Die Kirschblüten auf der Veranstaltungshomepage signalisieren, dass der Frühling unmittelbar bevorsteht, wenn sich vom 17. bis 19. März 2025 Fachvertreter/-innen der Berufs- und Wirtschaftspädagogik in Paderborn zu den 23. Hochschultagen Berufliche Bildung versammeln. Doch nicht nur der Frühling lockt nach Paderborn. Ein prall gefülltes Programm zum hochaktuellen Rahmenthema verspricht anregenden fachlichen Austausch. Schwerpunkte und Highlights benennt Professor Dr. Dietmar Heisler im Interview.
Sowohl die Politikdidaktik als auch die Berufs- und Wirtschaftspädagogik fordern seit Jahrzehnten die Integration des Politisch-Demokratischen in die berufliche Bildung. Auch die Kultusministerkonferenz hebt als Lernziel die Mitgestaltung der Arbeitswelt und Gesellschaft in sozialer, ökonomischer, ökologischer und individueller Verantwortung hervor. Gleichwohl bestehen nach wie vor vielfach Umsetzungsdefizite. Der Beitrag verfolgt das Ziel, das Verhältnis von beruflicher Handlungskompetenz und Demokratiekompetenz konzeptionell zu bestimmen. Anhand von zwei Praxisbeispielen werden das Politische des Beruflichen und didaktisch-methodische Zugänge für die Lernorte aufgezeigt. In der abschließenden Reflexion werden konzeptionelle und bildungspolitische Schlussfolgerungen gezogen und Empfehlungen ausgesprochen.
Die 21. Hochschultage Berufliche Bildung hätten eigentlich im 21. Jahr des 21. Jahrhunderts in Bamberg stattfinden sollen. Doch diesem Dreiklang hat die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zunächst um ein Jahr – auf März 2022 – verschoben, haben sich die Veranstalter Anfang dieses Jahres entschieden, die Hochschultage auf 2023 zu verschieben. Damit die Pause nicht allzu lang wird, findet am 15. September 2021 eine „Virtual Edition“ der Hochschultage statt. Mit dem Bamberger Ausrichter-Team werfen wir einen Blick hinter die Kulissen auf die letzten Vorbereitungen und auf das Programm, das die Teilnehmenden erwartet.
Das Projekt »WEICHENSTELLUNG für Ausbildung und Beruf« greift die Problematik der Arbeitsmarktintegration junger Neuzugewanderter und Geflüchteter auf. Der Beitrag beschreibt Konzeption und praktische Umsetzung des studentischen Mentoringprojekts, in dem Auszubildende zwei Jahre von Studierenden der Wirtschaftspädagogik oder anderer Lehramtsstudiengänge begleitet werden, und skizziert Forschungsperspektiven.
Während sich die Berufs- und Wirtschaftspädagogik noch in den 1970er- und 1980er-Jahren in verschiedenen Forschungsarbeiten der Qualifizierung des betrieblichen Ausbildungspersonals angenommen hat, gibt es dazu kaum empirisch fundierte Arbeiten aus der jüngeren Vergangenheit. Insofern stellt das betriebliche Ausbildungspersonal in der Berufsbildungsforschung aktuell eine »vernachlässigte Gruppe« dar, die nicht nur aus wissenschaftlichen Erkenntnisinteressen, sondern auch aus Fragen der praktischen Gestaltung von Ausbildungsprozessen und Qualifikationsfragen wieder verstärkt in den Blick genommen werden sollte. Dies ist auch das Anliegen der Dissertationsschrift von Kathrin Brünner.
Eine historisch-systematische Forschung, die sich mit dem Professionswissen, den Handlungsstrukturen, den Arbeitssituationen und dem Berufsbewusstsein des betrieblichen Bildungspersonals differenziert beschäftigt, existiert nur in Ansätzen. Dies hängt u. a. damit zusammen, dass die Berufs- und Wirtschaftspädagogik lange Zeit überwiegend Berufswissenschaft der Berufsschullehrkräfte war und das betriebliche Ausbildungspersonal erst seit Erlass des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) zu ihrem Gegenstand gemacht hat. Im Rückblick auf das vergangene Jahrhundert wird im Beitrag verdeutlicht, wie stark die Auffassungen von der betrieblichen Ausbildungstätigkeit vom Menschenbild der jeweiligen Zeit abhängen. Zudem werden Gründe für ein vergleichsweise gering ausgeprägtes professionelles Selbstverständnis des betrieblichen Ausbildungspersonals erörtert. Bei der Beantwortung der Frage, was Berufsausbilder/-innen zukünftig können und demzufolge wissen müssen, gilt es stärker als bisher, Erkenntnisse zu nutzen, welche die berufs- und wirtschaftspädagogische Forschung bereithält.
Mit dem Gesetz zur Reform der Berufsbildung vom 19. Dezember 2008 wird das System der beruflichen Erst- und Weiterbildung in Luxemburg umfassend modernisiert. Zentrale Reformpunkte bestehen in der Ausrichtung der Ausbildung auf eine modulare und kompetenzorientierte Struktur. Das Institut für Wirtschaftspädagogik an der Universität St. Gallen und das BIBB unterstützen und begleiten das Reformprojekt, dessen Implementierung schrittweise bis 2013 geplant ist. Dies umfasst konzeptionelle Entwicklungsarbeiten, das Coaching der curricularen Arbeitsgruppen sowie die Vorbereitung des Lehr- und Ausbildungspersonals. Dieser Beitrag fokussiert auf die beiden zentralen Reformkonzepte Modularisierung und Kompetenzorientierung. Neben dem vertretenen Bedeutungsverständnis wird erläutert, wie die Konzepte bislang in den Ordnungsgrundlagen umgesetzt worden sind.
Die Hochschultage Berufliche Bildung werden seit 1980 im Abstand von zwei Jahren an wechselnden Hochschulstandorten ausgerichtet. Gastgeber der diesjährigen Hochschultage, die vom 23. bis 25. März 2011 zum 16. Mal stattfinden, ist das Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Osnabrück. Im Interview gibt Ausrichter Professor Dr. Thomas Bals einen Einblick in das Programm und einen Vorgeschmack auf Höhepunkte der diesjährigen Veranstaltung.
Die Beschreibung von Kompetenzen und Lernergebnissen in standardisierter Form wird in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik im Kontext von Flexibilisierungsbemühungen der Ausbildung und der Einführung des Europäischen Qualifikationsrahmens diskutiert. Weniger offensichtlich ist, dass auch große Fertigungsbetriebe ein Interesse an transparenten und vergleichbaren Kompetenzstandards zur Systematisierung ihrer Personalentwicklung und Einsatzplanung haben. Der Artikel beschäftigt sich mit der Systematisierung des Kompetenzerwerbs in der Aus- und Weiterbildung sowie der Dokumentation bereits erlangter beruflicher Handlungsfähigkeit mit Hilfe einheitlicher Standards. Die Autoren berichten aus dem Projekt KomBi der Volkswagen Coaching, das sie wissenschaftlich begleiten (2007– 2010).
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