Angesichts der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt prüft das BIBB derzeit den Modernisierungsbedarf der vier dualen IT-Berufe Fachinformatiker/-in, IT-System-Elektroniker/-in, IT-System-Kaufmann/-frau sowie Informatikkaufmann/-frau. Zielsetzung und methodisches Vorgehen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Auftrag gegebenen Projekts werden im Beitrag vorgestellt.
The BIBB is currently reviewing the modernisation requirements of the four dual IT occupations of information technology specialist, IT system electronics technician, IT system office management clerk and technology management clerk. The article presents the goals and the methodical procedure of the project commissioned by the Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) [Federal Ministry for Economic Affairs and Energy].
Durch das neue „Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“ wird der Rechtsanspruch auf ein Verfahren zur sogenannten Gleichwertigkeitsfeststellung ausgeweitet. Seit dem 1. April 2012 haben auch Drittstaatsangehörige beziehungsweise EU-Bürger/-innen mit Abschlüssen in nicht reglementierten Berufen einen solchen Verfahrensanspruch. Für die zuständigen Stellen, die im Bereich der beruflichen Bildung für Bewertungs- und Anerkennungsverfahren verantwortlich sind, sind damit allerdings zusätzliche Aufgaben und Herausforderungen verbunden, die in diesem Beitrag dargestellt werden. Wie sie dabei durch das vom BMWi in Auftrag gegebene BQ-Portal unterstützt werden, wird hier aufgezeigt.
Die Vorzüge der dualen Berufsausbildung und der beruflichen Weiterbildung sind bei Jugendlichen und Beschäftigten noch nicht ausreichend bekannt. Eine gemeinsame Informationsoffensive der Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit den im Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs vertretenen Wirtschaftsverbänden soll dies ändern.
Auf Initiative des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie hat das Bayerische Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst in Zusammenarbeit mit den Firmen AUDI AG Ingolstadt, BMW AG Dingolfing und Fa. Mann und Hummel GmbH Marklhofen ein Konzept erarbeitet, so dass besonders leistungsfähige Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss in einem insgesamt dreijährigen Bildungsgang sowohl den Abschluss einer beruflichen Erstausbildung als auch die Fachhochschulreife erwerben können. Der Modellversuch hat im Herbst 1994 an den Standorten Ingolstadt und Dingolfing begonnen und endet voraussichtlich im Sommer des Jahres 1999. Bisher sind die Ausbildungsberufe Industriemechaniker und Energieelektroniker daran beteiligt. Es ist geplant, den Modellversuch auch für andere Berufe bzw. Berufsfelder zu öffnen. Der Beitrag beschreibt die Zielsetzungen, die Erwartungen und erste Ergebnisse aus der Sicht der am Modellversuch beteiligten Firmen und des Staatsinstituts für Schulpädagogik und Bildungsforschung, Abteilung Berufliche Schulen.
Bei der Bayer AG in Leverkusen wird die Produktion von Medikamenten elektronisch gesteuert. Dirigiert und überwacht werden die dazugehörigen Anlagen von "Pharmakanten", eine Tätigkeit, die erst seit kurzem existiert. In einer Montagehalle der Bayerischen Motoren Werke (BMW) in München beaufsichtigen "Hybrid-Facharbeiter" sogenannte Portalroboter, die Karosserieteile zusammenschweißen, ebenfalls eine neue Tätigkeit. Im Materiallager von Messerschmitt-Bölkow-Blohm in Donauwörth legt niemand mehr Hand an, um Bauteile für die Hubschrauber-Produktion auszugeben. Lageristen tippen lediglich Codenummern der gewünschten Teile in den Computer der vollautomatischen Rollbühne, deren Greifer dann das Material aus den Fächern holen. Diese Beispiele zeigen, daß sich Arbeitsbedingungen in der Bundesrepublik zunehmend durch den Einsatz neuer Technologien verändern; wesentliches Element dieses "technischen Wandels" ist die Elektronik, deren Dynamik und immanente Logik die neuen Technologien entscheidend bestimmt.
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