Mit dem wbmonitor-Klimawert wird seit 2007 die wirtschaftliche Situation der Weiterbildungsbranche gemessen. Ziel des konzeptionell an den ifo- Geschäftsklimaindex angelehnten Indikator ist es, eine empirische Basis zur Marktbeobachtung der Weiterbildungslandschaft bereitzustellen und den Einfluss von Finanzierungsstrukturen sichtbar zu machen. Die Daten sollen der Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik als Informationsgrundlage dienen hinsichtlich der Bereitstellung und des Erhalts von Strukturen lebenslangen Lernens. Mit der Umfrage 2010 liegt nun eine Zeitreihe von vier Jahren vor. Auf dieser Basis kann eine erste Beurteilung vorgenommen werden, inwieweit das Instrument seiner Zielsetzung gerecht wird.
Mit der Einführung von Bildungsgutscheinen im Rahmen der Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt wurde die Weiterbildungsförderung nach SGB III ab 2003 neu strukturiert. Ziel war es insbesondere, Wettbewerb und Transparenz zu schaffen sowie die Qualität der Bildungsmaßnahmen zu verbessern. Die Ergebnisse der wbmonitor-Umfrage 2009 geben Aufschluss darüber, wie Anbieter die damit verbundenen Auswirkungen einschätzen.
Beruflicher Weiterbildung wird in Politik und Öffentlichkeit gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise hohe Bedeutung zugemessen. In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie sich die derzeitige konjunkturelle Lage und die Förderangebote der Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpakets II auf die Weiterbildungsbranche auswirken. Können Weiterbildungsanbieter von der Wirtschaftskrise profitieren und gehören sie so zu den Krisengewinnern? Erkenntnisse zu dieser Frage liefert der Themenschwerpunkt 'Aktuelle Strategien zum Erfolg' der wbmonitor-Umfrage 2009, in dessen Zentrum Fragen der Marktbehauptung von Weiterbildungsanbietern standen. Die hier vorgestellten Befunde geben Einblicke, wie sich die Wirtschaftskrise auf die Marktbehauptung von Weiterbildungsanbietern auswirkt und inwiefern der Einfluss der Konjunktur auch mit einer Veränderung ihrer wirtschaftlichen Lage im Vergleich zum Vorjahr einhergeht.
Weiterbildungsanbieter werden mittlerweile mit diversen Ansätzen konfrontiert, mit denen die Qualität ihrer Arbeitsabläufe und -ergebnisse gesichert und verbessert werden soll. Neben bereits bekannte wie Qualitätsmanagementsysteme und regionale Qualitätsverbünde traten in jüngerer Zeit die Weiterbildungstests der Stiftung Warentest. Auf Grundlage verschiedener empirischer Erhebungen zeigt der Artikel, welche Ansätze die Anbieter angesichts dieser Vielfalt tatsächlich verfolgen und welche Wirkungen sie den Weiterbildungstests attestieren. Zunächst wird allerdings die wirtschaftliche Situation der Anbieter beleuchtet, da sie eine wichtige Rahmenbedingung für Qualitätsbemühungen in der Weiterbildung darstellt.
2003 war kein gutes Jahr für den Ausbildungsstellenmarkt. Offiziell standen nur etwa 97 Ausbildungsplatzangebote 100 Lehrstellennachfragern gegenüber. Damit erscheint der Lehrstellenmarkt trotz des starken Angebotsrückgangs in Folge der schwierigen wirtschaftlichen Situation noch einigermaßen ausgeglichen. Die Angebots-Nachfrage-Relation (ANR) vermag die tatsächlichen Probleme allerdings nicht abzubilden. Denn sie spiegelt lediglich das Endergebnis eines durch zahlreiche Stabilisierungsmaßnahmen und Ausgleichsprozesse überformten Marktes wider. Ohne diese Überformungen hätte sich noch ein deutlich dramatischeres Bild ergeben. Für 2004 ist mit keiner durchgreifenderen Besserung zu rechnen. Der Beitrag nimmt einen Rückblick auf die Ausbildungsplatzsituation 2003 vor, wobei auf die Faktoren Überbedarfsausbildung der Wirtschaft, ausserbetriebliche Ausbildung, regionale Mobilität der Nachfrager und alternativ verbliebene Bewerber eingegangen wird. Abschließend wird ein Ausblick auf 2004 vorgenommen.
Angesichts der Wachstumsschwäche und der dreijährigen wirtschaftlichen Stagnation ist der Ausbildungsmarkt angespannt. Für das BIBB war das Anlass, mit Experten über Chancen und Perspektiven der Berufsausbildung zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Fachtagung standen die aktuellen Herausforderungen der Berufsausbildung, Maßnahmen des Bundes und der Länder und die Ausbildungssituation, die empirisch analysiert wurde. Der Beitrag gibt einen Überblick.
Die gegenwärtig schwierige wirtschaftliche Situation in Deutschland spiegelt sich auch auf dem Ausbildungsstellenmarkt wider. Trotz stetig wachsender Massnahmenvielfalt zur Stabilisierung des Lehrstellenangebotes wurden seit der Wiedervereinigung noch nie so wenige Lehrstellen angeboten. Ein Forschungsprojekt des BIBB will nun untersuchen, ob es aus der Sicht ausbildungserfahrener Betriebe Wege gibt, Ausbildungsplätze auch unter schwierigen Bedingungen bereitzustellen und dabei auf negative konjunkturelle Einflüsse weitgehend zu kompensieren. Der Beitrag informiert über Forschungsgegenstand und Hypothesen des Projekts. Erste Ergebnisse aus den qualitativen Interviews werden im Herbst 2003 vorliegen.
Wirtschaftliche Diversifizierungsprozesse und aktuelle Initiativen zur Restrukturierung der Arbeitsmärkte in den Ländern der arabischen Halbinsel erzeugen einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften, der mit der vorhandenen Bildungsinfrastruktur nicht zu bewältigen ist. Informationsveranstaltungen der Arbeitsstelle iMOVE (international Marketing of Vocational Education) beim BIBB im Frühjahr 2003 in Ländern der Golfregion sollten daher für Deutschland als kompetenten Partner in der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie für Qualifizierungsangebote "made in Germany" werben. Der Beitrag beschreibt einführend die Arbeitsmarktsituation in der Golfregion und berichtet dann über die Aktivitäten und Perspektiven eines deutschen Berufsbildungsmarketings.
Die angespannte wirtschaftliche Situation Russlands spiegelt sich auch in der schlechten sozialen Lage breiter Kreise der Bevölkerung wider. Hiervon sind besonders alte und kranke Menschen, sozial schwache Familien sowie viele Kinder und Jugendliche betroffen. Der Beitrag informiert über ein von Deutschland unterstütztes Projekt Förderung der beruflichen Bildung in der Altai-Region. Im Mittelpunkt stehen Qualifizierungsmassnahmen im Sozial- und Altenpflegebereich.
Der Artikel stützt sich auf ein im Bundesinstitut für Berufsbildung durchgeführtes Forschungsprojekt, dessen Ziel es u.a. war, die derzeitigen und absehbaren Qualifikationsanforderungen, die Ausbildungssituation sowie die Abgrenzung zu anderen kaufmännischen Ausbildungsberufen zu beleuchten. Der Beitrag beschreibt das Berufsbild und die Ausbildungsinhalte aus dem Jahre 1969 und geht auf die Entwicklung seit 1980 ein. Dargestellt werden die Zahl der Ausbildungsverhältnisse, die schulische Vorbildung von Datenverarbeitungskaufleuten, ihr Einsatz im Betrieb, ihre Ausbildung in Betrieb und Berufsschule sowie ihre Qualifikationen. Die Lerninhalte entsprechen besonders im Qualifikationsbereich Datenverarbeitung, aber auch im kaufmännischen Bereich, nicht den Anforderungen. Ausgehend von der Darstellung dieser Defizite werden die zu berücksichtigenden Kernbereiche (Programmierung, Datenbanksysteme und Netzwerke, Standardanwendungen, betriebswirtschaftliche Inhalte usw.) einer Neuordnung dieses Berufes aufgezeigt. Die zukünftige Ausbildung von DV-Kaufleuten soll dabei die an Bedeutung gewinnenden Verbindungsfunktionen zwischen anwendungsunabhängiger Systementwicklung und aufgabenbezogener DV-Anwendung in den Fachabteilungen berücksichtigen.
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