Bildungspläne spielen in der Berufsbildung eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, schulisches und betriebliches Lernen besser miteinander zu verknüpfen. Vor diesem Hintergrund braucht es spezifische Überlegungen, wie die Verknüpfung von schulischem und betrieblichem Lernen, die sogenannte »School-Workplace Connectivity«, in die Bildungspläne integriert werden kann. Zudem sind Instrumente gefragt, mit denen Bildungspläne auf diese Verknüpfung hin analysiert werden können. Im Beitrag wird ein Schema zur Analyse von Bildungsplänen beschrieben und anhand von drei Ausbildungsberufen skizziert, wie es sich konkret anwenden lässt. Abschließend werden weitere Einsatzmöglichkeiten des Instruments diskutiert.
Die Leonardo-da-Vinci-Pilotprojekte JobArt und JobArt Central and East European Countries (CEE) zur Entwicklung praktikabler Hilfen für handlungsorientiertes Lehren und Lernen wurden von 2001 bis 2006 durchgeführt. Es handelt sich um zwei eigenständige, aufeinander aufbauende Vorhaben mit verschiedenen Arbeitsweisen, Zielgruppen und Produkten. Gemeinsamkeiten sind ihr didaktisches Konzept, dessen Demonstration am Berufsfeld Digitalmediendesign und der Ansatz partizipativer berufspädagogischer Modernisierung. Der Beitrag informiert über Ziele, methodische Grundlagen, Ergebnisse und Wirkungen beider Vorhaben. Er lädt Ausbilder, Lehrer, Akteure in Ausbildungsplanung und internationaler Berufsbildungszusammenarbeit in Europa zur Sichtung, Nutzung und Verbreitung der leicht zugänglichen JobArt-Hilfen ein. Sie liegen in acht Sprachen vor.
Die sich derzeit in den neuen Bundesländern vollziehende notwendige Umstrukturierung der Wirtschaft geht mit massenhaften Problemen einher; welche vor allem auch den kaufmännisch-verwaltenden Sektor berühren. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, in der kaufmännischen Berufsausbildung so schnell wie möglich, sowohl inhaltlich als auch methodisch, den veränderten Bedingungen Rechnung zu tragen. Bei der Umsetzung der neuen Ausbildungsordnungen in die betriebliche Praxis kristallisierten sich sehr schnell folgende Haupt-Problemfelder heraus:
1. Finanzierung der betrieblichen Berufsausbildung,
2. Ausbildung der Ausbilder,
3. Praktische Ausbildungsinhalte,
4. Sicherstellung der Arbeits- und damit Ausbildungsplätze, bedarfsgerechte Ausbildungsplanung und -Organisation,
5. Umgang mit modernen Informationsverarbeitungssystemen.
Im folgenden sollen einige Erfahrungen, die bei der Ausbildung in den Berufen Industriekaufmann/-frau, Datenverarbeitungskaufmann/-frau sowie Bürogehilfe/Bürogehilfin diesbezüglich gesammelt wurden, dargestellt werden.
Seit 1968 existiert die gegenwärtig geltende Ausbildungsordnung für die Stufenausbildung zur/zum Verkäuferin/Verkäufer und zum/zur Einzelhandelskaufmann/Einzelhandelskauffrau. Die Problematik dieser Stufenausbildung prägt praktisch seit Inkrafttreten der Ausbildungsordnung die Diskussion und hat jahrelang bestimmenden Einfluß auf die Neuordnungsgespräche genommen. Gemessen an dieser zwischen den Tarifparteien umstrittenen Kernfrage erscheint das Thema Warenkunde als nahezu zweitrangig, obwohl gerade in diesem Bereich entscheidende Weichen für die fachlichen Qualifikationen des künftigen Verkaufspersonals gestellt werden. Der folgende Beitrag befaßt sich mit Inhalt und Struktur der "fachlichen Ausbildungspläne" - so die bisherige Bezeichnung für die warenbezogenen Ausbildungspläne - im Einzelhandel.
In diesem Beitrag werden allgemeine Planungsgesichtspunkte der betrieblichen Erstausbildung angesprochen: Es wird auf Einflußfaktoren, die bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden sollten, auf den Planungsspielraum und auf die verschiedenen Arten von Ausbildungsplänen eingegangen. Im Schrifttum und in den Betrieben findet man vielfältige Planungshilfen, von denen einige typische an Beispielen dargestellt werden. Es wird versucht, für das Ausbildungspersonal einige Planungsgrundsätze für das Aufstellen von Ausbildungsplänen zu formulieren. Da Planung nur eine begrenzte Leistungsfähigkeit hat, werden auch Grenzen der Planung aufgezeigt.
Der vorliegende Aufsatz ist der letzte Beitrag im Rahmen einer Artikelserie über Ergebnisse und Erfahrungen aus bzw. mit Versuchslehrgängen zur Qualifizierung betrieblicher Ausbilder. Hier wird versucht, einen besonderen Teil der Ausbilderausbildung, nämlich das Sachgebiet "Planung und Durchführung der Ausbildung", im Hinblick auf Lernziele, Lerninhalte und Lernorganisation zu analysieren. Zunächst wird die zentrale Bedeutung dieses Themenbereichsherausgestellt und belegt, dann werden Ansätze einer möglichen curricularen Gestaltung auf der Basis der vier vomBBF initiierten Versuchslehrgänge des CJD in Hausen diskutiert. Abschließend wird zu fragen sein, ob die Schwerpunktbildung als didaktische Zentrierung der Ausbilderausbildung durchführbar ist und ob die Projektmethode ein Mittel zur Realisierung sein kann.
Die Verfasser legen aufgrund eines Auftrages im Rahmen der Entwicklungshilfe, ein überbetriebliches Ausbildungszentrum für Damenkleidernäherinnen zu projektieren, die Ausbildungsziele, den Stundenplan und die Gliederung des Ausbildungsganges dar. Sie ermitteln den Investitionsbedarf für die Einrichtung einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte und ermitteln die laufenden Betriebskosten des Zentrums. Damit leisten die Verfasser gleichzeitig einen Beitrag zu der in der Bundesrepublik immer lauter erhobenen politischen Forderung, die betriebliche Ausbildung künftig mehr und mehr durch überbetriebliche Ausbildungsstätten zu ersetzen.
Anhand eines Beraterauftrages über Ausbildungsmaßnahmen in der iranischen Textilindustrie im Rahmen der DeutschenEntwicklungshilfe hatte die Verfasserin während eines fünfwöchigen Iran-Aufenthaltes Gelegenheit, die erstenpolitischen und organisatorischen Entscheidungen und Maßnahmen näher kennenzulernen, die aufgrund des 1970 im Kaiserreich Iran erlassenen Gesetzes über Ausbildungsmaßnahmen in der Industrie (Industrial Training Law) erfolgt sind. Beeindruckend und für europäische Verhältnisse einer näheren Betrachtung durchaus würdig sind die Organisationsstrukturen für die politische Willensbildung, die inhaltliche Festlegung, fachliche und finanzielle Realisierung von Ausbildungsmaßnahmen.
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