Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die Entwicklung von Ausbildungsmitteln für Industriekaufleute. Ziel ist es, die berufliche Handlungsfähigkeit im Einkauf und Verkauf durch den Einsatz von Medien zu fördern. Auf eine knappe Analyse der veränderten beruflichen Anforderungen folgt eine Darstellung des zugrundeliegenden Bildungskonzepts, des Aufbaus, des Inhalts und der didaktisch-methodischen Gestaltung der Medien.
Das computerunterstützte Lernen wird von den Softwareherstellern als Patentrezept dargestellt, mit dem alle Probleme der Aus- und Weiterbildung gelöst werden können. Der Beitrag analysiert anhand eigener wie auch fremder empirischer Untersuchungen bildungsökonomische und pädagogische Aspekte des Medieneinsatzes und kommt zu einer insgesamt zurückhaltenden Einschätzung des Nutzens dieser Lernform.
Leittexte sind aus der methodischen und medialen Diskussion in der beruflichen Bildung nicht mehr wegzudenken. Die Leittextmethode steht für einen Methoden-Paradigmenwechsel, dessen Quintessenz sich in der Förderung des selbständigen Lernens zusammenfassen läßt. Die Vielfalt der Typen und Einsatzfelder von Leittexten ist Anlaß für die Autoren, die Entwicklung dieser Sonderform von Lehr-/Lernmaterialien nachzuzeichnen, sie nach pädagogischen Gesichtspunkten zu ordnen und Bezüge zu zentralen Kategorien der Berufspädagogik, wie Lehrgang, Projekt und Lernen in Realsituationen, herzustellen.
Der Beitrag nimmt das Erscheinen der inzwischen achten Auflage der Medien für die Hydraulikausbildung zum Anlaß, über Entwicklung und Zielsetzung dieses Ausbildungsmittels zu reflektieren. Die Hydraulikmedien sind nicht nur Teil der Geschichte des Bundesinstituts für Berufsbildung, sondern spiegeln in ihrer ständigen Veränderung auch die didaktische Entwicklung von Ausbildungsmitteln der letzten 25 Jahre wider.
Der Beitrag berichtet über einen Versuch, mit Hilfe zweier Modellzentren in Osteuropa eine lokal angepaßte Entwicklung im Bereich der spanenden Fertigung voranzutreiben. Die Qualifizierung im Bereich der neuen Technologie erfordert ein integriertes Vorgehen auf verschiedenen Ebenen der Aus- und Weiterbildung. Daher findet in beiden Modellzentren eine Integration von Aus- und Weiterbildung, Qualifizierung von Lehrkräften und der Entwicklung von Lehrplänen und Ausbildungseinheiten statt. Zugleich ist eine integrierte Medienentwicklung vorgesehen.
In dem Beitrag werden eine Reihe von Fallstudien, die im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Einsatz von Lernsoftware in der betrieblichen Weiterbildung durchgeführt wurden und noch nicht alle abgeschlossen sind, in einer ersten Sichtung in Form von Thesen ausgewertet. Es ist zu erwarten, daß sich mit der Verwendung multimedialer Lernsysteme neue Weiterbildungsmethoden herausbilden, die neue Aufgabenzuschnitte und zusätzliche Aufgaben für das Bildungspersonal bringen, für die erweiterte Qualifikationen erforderlich sind.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat den gesetzlichen Auftrag, die Bildungstechnologie durch Forschung zu fördern. Unter Bildungstechnologie sind in diesem Zusammenhang Lehr- / Lernmittel für die betriebliche Berufsausbildung zu verstehen. Die vom Bundesinstitut entwickelten Ausbildungsmittel sollen zum Aufbau einer beruflichen Handlungsfähigkeit und zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Auszubildenden beitragen. Die Bildungstechnologieforschung beobachtet und analysiert die technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation und die Ausbildungsbedingungen. Die ermittelten für die berufliche Bildung bedeutsamen Inhalte werden didaktisch aufbereitet und in eine für den Lehr-/ Lernprozeß geeignete Form umgesetzt. Die Ergebnisse fließen in beispielhaft entwickelte Ausbildungsmittel ein, die unmittelbar in der praktischen Berufsausbildung eingesetzt werden können. Bedingt durch die Veränderungen der Rahmenbedingungen unterliegen auch die Ausbildungsmittel einer ständigen Weiterentwicklung. Dabei ist bezogen auf die Konzeption abzusehen, daß es zukünftig nicht darauf ankommt, den bestehenden Ausbildungsmitteln weitere "Fertigkeitsübungen" hinzuzufügen als vielmehr berufliche Handlungsfähigkeit durch didaktisch-methodische Maßnahmen zu erzielen. Eine detaillierte Untersuchung hat ergeben, daß die in den neuen Ausbildungsverordnungen genannten Fertigkeiten manueller Arbeitstechniken im wesentlichen Gegenstand der berufsfeldbreiten Grundbildung sind. Die Förderung der beruflichen Handlungsfähigkeit und übergeordneter Qualifikationen gewinnt dagegen während der gesamten Ausbildung zunehmend an Bedeutung. Hierzu Unterlagen zu entwickeln, wird den Schwerpunkt zukünftiger Arbeit in der Medienentwicklung bilden.
Der vorliegende Beitrag setzt sich mit zwei idealtypischen Vorstellungen neuen Lernens, den jeweiligen Funktionen neuer Bildungsmedien und der Rolle der Ausbilder in diesem Rahmen auseinander. Die einer dieser Vorstellungen, nämlich der des offenen Lernens, welches am Berufsförderungszentrum Essen favorisiert wird, zugrunde liegende pädagogische Psychologie sowie die notwendigen Rahmenbedingen zu ihrer praktischen Umsetzung werden aufgeschlüsselt und erörtert. Anwendungs- und Erfahrungsbeispiele aus der Arbeit des Berufsförderungszentrums Essen eröffnen den Beitrag und weisen den Weg zu unserer Meinung nach immer bedeutungsvoller werdenden Qualifikationsanforderungen an Ausbilder, wie sie abschließend dargestellt werden.
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