Die Wärmebereitstellung befindet sich im Umbruch. Zukünftige Heizsysteme müssen ab 2024 mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Heizungen mit Erdgas und Erdöl sind Auslaufmodelle. Heizungsbau, Gasnetzbetrieb und Klimagewerke spielen für diesen Wandel eine Schlüsselrolle. Von den vielfältigen Möglichkeiten, Raumwärme mit verbesserter CO2-Bilanz zu produzieren, stellt dieser Beitrag die Wärmepumpe und die Verbrennung von Wasserstoff in Heizungen genauer vor und betrachtet mögliche Auswirkungen auf Berufsbilder und Aufgaben der Fachkräfte.
The transition to sustainable heating energy proclaimed by policy makers is putting wind into the sails of an occupation which has long since had a “rock bottom” reputation among young people. The chance to become involved with a diverse range of modern technologies is making the training occupation of plant mechanic for sanitary, heating and air conditioning systems more and more popular and is helping bring about an image shift. This article describes the state-of-the-art and energy-efficient systems being used in technical building equipment plants and also looks at the development in trainee numbers.
Die von der Politik ausgerufene Wärmewende gibt einem Beruf Aufwind, dessen Ruf bei jungen Leuten lange Zeit „im Keller“ war. Der Umgang mit vielfältigen modernen Technologien macht den Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker/- in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik immer attraktiver und fördert seinen Imagewandel. Der Beitrag beschreibt die hochmodernen, energieeffizienten Systeme der technischen Gebäudeausrüstung und geht auf die Entwicklung der Auszubildendenzahlen ein.
Die duale Berufsbildung in Deutschland gilt in der ganzen Welt als vorbildlich. Im eigenen Land verliert sie jedoch an Ansehen. Immer weniger Jugendliche bewerben sich um eine Ausbildung, während die Zahl der Studierenden zugenommen hat. Wie lässt sich diese Entwicklung erklären? Im Folgenden möchte ich auf zwei Ursachen näher eingehen: zum einen auf den Anerkennungsverlust der beruflichen Bildung durch die Erosion des Mittelschichtversprechens infolge der wachsenden Einkommensungleichheit, zum anderen auf die Folgen der Bildungsexpansion und die damit verbundenen wachsenden Statuserwartungen. Das Ansehen der dualen Ausbildung – so das Fazit – kann nicht allein durch bildungspolitische Reformen verbessert werden, sondern muss in eine nachhaltige Aufwertung und höhere gesellschaftliche Anerkennung von Facharbeit eingebettet sein.
Im langfristigen Trend kann in Deutschland eine beträchtliche Zunahme von Studienanfängerinnen und -anfängern beobachtet werden. Der vorliegende Beitrag analysiert den Wert von Berufen, die ein Studium erfordern, im Vergleich zu Berufen, die typischerweise den Abschluss einer Berufsausbildung, eine Aufstiegsfortbildung oder gar keine formale Berufsqualifikation verlangen. Die (Un-)Gleichwertigkeit dieser Berufe wird auf Basis von Lohn und Ansehen untersucht. Beide Dimensionen spielen bei der individuellen Berufswahl und Arbeitsmotivation, aber auch bei betriebsseitigen Stellenbesetzungen eine Rolle.
Mit dem Besuch von Auszubildenden in Schulen, die über ihre Berufe berichten, etabliert sich in Deutschland ein weiteres Instrument der Berufsorientierung. Der Beitrag stellt das Konzept vor und erläutert mit Hilfe der Impression-Management- und Self-to-Prototype-Matching-Theorie seine besonderen Potenziale. Ausbildungsbotschafterbesuche haben demnach nicht nur die Funktion, authentische Informationen zu einem Beruf zu transportieren. Sie liefern den Schülerinnen und Schülern vielmehr auch in identitätspsychologischer Hinsicht wichtige Anhaltspunkte. Anschaulich wird ihnen vor Augen geführt, was das für junge Menschen sind, die Klempner/-innen, Bäcker/-innen oder Kaufleute für E-Commerce werden wollen. Der Beitrag weist abschließend auf eine Studie hin, in der dieser Ansatz näher untersucht werden soll.
Die Anfängerzahlen im dualen System der Berufsbildung sind rückläufig, insbesondere bei Frauen. Vor dem Hintergrund der geschlechtsspezifischen Entwicklungen im Bildungsverhalten untersucht der Beitrag anhand neuerer Forschungsdaten des BIBB, wie angesehen verschiedene Bildungsabschlüsse heute in der Bevölkerung sind. Die Ergebnisse zeigen, dass Männer und Frauen zu teils unterschiedlichen Einschätzungen gelangen – dies gilt auch mit Blick auf das Ansehen der beruflichen Ausbildung.
Das Ausbildungssystem und der Arbeitsmarkt sind in Deutschland beruflich organisiert; der Beruf bestimmt maßgeblich über Einkommens- und Karrierechancen und strukturiert Prozesse der Stellensuche und -besetzung. Berufe genießen in der Bevölkerung ein unterschiedlich hohes Ansehen. Das Ansehen spielt bei der Berufswahl von Jugendlichen und bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen eine Rolle. Der Beitrag stellt erste Befunde aus einer aktuellen BIBB-Studie zum Ansehen der 25 am stärksten besetzten Ausbildungsberufe vor.
Early dissolutions of training contracts have become more and more of a focus for academic studies in recent years. In view of an impending shortage of skilled workers in many sectors, media coverage of the theme has also become much more prevalent. In that context the dominant image is of young people being unwilling and unable to persevere, while terminating a contract is viewed negatively as "dropping out”. The outcomes of the study presented here draw a more nuanced picture: they give insights into the reasons for early contract dissolutions in the skilled crafts sector, and also into young people’s subsequent prospects after having dissolved a contract.
Die Zahl der zum 30.09. unbesetzten Ausbildungsstellen hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht und ist laut BIBB Datenreport 2013 zwischen 2005 und 2012 von 12.600 auf 33.300 gestiegen. Um diesem Trend zu begegnen und mehr junge Menschen für eine duale Berufsausbildung zu gewinnen, haben sich Bundesregierung und Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft 2010 darauf verständigt, den „Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs“ zu verlängern und weitere Anstrengungen zur Imageförderung der dualen Berufsausbildung zu unternehmen. Der Beitrag geht der Frage nach, welche Wirkung diese Maßnahmen entfalten können.
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