Lesen und Schreiben sind ein Schlüssel zur gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe. Im Rahmen des BMBF-Projekts BauliG wurde ein digitales Lernangebot für Auszubildende der Bauwirtschaft entwickelt, um arbeitsorientiert literale Kompetenzen am Lernort der überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) zu fördern.
Im Rahmen des Projekts "Lehrling Online" wurden in Bremen Auszubildende des neugeordneten Berufes "Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik (SHK) nach Ausstattung und Nutzung von Computern/Anwendungen zu Hause und im Ausbildungsbetrieb befragt. Es zeigte sich, daß Berufsschüler, insbesondere die Klientel für die SHK-Ausbildung, wenig Erfahrungen und selbst gesteuerte Voraussetzungen für IT-basierte Techniken mitbringen und in den Handwerksbetrieben der größte Nutzenanteil der Rechner noch im Bereich der Verwaltungsaufgaben liegt.
Im Rahmen zweier Projekte des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurden rund 1.500 Betriebe nach ihrer Ausstattung mit Computern und Netzen sowie deren Nutzung für die Arbeit und die Aus- und Weiterbildung befragt. Festgestellt wurde, dass IuK-Techniken in hohem Umfang in der Arbeit und weniger in der Aus- und Weiterbildung eingesetzt werden. Das Lernen am Arbeitsplatz ist die in Klein- und Mittelbetrieben am meisten praktizierte Lernform, wenn es um den Einsatz von IuK-Technologien im Lernprozess geht. Netze zur lernortübergreifenden Aus- und Weiterbildung werden lediglich von wenigen Großbetrieben genutzt. Insgesamt ist die Einstellung der Befragten zum Einsatz von IuK-Technologien in der beruflichen Bildung, vor allem in Kleinbetrieben, positiv. Vorteile werden vor allem im flexiblen zeitlichen Einsatz, der Unabhängigkeit vom Lernort, der Möglichkeit des selbstgesteuerten Lernens und im Zugriff auf Informationen im Netz gesehen.
Im Modellversuch "Informations- und Kommunikationstechniken in der Betriebsführung des Handwerks" (IKTH) wurde multimediale Lernsoftware als Weiterbildungsmittel für Handwerker entwickelt und erprobt. Angesichts des hohen Aufwands der Entwicklung von Lernsoftware stellt der Beitrag die Frage, ob multimediales Lernen eigentlich mit so vielen Vorteilen gegenüber traditionellen Medien verbunden ist, dass der Aufwand gerechtfertigt erscheint. Eindeutige Vorteile hat das Medium, wenn es um EDV als Lerninhalt geht, darüber hinaus dürfte es gerechtfertigt sein bei der Vermittlung von Wissensinhalten. Probleme gibt es, wenn es beim Lesen um Verstehen, um Individualisierung und um persönliche Fähigkeiten gehen soll. Deshalb sollte man eher einen Medienverbund anstreben, als einseitig auf die Multimedialität von Lernprogrammen zu setzen.
Die folgenden Ergebnisse zur Untersuchung des Qualifikationsbedarfs der im Vertriebsund Verkaufsbereich des PC-Fachhandels beschäftigten Mitarbeiter / -innen entstanden 1990 / 91. Sie beschreiben hier in der gebotenen Kürze zusammenfassend den Bedarf an Qualifikationen dieses Personenkreises im Handel. In einem zweiten Beitrag soll später ein handlungsorientiertes Bildungskonzept mit umfangreichen Medien im Zusammenhang mit einem Modellversuch des BIBB zu dieser Thematik vorgestellt werden. Damit sollen zugleich Möglichkeiten einer zukünftigen bedarfsorientierten Qualifizierung diskutiert und beschrieben werden.
Von einer generellen Technikfeindlichkeit kann bei der heutigen Jugend nicht gesprochen werden. Die Jugendlichen stehen den neuen Technologien (insbesondere der Datenverarbeitung) grundsätzlich positiv gegenüber. Dies gilt insbesondere, wenn sie schon einmal mit Computern zu tun hatten. Allerdings findet sich auch keine "blinde" Computerbegeisterung - was manche "Fortschrittsideologen" zu düsteren Zukunftsperspektiven für unsere Wirtschaft veranlaßt. Weder "Chip-Chip: Hurra!" noch "Chips: Nein, danke!" charaktarisiert die Einstellung der Jugend, sondern eher ein besonnenes "Chip-Chip: Nun ja!". Damit wird zum Ausdruck gebracht, daß bei den akzeptierten neuen Technologien auch die möglichen negativen Folgen - insbesondere der damit verbundenen Rationalisierung - gesehen werden.
Die EDV ist ein zentraler Faktor für den Wandel der kaufmännisch-verwaltenden Berufstätigkeiten. Zu deutlichen Veränderungen scheint es dabei weniger im arbeitsinhaltlichen Bereich als vielmehr in wesentlichen Merkmalen der Arbeitssituation der Beschäftigten zu kommen. Während der Kernbestand fachlicher Tätigkeiten und Kenntnisse der kaufmännischen und verwaltenden Berufe offensichtlich nicht an Bedeutung verliert und von EDV-spezifischen Tätigkeiten und Qualifikationen nicht abgelöst, sondern lediglich ergänzt wird, ist insbesondere im Bereich der Arbeitsbelastungen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen festzustellen. Dies ist jedoch nicht als unmittelbare Folge der Datentechnik zu interpretieren, sondern vielmehr Ausdruck der Form, in der die Technik eingesetzt und die Arbeitsorganisation gestaltet wird.
Die Informationstechnik durchdringt den kaufmännischen und verwaltenden Bereich immer umfassender und löst dort Veränderungen der Angestelltentätigkeiten und Qualifikationsanforderungen aus. Der Frage, wie sich der technisch-organisatorische Wandel in Büro und Verwaltung auf die Berufsausbildung auswirkt bzw. welche Veränderungen der. Ausbildung die Betriebe für notwendig erachten, ist das BIBB in einer schriftlichen Befragung von Betrieben unterschiedlicher Branchen nachgegangen. Wie erste Auswertungen zeigen, hat die lnformationstechnik nur in etwa einem Drittel der Ausbildungsbetriebe zu organisatorischen Veränderungen der Ausbildung geführt. Wesentlich erscheint es den meisten Betrieben, in der Ausbildung Grundlagenkenntnisse der EDV zu vermitteln, wobei diese Aufgabe nach (überwiegender) Auffassung der Betriebe durch die Berufsschule wahrgenommen werden soll.
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