger Ausbildungsangebote je Nachfrager/in zur Verfügung standen. Mindestens 150.000 Jugendliche blieben bei ihrer Lehrstellensuche erfolglos - trotz intensiver Anstrengungen ihrerseits. Wie die Jugendlichen die Lage bewerten und mit ihr umzugehen versuchen, zeigen die Ergebnisse der jüngsten BA/BIBB-Bewerberbefragung von 2004. Der Verbleib der Bewerber, Bewerbungsaktivitäten und Bewerbungserfolg sowie die Situation von besonderen Gruppen unter den Jugendlichen (Altbewerber, Migranten, latente Nachfrager) werden dargestellt.
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