Der Weg zur Arbeit und damit empfundene Belastungen haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten. Sofern dies auch für Auszubildende zutrifft, stellt sich die Frage, ob jene, die eine größere Distanz zu ihrem Ausbildungsbetrieb zurücklegen müssen, eher geneigt sind, ihren Ausbildungsvertrag vorzeitig zu lösen, als junge Menschen die ihre Ausbildungsstelle am Wohnort haben. Im Beitrag wird auf Basis der Berufsbildungsstatistik dieser Frage nachgegangen.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit! Eine Weisheit, die deutlich macht, dass eine stetige Wandlungsbereitschaft und -fähigkeit notwendig ist, um mit neuen bzw. veränderten Anforderungen des Wirtschafts- und Arbeitslebens Schritt zu halten. Grundsätzlich gilt dies auch für das Prüfungswesen. Im Beitrag wird aufgezeigt, welche Veränderungen auf der gesetzlichen und untergesetzlichen Ebene, im Bereich der Ordnungsmittel sowie in der konkreten Umsetzungspraxis in den letzten fünf Jahren angestoßen oder vollzogen wurden, um den Herausforderungen im Prüfungswesen zu begegnen.
Bei der beruflichen Qualifizierung junger Menschen sieht sich das Bildungspersonal immer neuen Anforderungen gegenüber. Allerdings sind gerade Ausbilder/-innen nur schwer für die Teilnahme an Fortbildungen zu gewinnen, wenn sich diese nicht direkt mit berufsfachlichen Fragen befassen. Das zeigte sich auch bei der Erprobung einer von der Fachstelle Übergänge in Ausbildung und Beruf (überaus) entwickelten Qualifizierung zu Anforderungen, die bei der Ausbildung von Flüchtlingen entstehen können. Der Beitrag zeichnet den Akquiseprozess nach und fragt, an welchen Stellen Bildungsanbieter ansetzen können, um die Bereitschaft zur Teilnahme an berufspädagogischen Qualifizierungsangeboten zu erhöhen. Deutlich wird, dass persönliche Kontakte dabei eine zentrale Rolle spielen.
Die Idee, sein Wissen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, gewinnt immer mehr an Popularität. Seien es wissenschaftliche Inhalte wie bei Open Access, Codes von Computerprogrammen wie bei Open Source oder Forschungsdaten und Untersuchungsergebnisse wie bei Open Science. Doch wie hoch ist die Bereitschaft, Lehr-/Lernmaterialien als Open Educational Resources (OER) zu teilen? Im Beitrag werden hierzu erste Ergebnisse einer Befragung an berufsbildenden Schulen vorgestellt.
Zur Frage, welche Faktoren für eine gelingende Berufswahl wichtig sind, sind zahlreiche wissenschaftliche Konstrukte entwickelt worden. Der Beitrag gibt aus Sicht der Laufbahnforschung eine Übersicht über diese Konstrukte sowie das integrative Konstrukt „Berufswahlbereitschaft“, das die Kernelemente der bisherigen Konstrukte verbindet. Zur Messung wird der Karriere-Ressourcen-Fragebogen für Jugendliche präsentiert, der es ermöglicht, alle Kernbereiche der Berufswahlbereitschaft effizient zu erfassen. Weiterhin wird erläutert, wie das vorgestellte Messinstrument in der Praxis verwendet werden kann. Abschließend werden erste Befunde aus einem größeren Forschungsprojekt in der Schweiz zur Entwicklung der Berufswahlbereitschaft vorgestellt.
Eine hohe Berufswahlbereitschaft gilt mehrheitlich als eine wichtige Zielgröße von Berufsorientierungsmaßnahmen, die in der Regel zum Ende der allgemeinbildenden Schulzeit angeboten werden. Doch welchen Stellenwert nimmt deren Entwicklung nach Beendigung der Schulzeit ein, insbesondere dann, wenn der Übergangsprozess nicht reibungslos verläuft? Auf Basis einer empirischen Studie zu berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit wird im Beitrag untersucht, inwieweit die Berufswahlbereitschaft auch in diesem Kontext eine wichtige Referenzgröße darstellt und in welchem Zusammenhang sie mit dem individuellen Maßnahmeverlauf und Verbleib der Teilnehmenden steht.
Die sprachlichen Anforderungen im Beruf steigen, auch bei einfachen Tätigkeiten. Über den instrumentellen Ansatz Web Based Training vermittelt das Modellprojekt »eVideoTransfer« Beschäftigten mit Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen arbeitsplatzorientiert entsprechende Grundkompetenzen. Der Beitrag beschreibt, wie mit interaktiven Lernvideos die Lernbereitschaft und Lernfähigkeit der Zielgruppe erhöht werden kann.
Staaten entscheiden mit weiten Ermessensspielräumen über die Aufnahme von Migrantinnen und Migranten und den Status jener, die als schutzberechtigte Flüchtlinge anerkannt werden. Nicht erst die aktuellen Debatten zeigen jedoch, dass die Bereitschaft, Schutz zu gewähren, stets ein Ergebnis vielschichtiger Aushandlungsprozesse zwischen Individuen, kollektiven Akteuren, (staatlichen) Institutionen und deren unterschiedlichen Interessen ist. Die Frage, wer unter welchen Umständen als Flüchtling verstanden und wem in welchem Ausmaß Schutz oder Asyl zugebilligt werden soll, wird seit der Einführung des Asylgrundrechts im Jahr 1948/49 immer wieder diskutiert. Ziel des Beitrags ist es, zentrale Elemente dieser Diskussionen herauszuarbeiten und dabei Bezugspunkte zur aktuellen Situation sichtbar zu machen.
Während international das Interesse am deutschen Ausbildungssystem wächst und vom dualen Ausbildungssystem als einem „Exportschlager“ die Rede ist, scheint es in Deutschland Anzeichen dafür zu geben, dass die betriebliche Berufsausbildung an Attraktivität verlieren könnte. Abzulesen ist dies insbesondere an der seit einigen Jahren rückläufigen Ausbildungsbeteiligung von Betrieben und der abnehmenden Zahl an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Wie lässt sich diese Entwicklung interpretieren und erklären? Auf Grundlage des BIBB-Qualifizierungspanels werden im Beitrag mögliche Einflussfaktoren auf die veränderte Ausbildungsbereitschaft von Betrieben betrachtet.
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