Auf der Grundlage der aktuellen wbmonitor Umfrage 2007 wurde erstmals ein Klimaindex für die Weiterbildungsbranche errechnet, der sich am bekannten ifo Geschäftsklimaindex orientiert. Demnach ist die Stimmungslage insgesamt gut, variiert aber zwischen den Anbietertypen beträchtlich. Gut die Hälfte der Weiterbildungsanbieter, die an der Befragung teilnahmen, beurteilt ihre aktuelle wirtschaftliche Lage und die in einem Jahr erwartete positiv oder sogar sehr positiv. Zudem wurden die Weiterbildner u. a. danach gefragt, welche Effekte sie vom Konzept des 'Bildungssparens' " erwarten. Erstmals in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) lud die Umfrage diesmal auch Anbieter allgemeiner Weiterbildung ein.
Rechtszeitig zum neuen Ausbildungsjahr trat das Berufsbildungsreformgesetz (BerBiRefG) in Kraft. Was ihnen das neue Gesetz gibt und worin sie die wichtigsten Aufgaben bei seiner Umsetzung in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich sehen, fragte die "BWP - Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis" drei Berufsbildungsexperten. Sie gehören zu den zwanzig Sachverständigen, die am 22. November 2004 den Mitgliedern des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung Rede und Antwort standen. Zwei Experten sind gleichzeitig Mitglieder des (alten) Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung.
Wachsende Schülerzahlen an vollqualifizierenden Berufsfachschulen außerhalb BBiG/HwO wie schwankende Zahlen unversorgter Ausbildungsplatzbewerber werfen die Frage nach dem Stellenwert dieser Schulen im Berufsbildungssystem auf. Dazu zählen auch Überlegungen zu einer veränderten, das duale System ergänzenden strategischen Ausrichtung der Berufsfachschulen. Der Beitrag gibt Informationen zur quantitativen Entwicklung und Verteilung der Absolventen nach stark besetzten Berufen. Er benennt mit dem Bildungsgang verknüpfte Chancen, aber auch Probleme, die eine Verwertung der Ausbildung behindern.
wbmonitor - das Weiterbildungsreferenzsystem des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat sich zum Ziel gesetzt, einen periodischen Meinungs- und Informationsaustausch mit Weiterbildungsanbietern zu führen. Nach der Initialphase Ende 2001 gab es im Herbst 2002 eine erste Folgebefragung, an der sich rund 2.300 Anbieter beteiligten. Erhoben wurden Umsatzanteile nach verschiedenen Kundengruppen, Leistungsspektren und quantitative Veränderungen in Umsatz und Angebot sowie deren Anlässe. Die Ergebnisse dienen dazu, den heterogenen und komplexen Weiterbildungsmarkt in seinen Strukturen und Entwicklungen für Politik und Praxis anschaulicher und transparenter werden zu lassen.
Zur Erhöhung der Transparenz auf dem Weiterbildungsmarkt und zur Früherkennung von Qualifikationserfordernissen analysiert das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) das Weiterbildungsangebot in der Datenbank KURS und entwickelt einen "Weiterbildungsmonitor". Im Beitrag wird ausgehend von einem Überblick über Themenschwerpunkte und Entwicklungstendenzen aus KURS der Aufbau des "wbmonitor" beschrieben, mit dem in Zukunft Weiterbildungsanbieter regelmässig in einen Informations- und Meinungsaustausch zu ihren aktuellen Themen und Problemen eingebunden werden. Die Untersuchungen dienen dazu, den Sektor Weiterbildung von der Angebotsseite aus näher zu beleuchten. Der wbmonitor soll als Weiterbildungsreferenzsystem ausgebaut werden.
Vorgestellt werden erste Ergebnisse einer Befragung von Berufsfachschulabsolventen/-innen des Jahres 1998, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 1999 durchgeführt hat. Von besonderem Interesse sind dabei Fragen nach dem Verbleib, nach der Verwertung der an den Berufsfachschulen erworbenen Qualifikationen und nach Ausbildungsdefiziten, und zwar primär im Vergleich zwischen verschiedenen Berufsgruppen, aber auch verschiedenen Absolventenjahrgängen und mit Absolventen des dualen Systems. In die Untersuchung einbezogen waren die Länder Baden- Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen mit Bildungsgängen aus drei Berufsbereichen (Technische Assistentinnen, Wirtschaftsassistentinnen, Dienstleistungsassistentinnen). Die Ergebnisse zeigen insgesamt, dass Berufsfachschulen eine Multifunktionalität haben und einen eigenständigen Beitrag im deutschen Berufsbildungssystem leisten; ihre Bildungsgänge werden weiter an Bedeutung zunehmen, weil sie in hohem Masse auch für Dienstleistungstätigkeiten qualifizieren. Um den Weg über die Berufsfachschule noch attraktiver und erfolgreicher zu machen, müssten mehr Praxisnähe, eine moderne Ausstattung und die Förderung überfachlicher Qualifikationen sichergestellt werden.
Stellt der Besuch einer voll qualifizierenden Berufsfachschule eine vollwertige Alternative zur Ausbildung im dualen System dar? Dieser Frage geht ein Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung nach. 1250 Absolventen von Berufsfachschulen, die 1994 ihren Berufsabschluss erworben haben, wurden über ihren Berufsweg befragt. Einbezogen waren die Berufsbereiche naturwissenschaftliche Assistenten, kaufmännische Assistenten und personenbezogene Dienstleistungsberufe sowie Abgänger von höheren Handelsschulen. In dem Beitrag werden Ergebnisse zu den Erfahrungen von Absolventen vier Jahre nach Abschluss der Ausbildung vorgestellt, zudem wird von einem Erfahrungsaustausch zwischen Alt- und Neuabsolventen berichtet sowie die mit dem Bildungsgang verbundenen Chancen aus der Sicht der ausbildenden Schulen eingeschätzt.
Die Jahr für Jahr demographisch bedingt wachsende Zahl von Schulabgängern, die eine betriebliche Lehrstelle oft erfolglos suchen, hat dazu geführt, dass nicht nur in den neuen, sondern in (fast) allen Bundesländern besondere Maßnahmen zur Sicherung eines quantitativ ausreichenden Ausbildungsangebots getroffen wurden bzw. werden.
Im Zuge der Diskussion um die Attraktivität des dualen Systems stellt sich die Frage, ob eine vollqualifizierende schulische Berufsausbildung eine Alternative zur Lehre darstellt. Dazu wurden Absolventen und Absolventinnen stärker besetzter Berufsrichtungen und, zur Ergänzung, höherer Handelsschulen nach ihren beruflichen Zielen, der Einschätzung ihrer Ausbildung und dem Übergangsverlauf befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass je nach Fachrichtung schwerpunktmäßig unterschiedliche Ziele und Qualifikationserwartungen mit dem Berufsfachschulbesuch verknüpft wurden. Der Übergangsverlauf an der zweiten Schwelle stellt sich im Vergleich mit Absolventen des dualen Systems nicht schlecht dar. Dass der Besuch der Berufsfachschule als Ersatz für eine Ausbildung im dualen System herhalten musste, geben insgesamt nur fünf Prozent der Befragten an. Eine Konkurrenz zur betrieblichen Ausbildung oder Warteschleifenfunktion lässt diese Befragung nicht erkennen. Vielmehr stellt die Berufsfachschule ein ebenso qualifiziertes wie qualifizierendes Angebot bereit, das ihren Absolventen anderweitig offensichtlich nicht zur Verfügung steht.
Seit 1991 steigen die Schülerzahlen in Berufsfachschulen an. Dagegen sinkt die Zahl der Auszubildenden. Der Beitrag geht diesen Entwicklungen nach. Aus den Erhebungen des statistischen Bundesamtes lassen sich die Relationen zwischen dualer und schulischer Berufsausbildung ableiten sowie das Geschlechterverhältnis bei vollschulischer Berufsqualifizierung und die Schwerpunkte der Berufsbereiche ermitteln. Überproportionale Steigerungen der Schülerzahlen sind in den Bereichen der datenverarbeitenden/kaufmännischen und der Gesundheits- und Dienstleistungsberufe zu verzeichnen. Häufig übernimmt die Berufsfachschule jedoch lediglich eine Puffer- bzw. Warteschleifenfunktion für Ausbildungsplatzbewerber, die auf dem Ausbildungsstellenmarkt keinen Platz im Beruf ihrer Wahl erhalten haben.
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