Ausgangspunkt des Beitrags ist die Beobachtung, dass der Transparenz von Qualifikationen, die in formalen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen erworben wurden, große Bedeutung beigemessen wird. Demgegenüber tritt die Transparenz von Kompetenzen, die am Arbeitsplatz, zu Hause oder in der Freizeit erworben wurden, in den Hintergrund. Im Beitrag werden die konzeptionellen Grundlagen von bereits in der EU vorhandenen Instrumenten für Transparenz und Übertragbarkeit beleuchtet. Bezugnehmend auf Erfahrungen auf europäischer und nationaler Ebene unterstreicht der Beitrag die Bedeutung, zwischen Qualifikationen und Kompetenzen zu unterscheiden und dabei die Terminologie von Lernergebnissen präzise zu verwenden.
Im Rahmen der wbmonitor-Umfrage 2023 wurden Weiterbildungsanbieter zu berufsbezogenen Angeboten im Themenbereich Wasserstoff befragt. Vor allem wirtschaftsnahe Weiterbildungseinrichtungen sind bislang in diesem Themenfeld aktiv oder planen entsprechende Angebote. Insgesamt bleibt der Anteil der Einrichtungen, die derartige Weiterbildungen anbieten, derzeit jedoch noch gering.
QESplus ist ein Qualitätsmanagementsystem, das speziell für den Weiterbildungssektor entwickelt wurde. Es ermöglicht eine Zertifizierung, ermutigt aber auch, sich zunächst auf eine Selbstevaluation zu begrenzen. QESplus unterstützt den Qualitätsentwicklungsprozess durch einsichtige Qualitätsanforderungen, Prüfkriterien und Handlungsempfehlungen. Zur kostengünstigen Implementierung und Nutzung des Systems steht ein elektronisches Selbstlernmaterial zur Verfügung. Entwickelt und erprobt wurde QESplus an der Technischen Universität Dresden und der Universität Leipzig in Kooperation mit sächsischen Weiterbildungseinrichtungen. Im Beitrag wird QESplus mit seinen verschiedenen Bestandteilen und umsetzungsbegleitenden Hilfen vorgestellt.
Die Verbesserung von Qualitätssicherung, Information und Beratung in der beruflichen Weiterbildung und deren breiter Einsatz in Weiterbildungseinrichtungen ist einer der Schwerpunkte, die die Arbeitsgruppe Aus- und Weiterbildung im Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit gesetzt hat. Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurde Anfang 2001 die Stiftung Warentest erneut mit der Durchführung und Erprobung vergleichender Bildungstests beauftragt. Damit wird ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Nachfrager in der beruflichen Weiterbildung eingeleitet. Durch Bildungstests können die Qualität der Anbieter und ihrer Angebote transparenter gemacht und der Verbraucher- und Teilnehmerschutz verbessert werden. Der Beitrag reflektiert die aktuelle Diskussion um Qualitätsentwicklung, vergleichende Bildungstests und die Gründung einer Stiftung Bildungstest.
Der Beitrag beschreibt drei diskussionsleitende Qualitätskonzepte - die Normenreihe DIN EN ISO 9000 ff., das EFQM-Konzept und die Selbstevaluation - in ihrer konzeptionellen Grundlage und ihrer Umsetzung und bewertet sie in ihren Vor- und Nachteilen. Anschliessend werden zwei neue Ansätze zur Qualitätsentwicklung vorgestellt, der Bildungstest und das Qualitätstestat. Einrichtungen und Förderer stehen vor der Frage, wie sie mit dieser Vielfalt umgehen. Um den Weiterbildungseinrichtungen die Orientierung zu erleichtern, werden zehn Kriterien zur Beurteilung von Qualitätskonzepten benannt, mit denen die Eignung abgeschätzt werden kann. Der Verfasser zieht das Fazit, dass die Phase des Experimentierens sich dem Ende zuneigt und dass jetzt nach vergleichbaren Konzepten gesucht wird, die dem Wunsch nach professionellen Impulsen für Einrichtungen, Teilnehmende und Förderinstanzen nach Markttransparenz und Orientierung gerecht werden.
Die neuere Diskussion um die Qualität in der beruflichen Weiterbildung favorisiert Qualitätssicherung durch Prozessmanagement. Personal- und Organisationsentwicklung bei Weiterbildungseinrichtungen zählt dabei nach wie vor zu den Schwachstellen. In dem Beitrag werden einige Elemente einer Personal- und Organisationsentwicklung bei Weiterbildungseinrichtungen dargestellt: Qualifizierung des Trägerpersonals, Reorganisation der Aufgaben sowie die Kooperation von Bildungsträger und Kunden. Diese Elemente werden auf der Grundlage eines Qualitätskonzepts entwickelt, das Anwendungsorientierung der beruflichen Weiterbildung und Integration der am Weiterbildungsprozess Beteiligten in die gesamte Leistungserstellung in den Mittelpunkt stellt und das den Aufbau dieser Elemente fördert.
International haben Zertifikate im fremdsprachlichen Bereich eine große Bedeutung, während sie sich in Deutschland nur langsam durchsetzen. Um die Transparenz von Sprachzertifikaten sicherzustellen, entwickelt das europäische Projekt LangCred im Rahmen des LINGUA-II-Programms ein Informationssystem, das Zertifikate bzw. Diplome zur berufsbezogenen Sprachverwendung in einem System transnationaler Zertifizierung zusammenführt. Die Datenbank umfasst etwa 200 Zertifikate. Der Beitrag befasst sich mit der Frage, ob in Deutschland überhaupt ein Informationsbedarf hinsichtlich der in Europa verfügbaren Sprachzertifikate besteht. Dargestellt werden die wichtigsten Ergebnisse einer schriftlichen Befragung von Lehrgangsanbietern, Institutionen mit Multiplikator- und Disseminationsfunktionen und Unternehmen. Der positiven Resonanz von Sprachschulen und Weiterbildungseinrichtungen stehen Skepsis und Desinteresse deutscher Unternehmen an Zertifikaten gegenüber.
Das Konzept "Arbeitsorientiertes Lernen - lernorientiertes Arbeiten" soll vor allem den Ausbau der betrieblich-beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten kleiner und mittlerer Betriebe vorantreiben. Ziel ist die präventive Weiterbildung von Beschäftigten, die aufgrund ihrer geringen berufsfachlichen Qualifikationen bei der Einführung flexibler Produktionskonzepte vom Verlust des Arbeitsplatzes und von Dauerarbeitslosigkeit bedroht sind. Ziel ist auch, Un- und Angelernte als Qualifikationspotential anzusprechen, das bislang in den betrieblichen Qualifizierungsstrategien weitgehend vernachlässigt wird. Erreicht werden sollen diese Ziele durch die methodische und organisatorische Anwendung neuer Ansätze der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Verschiedene Modelle zur Organisation und Finanzierung solcher Integrationskonzepte werden diskutiert und im folgenden unter dem Blickwinkel der inhaltlichen und organisatorischen Verknüpfung von betrieblicher und außerbetrieblicher Weiterbildung skizziert. Hierbei spielen außerbetriebliche Weiterbildungseinrichtungen eine zentrale Rolle.
Im Rahmen des Projekts "Lernförderung bei Lernproblemen Erwachsener" des Bundesinstitutes wurden von Oktoberbis Dezember 1980 überregionale Gespräche in sechs Einrichtungen der beruflichen Erwachsenenbildung geführt, um eine Einschätzung der Projektaktivitäten zu Lernproblemen Erwachsener durch die Bildungspraxis zu erhaltenund in Erfahrung zu bringen, welche Schwierigkeiten der Teilnehmer den Bildungseinrichtungen bekannt sind, welche Ursachen dafür angenommen werden und welche lernunterstützenden Vorkehrungen in den Einrichtungen bestehen.
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