ln dem Projekt "Entwicklung und Erprobung von Lernangeboten für Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag" geht das BIBB von dem bisherigen bildungspolitischen Postulat nach einer beruflichen Ausbildung für alle Jugendlichen aus, es bezieht die durch die gegenwärtige Jugendarbeitslosigkeit entstandene Entwicklung ein und versucht auf diesem Hintergrund ein didaktisches Konzept zu entwickeln und in einem Modellversuch zu erproben, mit dessen Hilfe die Zahl der Jungarbeiter auch langfristig gesenkt werden kann.
Die "Thesen zur Schulung für eine moderne Gesellschaft", in denen MERTENS Schlüsselqualifikationen als zentrale Kategorien herausstellt, fordern die Berufsbildungsforschung, in einem gewissen Sinne auch die Berufsbildungspolitik heraus, denn sie erscheinen als Entwurf für künftige Curriculumentwicklung und deren institutionelle Einbettung von zentraler Bedeutung. Der Beitrag bezieht sich auf folgende Veröffentlichung: MERTENS, D.: Schlüsselqualifikationen, Thesen zur Schulung für eine moderne Gesellschaft. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 1974, H. 1
ln den einzelnen Fachdidaktiken werden fachwissenschaftliche und pädagogische Erkenntnisse integriert. Fachdidaktikenliefern daher einen theoretischen Vorlauf für die Konstruktion von Curricula, der auch bei unterschiedlichen Konstruktionsverfahren bedeutsam ist. Obgleich Fachdidaktiken für notwendig erachtet werden, läßt sich bisher nur eine Förderung der Fachdidaktiken allgemeinbildender Fächer feststellen. Hier wird die Notwendigkeit beruflicher Fachdidaktiken betont und es werden einige Probleme skizziert, die sich beim Aufbau beruflicher Fachdidaktiken ergeben.
Der Beitrag ist als ein pragmatischer Ansatz zur Lösung der bei der Curriculumentwicklung auftretenden Gliederungs-und Strukturierungsprobleme zu verstehen. Er ist entstanden als Orientierungshilfe für die Bund-Länder-Arbeitsgruppenzur Entwicklung berufsfeldbezogener Curricula für das Berufsgrundbildungsjahr. Vorgeschlagen wird ein Aufbau, bei dem Richtziele dem Curriculum vorangestellt werden und jeweils Angaben folgen über den Lernbereich und dessen Begründung, die Lerneinheit und die entsprechende Richtzeit, die Lernziele, besondere Lehrvoraussetzungen (lernzielbezogene Medien), Lehr- und Lernverfahren und Verfahren zur Lernkontrolle. Dieses Strukturraster wird im einzelnen begründet und erläutert sowie an Beispielen für unterschiedliche Berufsfelder verdeutlicht. Außerdem werden einige Hinweise für mögliche Konstruktionsschritte gegeben.
Der Aufsatz behandelt anhand unterschiedlicher Curriculumbegriffe zwei - gegenwärtig vorherrschende - Forschungsschwerpunkte der Curriculumtheorie und stellt verschiedene Ansätze zur Lernzielbestimmung vor. Es wirddiskutiert, wie die Forderung nach inhaltlich und formal veränderten Curricula zu materialgebundenen Curriculumreformen im betrieblichen Bereich und zu einer Höherqualifizierung der Lehrer im schulischen Bereich führen könnte. Da die Entscheidungen über geeignete Konstruktionsverfahren durch die Vieldeutigkeit des Curriculumbegriffs erschwert werden, werden schließlich einige konkrete Fragen skizziert, die hierzu gelöst werden sollten.
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