To tailor the development of skilled workers to the industry’s needs, as of August 2009 a processoriented system of continuing vocational education and training (CVET) has been instituted in the German electrical and electronics sector: having completed initial vocational education and training (IVET) in an electrical and electronics training occupation, skilled workers can pursue further CVET to qualify as Specialists and then gain a second-stage recognised qualification as a Certified Process Manager in Electrics/Electronics (Operative Professional). The realisation of a third-stage advanced training qualification (Strategic Professional) is planned for 2012. This article outlines the innovative structure and the standards governing the content of this new advanced training model. It focuses on the potential of this form of CVET, which is work-process-oriented, undertaken in tandem with work to keep pace with constant advances in technology and organisation.
Für eine passgenaue Fachkräfteentwicklung in der Elektrobranche besteht seit August 2009 ein prozessorientiertes Weiterbildungssystem: Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungsberufe im Bereich der Elektrotechnik können sich zu Spezialisten weiterbilden und in einem zweiten Schritt den anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Prozessmanager/Geprüfte Prozessmanagerin Elektrotechnik (Operativer Professional) erlangen. Die Realisierung des Fortbildungsabschlusses auf der dritten Ebene (Strategischer Professional) ist für 2012 geplant. Der Beitrag stellt dieses in Struktur und inhaltlichen Standards neuartige Fortbildungskonzept vor. Im Fokus steht hierbei das Potenzial einer arbeitsprozessorientierten, berufsbegleitenden und beschäftigungssichernden Weiterbildung auf dem jeweils aktuellen Stand von Technik und Organisation.
Der Beitrag stellt die Struktur und die Elemente des neuen Ausbildungskonzepts im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik vor, nach dem ab August 1996 ausgebildet werden soll. Ausgebildet werden folgende Berufsbilder: IT-Systemelektroniker/IT-Systemelektronikerin, Fachinformatiker/Fachinformatikerin, IT-Systemkaufmann/IT-Systemkauffrau und Informatikkaufmann/Informatikkauffrau. Die Ausbildung gliedert sich in zwei Teilziele: die gemeinsamen Basis- bzw. Kernqualifikationen und die Fachbildung. Der Vermittlung der Basisqualifikationen liegt ein ganzheitliches Berufsbildverständnis zugrunde, das sich an den Geschäftsprozessen orientiert. Auf diesen Kernkompetenzen baut dann die Fachbildung auf, die für vielfältige Spezialisierungen offen gestaltet wird. Um die Kompatibilität der Abschlussprüfung mit der beschriebenen Qualifikationsstruktur zu sichern, wurde ein neues Prüfungsmodell entwickelt, dessen Grundlage die Projektarbeit darstellt.
Das duale System der Berufsbildung hat sich in der Vergangenheit als wandlungsfähiges und damit erfolgreiches Berufsbildungssystem erwiesen. Angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen und im Hinblick auf seine zukünftige Leistungsfähigkeit ist von entscheidender Bedeutung, die Elemente, auf denen sein Erfolg beruht, konsequent zu entwickeln und zu stärken. Die Überlegungen dazu beschränken sich nicht auf das duale System, für das eine Erweiterung des Berufsspektrums durch Ausbildungsberufe mit praktisch-technischen bzw. theoretisch-technischen Qualifikationsschwerpunkten vorgeschlagen wird, sondern beziehen auch die Struktur des tertiären Bildungswesens ein. Die Einrichtung dualer Bildungsgänge im tertiären Bereich sollte sinnvollerweise mit einer stärkeren Strukturierung des Weiterbildungssektors mit dem Ziel der Erhöhung seiner Transparenz einhergehen. Unter Berücksichtigung der bildungspolitischen Entwicklung in der Europäischen Union wird aufgezeigt, wie die Aus- und Weiterbildung zu einem leistungsstarken und innovativen Berufsbildungssystem zusammengeführt werden kann, das die Grundlage für einen kontinuierlichen Erwerb von Qualifikationen bereitstellt.
In die Diskussion zur Weiterentwicklung des Berufsbildungssystems werden in letzter Zeit verstärkt Konzepte einer Modularisierung der Ausbildung eingebracht. Neben einer Modularisierung unter curricularen Gesichtspunkten wird auch eine Modularisierung unter ordnungspolitischen Gesichtspunkten diskutiert, die auf die jeweilige Einzelzertifizierung von Teilqualifikationen ausgerichtet ist. Der Beitrag plädiert für die Beibehaltung der ganzheitlichen Form der Beruflichkeit und des beruflichen Handelns im Rahmen des Berufskonzepts und wendet sich gegen eine äußere Differenzierung durch eine gestufte, modulare Ausbildungsstruktur. Genutzt werden sollten vielmehr die bereits vorhandenen Möglichkeiten der inneren Differenzierung zwischen den Berufsbildern, der Ausbildungsintensität, der Vermittlungsbreite und -tiefe und der Zugangsvoraussetzungen für bestimmte Ausbildungsberufe. Ferner ist geplant, Ausbildungsgänge mit praktisch-technischem Schwerpunkt zu schaffen, die strukturell auf der gleichen Ebene wie die anderen Facharbeiterqualifikationen angesiedelt sind. Die Ausbildung in diesen Berufen soll bereits ab 1997 möglich sein.
Die Komplexität technischer Systeme auf dem Gebiet der Antriebs- und Automatisierungstechnik macht neue Wege in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften notwendig. Die hier vorgestellte 'Transferorientierte Fachdidaktik' ist das wesentliche Teilergebnis eines im Herbst 1993 abgeschlossenen COMETT II-Projektes. Im Zentrum dieses didaktischen Konzepts steht die konsequente Orientierung an den realen betrieblichen Anforderungen - insbesondere der zeitökonomischen Bedingungen - für das Handeln der Fachkräfte. Unter Rückgriff auf das in der Softwareentwicklung angewandte Verfahren der schrittweisen Vereinfachung wurde ein didaktisches Konzept erstellt, das sowohl den Aufgaben- und Funktionsbezug, die zeitliche Komponente als auch die Berücksichtigung systemischer Interdependenzen und Verknüpfungen systematisch im Qualifizierungsprozess integriert.
Die neuen Ausbildungsordnungen für die industriellen Metall- und Elektroberufe und der darin enthaltene Qualifikationsbegriff waren für die AEG der Anlaß, eine Ausbildungskonzeption zu erarbeiten, mit der die gestellten Anforderungen in der betrieblichen Ausbildung umgesetzt werden. Diese Ausbildungskonzeption wurde in den vergangenen Monaten auf der Basis einer fachlichen und pädagogischen Vorstrukturierung von Ausbildern der AEG erarbeitet. Vielfältige Erfahrungen und Gestaltungsvorstellungen konnten so in das Gesamtkonzept einbezogen werden. Die Umsetzung beginnt bereits im Sommer diesen Jahres mit dem Einstellungsjahrgang 1987. Es ist das Ziel des Beitrags, aus den konkreten Anforderungen der betrieblichen Praxis heraus die Bedeutung bestimmter zentraler Schlüsselqualifikationen zu begründen und deren gezielte Entwicklung und Förderung in der Ausbildung - im Rahmen einer Integrativen Ausbildungskonzeption - darzustellen.
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