Bildungstechnologie durch Forschung zu fördern, gehört zu den gesetzlichen Aufgaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Die Anwendung der Informationstechnologie im Bildungsbereich haben Forschung und Entwicklung vor neue Aufgaben gestellt. In dem Beitrag werden die Anforderungen an die Berufsbildung und der gegenwärtige Entwicklungsstand aufgezeigt und über gegenwärtige und geplante Forschungsvorhaben berichtet. Es wird festgestellt, dass moderne Bildungstechnologien in der Berufsbildung noch keine hohe Breitenwirkung erzielt haben und noch erhebliche Vorbehalte bei der praktischen Anwendung bestehen, obgleich ihr Nutzen als sehr hoch eingeschätzt wird. Die bisher eher technikzentrierte Diskussion in diesem Feld öffnet sich zunehmend den Fragen einer effektiven Lernförderung, einer didaktischen Gestaltung von Lernsoftware und Lernumgebung und den Fragen nach den Voraussetzungen für selbstgesteuertes Lernen. Das BIBB konzentriert sich derzeit auf vier Forschungsfelder: -Analyse des Bedarfs, der Verwertung, der Möglichkeiten und Einsatzbedingungen von Multimedia, - Prototypische Entwicklung und Evaluation multimedialer Lernkonzepte, -Qualitätskriterien für Bildungssoftware/ Beispiele innovativer Anwendungen von Bildungssoftware, - Vergleich und Transfer multimedialer Anwendungskonzepte im nationalen und internationalen Kontext.
Die Europäische Kommission plant die Einführung eines europäischen Observatoriums zur Beobachtung innovativer Beispiele der Anwendung von Informationstechnologie für die berufliche Bildung, um in diesem Bereich frühzeitg Entwicklungstrends zu identifizieren und innovative Beispiele europaweit zu verbreiten. Das Bundesinstitut für Berufsbildung erhielt den Auftrag, gemeinsam mit einem europäischen Expertennetzwerk eine Machbarkeitsstudie zu erstellen, in deren Rahmen Kriterien für die Auswahl innovativer Praxisbeispiele und ein Modell für ein solches Observatorium entwickelt wurden. Der Beitrag informiert über Ergebnisse dieser Arbeit.
Im Rahmen zweier Projekte des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurden rund 1.500 Betriebe nach ihrer Ausstattung mit Computern und Netzen sowie deren Nutzung für die Arbeit und die Aus- und Weiterbildung befragt. Festgestellt wurde, dass IuK-Techniken in hohem Umfang in der Arbeit und weniger in der Aus- und Weiterbildung eingesetzt werden. Das Lernen am Arbeitsplatz ist die in Klein- und Mittelbetrieben am meisten praktizierte Lernform, wenn es um den Einsatz von IuK-Technologien im Lernprozess geht. Netze zur lernortübergreifenden Aus- und Weiterbildung werden lediglich von wenigen Großbetrieben genutzt. Insgesamt ist die Einstellung der Befragten zum Einsatz von IuK-Technologien in der beruflichen Bildung, vor allem in Kleinbetrieben, positiv. Vorteile werden vor allem im flexiblen zeitlichen Einsatz, der Unabhängigkeit vom Lernort, der Möglichkeit des selbstgesteuerten Lernens und im Zugriff auf Informationen im Netz gesehen.
Der Beitrag berichtet über die Tagung, an der die nationalen Koordinatoren, die Koordinatorinnen auf EG-Ebene, zwei Expertinnen zum Thema Diversifizierung und 28 Projektleiter aus den Bereichen der beruflichen Beratung und Orientierung teilnahmen. Die Schwerpunkte der Projekte liegen auf der beruflichen Orientierung für technische Berufe, der Qualifizierung in den Berufsbereichen Metall, Elektro und Bau und der Qualifizierung für die Anwendung neuer Technologien.
Im Rahmen der EG-Gemeinschaftsinitiative New Opportunities for Women (NOW) trafen sich im Dezember 1992 die Projektantragsteller sowie Vertreterinnen aus dem Bundesministerium für Frauen und Jugend, der EG-Kommission und der nationalen Koordinierungsstelle im Bundesinstitut für Berufsbildung, um die Zusammenarbeit aller an der Durchführung der Initiative NOW Beteiligten fortzusetzen. Schwerpunktthema der Tagung waren Fragen der transnationalen Zusammenarbeit mit sogenannten Ziel-1-Gebieten in der EG.
Mit der Koordination der EG-Initiative NOW zur Förderung der beruflichen Chancengleichhe.it von Frauen hat das Bundesinstitut für Berufsbildung eine neue Aufgabe übernommen. Diese Initiative, von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft am 18. Dezember 1990 beschlossen, bietet den Mitgliedsstaaten der EG die Möglichkeit, durch gemeinsame Finanzierung aus den Strukturfonds der EG Maßnahmen durchzuführen.
Hält der Berufsalltag, was die Ausbildung versprochen hat? Ergebnisse einer Befragung von Facharbeiterinnen zum Nutzen einer gewerblich-technischen Berufsausbildung für Frauen
Für die Teilnehmerinnen an den Modellversuchen "zur Erschließung gewerblich-technischer Ausbildungsberufe für Mädchen" war die qualifizierte Ausbildung vor allem eine Option auf sichere Erwerbschancen als Alternative zu drohnender Arbeitslosigkeit oder Hilfsarbeitertätigkeit. Nur etwa ein Drittel der jungen Frauen gab zu Beginn der Modellversuche an, einen handwerklichen oder technischen Berufswunsch gehabt zu haben, und fast alle hatten sich mehrfach erfolglos für einen Ausbildungvertrag in einem anderen Beruf bewoben. 3 bis 5 Jahre nach Ausbildungsabschluß wurden die jungen Frauen befragt, ob diese Option eingelöst wurde und sie ihre damalige Entscheidung heute als richtig ansehen. Die ersten Ergebnisse der Befragung werden in diesem Artikel vorgestellt und erläutert.
Im Forschungsprogramm '80/'81 des BIBB wird ein Projekt "Prüfungen in der beruflichen Erwachsenenbildung" durchgeführt . Die hier dargestellten Probleme und Lösungsansätze konzentrieren sich auf die zentrale Frage: Wie können berufliche Prüfungen für Erwachsene so organisiert werden, daß sie den besonderen Lern-, Arbeits- und Lebensbedingungen erwachsener Menschen entsprechen? Allgemeine Zielsetzung und methodische Verfahrensweisen desProjekts bleiben in dieser Darstellung unberücksichtigt. Basis unserer Ausführungen sind Expertengespräche und Sachverständigengespräche mit Wissenschaftlern und Praktikern sowie mit Mitgliedern von Prüfungsausschüssen.
Sehr aufgeschlossen zeigten sich Fortbildungsverantwortliche verschiedener Bereiche des öffentlichen Dienstes und einiger Großunternehmen der Privatwirtschaft von Berlin (West) gegenüber Fragen der Lehrkräftequalifizierung in der Berufsbildung Erwachsener. Diese Erfahrungen machten Mitarbeiter des Forschungsprojektes "Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften in der beruflichen Erwachsenenbildung" in bisher zwei Gesprächsrunden, die als "round-table-Gespräche" und als Einzelinterview durchgeführt wurden. Ergänzt wurden die Aussagen durch eine strukturierte Befragung von jeweils zwei Lehrkräften der beteiligten Institutionen. Ziel dieser Gespräche und Befragung ist die Einbeziehung des Sachverstands der Fortbildungspraxis in die geplante Entwicklung von Modellkonzeptionen zur Lehrkräftequalifizierung.
Im Zuge der Professionalisierung der gesamten Weiterbildung erhält die Frage einer Qualifizierung auch der Mitarbeiterin der beruflichen Erwachsenenbildung zunehmende bildungspolitische und wissenschaftliche Bedeutung. Dabei wird die Notwendigkeit der andragogischen Qualifizierung sowohl der haupt- als auch der nebenberuflichen Lehrkräfte kaum bestritten. Das hier vorgestellte Projekt "Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften in der beruflichen Erwachsenenbildung" will in dieser Situation in Anlehnung an Fragestellungen und Ergebnisse der Curriculumforschung praxisangemessene Modelle zur Lehrkräftequalifizierung entwickeln. Neben der Kurzdarstellung erster Arbeitsergebnisse werden in diesem Beitrag im wesentlichen Aufgabenstruktur und Planungsperspektive des Projekts skizziert.
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