Gender-atypical VET could have the potential to reduce gender segregation on the labour market and to lessen gender-specific inequalities. Nevertheless, studies indicate poorer utilisation prospects of such training qualifications. In order to examine these more closely, this article identifies challenges people face in their later employment trajectory if they opted for training in an occupation dominated by the other gender. The basis is provided by interviews with people who have left their gender-atypical training occupation and on expert interviews.
Geschlechtsuntypische Ausbildungen könnten das Potenzial haben, die Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt abzubauen und geschlechtsspezifische Ungleichheiten zu verringern. Studien deuten jedoch auf schlechtere Verwertungsperspektiven dieser Ausbildungsabschlüsse hin. Um diese näher zu beleuchten, werden im Beitrag Herausforderungen identifiziert, mit denen Personen im weiteren Erwerbsverlauf konfrontiert sind, wenn sie sich für eine Ausbildung in einem vom anderen Geschlecht dominierten Beruf entschieden haben. Grundlage sind Interviews mit Personen, die ihren geschlechtsuntypischen Ausbildungsberuf verlassen haben, sowie Expertinnen- und Experteninterviews.
Eine Ausbildung als Elektroniker/-in ist eine zukunftssichere Entscheidung: In allem, was technisch, elektronisch und automatisch funktioniert, steckt heutzutage auch ein Stück Elektrohandwerk. Elektroniker/-innen sind Profis für Elektrogeräte, intelligente Energie- und Gebäudetechnik sowie Automatisierungslösungen. Auszubildende in diesem Beruf haben die Wahl zwischen zwei Fachrichtungen. Der Steckbrief beschreibt die zentralen Aufgaben und präsentiert aktuelle Zahlen zur Ausbildung.
Die Berichte zum künftigen Fachkräftebedarf in der Pflege überschlagen sich. Neben der Anwerbung von Pflegefachpersonen aus dem Ausland ist die inländische Ausbildung der Grundstein, um den Bedarf an Fachkräften zu decken. Es bilden aber längst nicht alle Betriebe Pflegefachfrauen und -männer aus. Der Beitrag stellt dar, welche Gründe Pflegeeinrichtungen für ihre Ausbildungsabstinenz nennen und was aus ihrer Sicht dennoch für die Ausbildung von Pflegefachfrauen und -männern spricht. Außerdem werden die Einstellungen von nicht ausbildenden und ausbildenden Einrichtungen bezüglich der generalistischen Pflegeausbildung verglichen.
Junge Frauen erzielen im Durchschnitt bessere Schulabschlüsse als junge Männer, doch nutzen sie diesen Bildungsvorteil häufig nicht für die berufliche Karriere. So liegen die durchschnittlichen Einkommen von Frauen – bei z.T. gleichen Tätigkeiten – unter denen ihrer männlichen Kollegen und deutlich seltener sind Frauen in den Führungsetagen deutscher Unternehmen anzutreffen. Helfen Quoten und mehr Förderung, um solche Ungleichheiten im Beschäftigungssystem auszugleichen? Dr. Sigrid Nikutta ist eine der wenigen Frauen, die es an die Spitze eines Weltkonzerns geschafft hat. Im Interview berichtet sie von ihrem Weg dorthin und verrät, was sie antreibt. Zudem macht sie klar, was sie jungen Frauen empfiehlt und wie sie als Vorstandsvorsitzende der DB Cargo Herausforderungen unserer Zeit angeht und die Weichen für Klimaschutz und Vielfalt stellt.
In diesem Beitrag fassen wir aktuelle Forschungsergebnisse zur Bedeutung der Berufsstruktur für die Reproduktion von Geschlechterungleichheiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt zusammen. Dazu präsentieren wir zunächst langfristige Trends der Geschlechtersegregation seit den 1970er-Jahren. Anschließend analysieren wir, ob und wie die Geschlechterzusammensetzung von Berufen und damit verbundene Berufsmerkmale Geschlechterungleichheiten in monetären und nicht-monetären Arbeitsmarkterträgen reproduzieren.
A sharp decline in female participation in the dual vocational system pursuant to the Vocational Training Act (BBiG) or the Crafts and Trades Regulation Code (HwO) has been evident since the start of the 1990s. By 2019, the number of women as a proportion of all trainees had fallen by five percentage points. In the area of responsibility of trade and industry, it was even the case that a decline of just under eight percentage points was recorded. What impact is this having on developments in occupational structure? This article uses the Vocational Education and Training Statistics to illustrate how the ratio of occupations dominated by men or by women has shifted over the past three decades. It also investigates which differences in training success may emerge as a result of such an unequal distribution of the genders.
Seit Beginn der 1990er-Jahre wird ein verstärkter Rückgang der Ausbildungsbeteiligung junger Frauen im dualen System der Berufsausbildung nach BBiG/HwO beobachtet. Bis 2019 sank der Frauenanteil an allen Auszubildenden um mehr als fünf Prozentpunkte, im Zuständigkeitsbereich Industrie und Handel sogar um knapp acht Prozentpunkte. Welche Auswirkungen hat dies auf die berufsstrukturellen Entwicklungen? Im Beitrag wird auf Basis der Berufsbildungsstatistik aufgezeigt, wie sich das Verhältnis der von Männern oder von Frauen dominierten Berufe in den letzten drei Jahrzehnten verschoben hat. Überdies wird geprüft, welche Unterschiede im Ausbildungserfolg sich aus einer solchen Ungleichverteilung der Geschlechter ergeben können.
Die Berufswahl junger Menschen variiert noch immer stark nach Geschlecht. Das bildungspolitische Ziel einer "klischeefreien Berufswahl" und die Gewinnung von Männern wird häufig als eine Lösung mit Blick auf den gestiegenen Fachkräftebedarf in Care-Berufen gesehen. Doch was motiviert junge Männer, eine Ausbildung in mehrheitlich von Frauen angesteuerten Care-Berufen aufzunehmen und welche Bedeutung messen sie geschlechtsbezogenen Zuschreibungen bei? Der Beitrag beleuchtet anhand von Interviews mit Auszubildenden in drei unterschiedlichen Care-Berufen, welche beruflichen Perspektiven sie verfolgen und auf welche Weise sie Aspekte von Geschlecht und Männlichkeit verhandeln. Konstruieren sie womöglich veränderte Konzepte von Männlichkeit?
Frauenberufe bezeichnen Berufe, die einen sehr hohen Frauenanteil aufweisen. Die Löhne in Frauenberufen sind im Durchschnitt geringer als in typischen Männer- oder Mischberufen, in denen Frauen nicht dominieren. Ob sich der durchschnittlich einkommensmindernde Effekt eines Frauenberufs je nach Qualifikationsniveau und je nach fachlicher Ausrichtung des Berufs unterscheidet, wurde jedoch bisher nicht ausreichend beantwortet und stellt den Fokus dieses Beitrags dar. Basierend auf der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 wird erstens untersucht, ob sich die Ausübung eines Frauenberufs unter Erwerbstätigen mit Berufsausbildung gleichermaßen auswirkt wie in der Gesamtheit aller Erwerbstätigen. Zweitens wird mit Fokus auf Erwerbstätige mit Berufsausbildung analysiert, ob alle Frauenberufe gleichermaßen geringere Löhne aufweisen oder Unterschiede in Abhängigkeit von der fachlichen Ausrichtung des ausgeübten Frauenberufs festzustellen sind.
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