Das Verhältnis von individuellen Kompetenzprofilen und tatsächlicher Kompetenznachfrage innovativer Betriebe ist nach Analysen des Instituts für angewandte Innovationsforschung (IAI) durch drei massgebliche Fehlentwicklungen gekennzeichnet: 1. gravierende Differenzen zwischen vorhandenen Personalkapazitäten und notwendigen Kompetenzen, 2. hoher Nachentwicklungsaufwand bei den Betrieben, 3. fehlende "mittlere" Kompetenzebene. Diese Faktoren belegen, dass die Kompetenznachfrage innovativer Unternehmen im Ausbildungssystem untergewichtet ist und das vorhandene Ausbildungssystem unzureichend ist, den bestehenden Strukturwandel zu bewältigen. Die Autoren schlagen vor, die Kompetenzlücke nicht allein von "oben" (Hochschulbereich) zu schliessen, sondern auch von unten, d.h. durch die Weiterentwicklung des insbesondere in den gewerblichen Bereichen bewährten dualen Ausbildungssystems auf hohem Niveau. Aus dem Handwerk sind hierzu erste Modellprojekte zu kooperativen Ausbildungsformen bekannt (duale Ausbildung und berufsbegleitendes Studium, Verzahnung von Meister-Lehrgängen und Studieninhalten von Fachhochschul-Studiengängen). Die Benachteiligung von gewerblichen Ausbildungsgängen gegenüber akademischen hat die Ausbreitung derartiger Modelle bisher verhindert.
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