ESCO ist ein europäisches Transparenzinstrument, das mit dem Hauptziel entwickelt wurde, die europaweite Vergleichbarkeit und Darstellung von Berufen, Kompetenzen und Qualifikationen zu verbessern. Es bildet eine zentrale Unterstützungsfunktion für das europäische Arbeitsvermittlungsportal EURES. Der Beitrag geht der Frage nach, welche Bedeutung ESCO darüber hinaus für die Berufsbildung hat. In einem Ländervergleich zwischen Deutschland und Irland zeigen sich dabei Unterschiede in der Umsetzung und Bewertung dieses Instruments. Gemeinsamkeiten bestehen dahingehend, dass Nutzungspotenziale und der Nutzen dieses Instruments bislang primär im Bereich des Arbeitsmarkts und weniger im (Berufs-)Bildungsbereich gesehen werden.
Gerade in Wahlkampfzeiten häufen sich die Forderungen nach mehr Investitionen in das Bildungswesen. Dennoch verharren die Bildungsausgaben in Deutschland im internationalen Vergleich auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. In einem Forschungsprojekt an der Universität Konstanz wurde untersucht, wie robust die öffentliche Unterstützung für mehr Bildungsausgaben wirklich ist.
Der Beschluss des Europäischen Parlaments und Rats zur Etablierung des Europäischen Qualifikationsrahmens für Lebenslanges Lernen (EQR) stellt den Mitgliedstaaten anheim, ob und wie sie einen Nationalen Qualifikationsrahmen entwickeln. Länder wie England, Schottland und Irland verfügen seit Jahren über Qualifikationsrahmen, die z. T. auch der Konstruktion des EQR zugrunde lagen. Zur Vorbereitung eines Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) lag es nahe, Erfahrungen der genannten Länder näher zu betrachten. Dies geschah im BIBB-Projekt „Nationale Qualifikationsrahmen in England, Irland, Schottland – Konstruktion, Nutzung, Wirkung“, aus dem hier erste Ergebnisse vorgestellt werden. Der Beitrag richtet den Blick vor allem auf die Verfahren zur Entwicklung und wertet Erfahrungen mit der Umsetzung aus. Daraus werden abschließend Schlussfolgerungen für die Erarbeitung eines DQR gezogen.
Mit Blick auf Entwicklung in anderen Ländern und auf europäischer Ebene wird in dem Beitrag dargestellt, welche Ziele mit der Implementierung von Qualifikationsrahmen verfolgt werden, was Qualifikationsrahmen leisten können und welche Möglichkeiten der Ausgestaltung bestehen. An den Beispielen von Irland, England und Australien wird gezeigt, dass Qualifikationen, verstanden als ein Bündel von Kompetenzen, die Grundeinheit von Qualifikationsrahmen sind, die mit Hilfe von Deskriptoren in einem Mehrebenensystem verortet werden, um Transparenz und Durchlässigkeit innerhalb des gesamten Bildungssystems herzustellen.
Im Rahmen des deutsch-irischen Kooperationsprojekts "Pilot comparison of German and Irish craftsperson qualification - a new approach to transparency of qualifications based on empirical project" wurde ein neuartiger, empirischer Weg zum Vergleich von Ausbildungsstandards eingeschlagen: jungen irischen Elektroinstallateuren und Kraftfahrzeugmechanikern wurde die Möglichkeit zur Teilnahme an einer in englischer Sprache durchgeführten deutschen Gesellenprüfung gegeben. Der Beitrag berichtet über den Ablauf der Prüfungen und die Erfahrungen der irischen Prüfungsteilnehmer mit den schriftlichen und praktischen Prüfungsteilen. Die Evaluierung der Prüfungsdurchführung zeigt, dass es möglich ist, eine deutsche Abschlussprüfung in den genannten Berufen mit relativ geringen Veränderungen in einem anderen Land und in einer anderen Sprache einzusetzen.
Vor drei Jahren begannen acht Jugendliche im Berufsbildungswerk des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands - CJD - e.V. in Dortmund eine Tischlerausbildung. Als Sonderschüler ohne Hauptschulabschluss sollten sie innerhalb des Benachteiligtenprogramms (BNP) mittels eines pädagogischen Sonderprogramms zum Facharbeiterabschluss nach § 48 BBiG geführt werden. Als erste Gruppe aus dem Jugenddorf Dortmund hatten sie die Möglichkeit, im Juni 1992 für drei Wochen im Rahmen des europäischen Berufsbildungsprogramms PETRA nach Irland zu fahren. Durch eine Lernortverlagerung, als integrativer Bestandteil ihrer beruflichen Bildung konzipiert, sollten mittels projektorientierten Arbeitens in der Gruppe unter irischen Arbeitsbedingungen und -standards, mittels Besuchen von nationalen Ausbildungszentren sowie durch das kulturelle Erleben im europäischen Ausland fachliche und überfachliche Qualifikationen erworben werden.
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