Im OECD-Bericht "Education at a Glance" (Bildung auf einen Blick) von 2004 weisen - basierend auf dem Mikrozensus 2002 - Erwerbspersonen mit dualer Berufsausbildung in allen Altersgruppe höhere Erwerbslosenraten auf als Erwerbspersonen mit einem Berufsfachschulabschluss (je nach Altersgruppe +2 Prozent bzw. +3 Prozent) Wie sind diese Unterschiede zu erklären? Sind sie auf die unterschiedlichen Ausbildungssysteme zurückzuführen, oder werden Personen verglichen, die sich systematisch in arbeitsmarktrelevanten Merkmalen unterscheiden? Mit der vereinfachten Zulassung von Berufsfachschulabsolventen zur Kammerprüfung sind nach dem neuen Berufsbildungsgesetz diese Fragen von besonderem Interesse. Auf Basis des Mikrozensus 2003 wird in dem Beitrag aufgezeigt, wie sich Absolventen der unterschiedlichen Systeme (duales System, Berufsfachschulen) hinsichtlich ihrer Erwerbschancen unterscheiden, wenn vergleichbare Bedingungen geschaffen werden. Die Analysen geben keine Hinweise darauf, dass es systematische Unterschiede im Erwerbslosigkeitsrisiko zwischen Absolventen einer dualen Berufsausbildung und vollqualifizierender BFS gibt, die auf die spezifische Form der Ausbildung (Schule vs. Betrieb) zurückzuführen sind. Auf den ersten Blick vermeintlich erkennbare Unterschiede beruhen auf Selektivitätseffekten: unterschiedliche Bildungsniveaus und unterschiedliche Berufsbereiche sowie Ost/West-Unterschiede, die das Arbeitsmarktrisiko maßgeblich beeinflussen.
Im Rahmen des BIBB-Modellversuchs wurden Frauen erfolgreich zu Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerinnen umgeschult. Das Konzept der Umschulung orientiert sich an der in den alten Bundesländern durchgeführten Modellversuchsreihe zur beruflichen Qualifizierung von Erwachsenen, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben und ein besonderes Arbeitsmarktrisiko tragen. Der Beitrag stellt die wichtigsten Ergebnisse des Modellversuchs dar.
Die Eingliederung von Ausländern ist durch die Probleme des Einigungsprozesses in den Hintergrund getreten. Überdeckt wird diese Thematik auch durch die Diskussion über die Eingliederung von deutschstämmigen Aussiedlern aus Ost- und Südosteuropa. Der Beitrag knüpft an die Diskussion um die Aus- und Fortbildung ausländischer Arbeitnehmer an. Anlaß dafür ist der Abschluß zweier Modellversuche zur beruflichen Qualifizierung von Ausländern, die im Rahmen der Modellversuchsreihe zur beruflichen Qualifizierung von Erwachsenen, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben und ein besonderes Arbeitsmarktrisiko tragen, durchgeführt worden sind.
Am 24. und 25.10.1991 fand im BIBB eine Fachtagung der Modellversuchsreihe "Berufliche Qualifizierung von Erwachsenen, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben und ein besonderes Arbeitsmarktrisiko tragen" statt. An der Tagung, die unter dem Thema stand "Umschulung - ein Weg zur Verbesserung der beruflichen Situation von Frauen'?", nahmen die Projektleiter und -Ieiterinnen sowie die wissenschaftlichen Begleitpersonen der frauenspezifischen Modellversuche teil.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung führt seit 1984 im Auftrag des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft die Modellversuchsreihe "Zur beruflichen Qualifizierung von Erwachsenen, die keine abgeschlossene Berufsbildung haben und ein besonderes Arbeitsmarktrisiko tragen" durch. Hinsichtlich der Akzeptanz durch die Bildungsträger und des Teilnahmeerfolgs wurden aufgrund der besonderen Anlage und Ausstattung der einzelnen Modellversuche bisher durchweg positive Ergebnisse erzielt. Neben der Veröffentlichung dieser Modellversuchsergebnisse in bisher 26 erschienenen Berichten hat das Bundesinstitut in Kooperation mit den Maßnahmeträgern zur Planung und Durchführung entsprechender Weiterbildungsmaßnahmen folgende Empfehlungen erarbeitet.
Im Rahmen der Modellversuchsreihe des BMBW "zur beruflichen Qualifizierung von Erwachsenen, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben und ein besonderes Arbeitsmarktrisiko tragen", führt die Thyssen Edelstahlwerke AG, Magnetfabrik Dortmund, seit April 1986 einen Einzelversuch durch. Dieser wird zu 75 Prozent aus Mitteln des BMBW und mit 25 Prozent Eigenanteil des Durchführungsträgers gefördert. Gegenstand der Förderung sind die Maßnahmen, die zusätzlich zu den nach dem AFG geförderten Regelmaßnahmen erforderlich sind. Der Modellversuch wird in enger Kooperation mit dem Dortmunder Arbeitsamt durchgeführt, vom Bundesinstitut für Berufsbildung fachlich und von der Universität - Gesamtschule - Essen wissenschaftlich begleitet.
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