Für die Weiterentwicklung der Berufsbildung in Vietnam können staatlich geförderte sogenannte High Quality Institutes (HQI) eine bedeutende Rolle spielen. Durch eine stärkere Einbindung der Wirtschaft bei der Gestaltung von Bildungsangeboten und durch eine Orientierung an internationalen Standards bieten sie Potenziale, deren Verankerung in der Fläche dem vietnamesischen Berufsbildungssystem insgesamt zugutekommen könnte. Der Beitrag stellt Anliegen und Zielsetzung der HQI-Förderung dar und zeigt auf, wie sie im Rahmen der Strategieberatung durch GIZ und BIBB bei der Weiterentwicklung der vietnamesischen Berufsbildungsstrategie 2030 eingeflossen sind.
Digitale Fertigung von Zahnersatz mit dem 3-D-Drucker, autonomes Fahren oder intelligente Gebäudetechnik und Energienetze (»Smart Home«) – welche Auswirkungen hat all dies in der dualen Berufsausbildung? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich seit dem 1. Oktober 2016 acht Pilotprojekte des »Sonderprogramms Überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) Digitalisierung«.
Die Integration geflüchteter Menschen in die berufliche Bildung war für den Hauptausschuss zentrales Thema der Beratungen. Außerdem verabschiedete er unter Vorsitz von Elke Hannack, DGB, vier Empfehlungen. Neben einer Empfehlung zur Eignung von Ausbildungsstätten handelt es sich dabei um eine Empfehlung zur Gleichstellung von Zeugnissen vollzeitschulischer Ausbildungsgänge, eine Empfehlung zum Zeugnismuster bei Fortbildungsabschlüssen und eine Empfehlung für eine Ausbildungsregelung für Menschen mit Behinderung gemäß § 66 BBiG, § 42m HwO Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Industriemechanik. Weiteres zentrales Thema der Sitzung war die aktuelle Ausbildungsstellensituation.
Gefragt nach den Charakteristika des dualen Systems, wird zumeist auf die beiden Lernorte Betrieb und berufsbildende Schule hingewiesen, ggf. ergänzt um über- oder außerbetriebliche Ausbildungsstätten. Dabei sind Lernorte zunächst lediglich ein Mittel zum Zweck, nämlich der Vermittlung beruflicher Handlungskompetenzen in einem anerkannten Ausbildungsberuf. In diesem Sinne führt die Nennung der drei Lernorte zu grundlegenden Fragen: Ist die institutionelle Kennzeichnung von Lernorten hilfreich, wenn deren Potenziale und Grenzen zur Erreichung der Ausbildungsziele beurteilt werden sollen? Welche Lernorte bzw. Lernortkombinationen erfüllen die Ausbildungsziele am besten? Welche Faktoren wirken auf die Qualität der Ausbildungsprozesse in den Lernorten? – Damit sind einige der zentralen Fragen benannt, denen im Beitrag nachgegangen wird.
Digitale Medien haben sich in der Arbeitswelt wie auch im privaten Bereich sehr viel schneller durchgesetzt als im Bildungswesen bzw. in der beruflichen Bildung. Medienkompetenz wird vor allem informell erworben und weniger in formalen Lernkontexten. Angesichts rückläufiger Schülerzahlen könnte das Modell einer "virtuellen Berufsschule", in der der Unterricht durch Medien unterstützt wird, könnte eine Lösung sein - so Prof. Weiß im Editorial. Eine wichtige Rolle für die mediale Aus- und Fortbildung des Fachkräftenachwuchses könnten dabei die überbetrieblichen Ausbildungsstätten übernehmen.
Zu den benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind alle diejenigen zu zählen, die ohne Berufsausbildung und -abschluss bleiben (mit Ausnahme der Behinderten). Ihre Ausbildung kann in betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildungsstätten und in beruflichen Schulen erfolgen. Anhand konkreter Vorschläge zur Flexibilisierung, Individualisierung, Binnendifferenzierung und Modularisierung wird eine neue, zusammenhängende, in sich schlüssige Konzeption zur Verbesserung der Benachteiligten-Ausbildung vorgestellt. Die Entwicklung eigener Ausbildungsgänge für besonders leistungsschwache Jugendliche wird abgelehnt. Berufsausbildung von benachteiligten Jugendlichen soll immer auf die komplette Facharbeiter-, Gesellen- oder Fachangestelltenqualifikation abzielen. Die Wege dorthin müssen flexibel, stufenartig, differenziert und individualisiert gestaltet werden.
Der Beitrag berichtet über die Reformierung der Berufsausbildung in der Volksrepublik China unter Nutzung der Erfahrungen des dualen Systems in der Bundesrepublik. Geschildert werden zunächst Eindrücke, die der Autor während seines Aufenthalts in Deutschland gesammelt hat, wo er vor allem Ausbildungszentren und Berufsschulen besucht hat. Anschließend wird beschrieben, in welchen chinesischen Ausbildungsstätten und Betrieben die deutschen Erfahrungen umgesetzt werden und wie sich die VR China die Einführung des dualen Systems im eigenen Land vorstellt.
In der beruflichen Bildung sind Projekte zunächst in der schulischen und pädagogisierten Ausbildung der Lehrwerkstätten als Antwort auf Probleme der sequentiellen Lehrgangsmethode entstanden. Der Beitrag verfolgt die Diskussion des Projektbegriffs in der Pädagogik und differenziert zwischen Projektausbildung und auftragsorientiertem Lernen, um dann Möglichkeiten und Schwierigkeiten der projektorientierten Ausbildung in kleineren und mittleren Handwerksbetrieben zu untersuchen. Anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Bereich handwerklicher Kleinbetriebe und überbetrieblicher Ausbildungsstätten werden sowohl produktorientierte als auch prozess- bzw. erkenntnisorientierte Projektansätze dargestellt.
Die überbetrieblichen Ausbildungsstätten Waren und Elmshorn entwickeln seit 1992 in einem gemeinsamen Modellversuch Ansätze, die helfen, die berufliche Bildung zusammen mit Betrieben zu gestalten und umzusetzen. Mit Hilfe verschiedener Dienstleistungsangebote soll eine Qualifizierungsinfrastruktur geschaffen werden, die dem tatsächlichen Bedarf der Wirtschaft bzw. des Arbeitsmarktes gerecht wird. Das ÜAZ Waren prüft dazu eine betriebsnahe und zukunftsorientierte Gestaltung der beruflichen Aus- und Weiterbildung unter besonderer Berücksichtigung neuer Technologien im betrieblichen Einsatz. Das Projekt konzentriert sich auf den Kreis Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Das ÜAZ Elmshorn unterstützt das ÜAZ Waren z.B. durch gemeinsame Literaturrecherchen, Einarbeitung in die Leittextmethode, gemeinsame Prüfungsdurchführung und Ausarbeitung von Lehrgangskonzeptionen.
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