Der Weg zur Arbeit und damit empfundene Belastungen haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten. Sofern dies auch für Auszubildende zutrifft, stellt sich die Frage, ob jene, die eine größere Distanz zu ihrem Ausbildungsbetrieb zurücklegen müssen, eher geneigt sind, ihren Ausbildungsvertrag vorzeitig zu lösen, als junge Menschen die ihre Ausbildungsstelle am Wohnort haben. Im Beitrag wird auf Basis der Berufsbildungsstatistik dieser Frage nachgegangen.
Als zentraler Bestandteil des Gesundheitssystems haben Medizinische Fachangestellte (MFA) insbesondere in der aktuellen Pandemiesituation eine hohe Systemrelevanz. Auszubildende für diesen Beruf zu gewinnen und langfristig zu halten, ist folglich ein wichtiges gesellschaftliches Ziel. Anhand von Daten einer Online-Umfrage wird in diesem Beitrag beleuchtet, welche konkreten Belastungen sich für diese Zielgruppe während der Ausnahmesituation der Corona-Pandemie ergeben und welche Rolle sie für die Arbeitszufriedenheit der Auszubildenden spielen.
Defizite in der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Pflegepersonal und Ärzten/Ärztinnen haben einen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und Qualität der Patientenversorgung. Um bereits in der Ausbildung besser auf die Zusammenarbeit vorbereitet zu werden, wurde ein interprofessionelles Lernangebot entwickelt, bei dem die Frage im Vordergrund steht: Kann ein gemeinsames Seminar dazu beitragen, die interprofessionelle Kommunikation zwischen Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schülern und Medizinstudierenden zu fördern? Im Beitrag werden das Konzept und erste Umsetzungserfahrungen vorgestellt und reflektiert.
Ein wesentlicher Grund für den Beschäftigtenabbau in Großbetrieben wird in der abnehmenden Effizienz großbetrieblicher Strukturen gesehen. Sie wird in dieser Studie auf die geringere Zufriedenheit der Beschäftigten zurückgeführt. Untersucht werden verschiedene Aspekte von Berufsausbildung und Erwerbstätigkeit (Bildungsabschluss, Qualifikationsverwertung, Arbeitsteilung, Aufstiegschancen und Verdienstmöglichkeiten) in Abhängigkeit von der Betriebsgröße. Dabei stützt sich die Untersuchung besonders auf die subjektive Zufriedenheit der Erwerbstätigen: Mit steigender Betriebsgröße fällt die Zufriedenheit hinsichtlich beinah aller erfragten Aspekte der Berufstätigkeit (Aufstiegsmöglichkeiten, Betriebsklima, Art und Inhalt der Tätigkeit, Arbeitsbelastung, Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten anzuwenden) zum Teil beträchtlich. Die für Kleinbetriebe typische hohe Verwertbarkeit und Zufriedenheit weisen auf eine größere Übereinstimmung von erworbener beruflicher Identität und betrieblichen Anforderungen hin. Mit der Arbeitszufriedenheit sinkt dagegen in den Großbetrieben auch die Arbeitsmotivation und damit die Arbeitseffizienz. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, versuchen Großbetriebe, angetrieben durch den verschärften Wettbewerb und unterstützt durch die gewachsenen schulischen und beruflichen Qualifikationen der Erwerbstätigen, die Produktivität durch den Abbau der Arbeitsteilung zu fördern. Daraus folgen ein abnehmender Anteil von Erwerbstätigen in Großbetrieben sowie der Rückzug von Großunternehmen aus der Berufsausbildung.
Dargestellt werden ausgewählte Ergebnisse einer Befragung von Ausbildern in Klein- und Mittelbetrieben des Handwerks, die 1994 im Bundesland Oberösterreich im Rahmen eines universitären Projektseminars durchgeführt wurde. Die Befragung erfolgte mittels standardisierter Interviews. An einer Stichprobe von 227 nebenberuflichen Ausbildern wurden Daten über deren Arbeits- und Berufssituation erhoben, wobei sich die Fragestellungen der Studie im besonderen auf Rollenverständnis, Zufriedenheit, Motivations- und Frustrationsauslöser, Qualifikation und Selbstbild konzentrierten.
Im Rahmen der BIBB/IAB-Erhebung 1991/92 wurden auch die Personen erfaßt, zu deren Aufgaben die Ausbildung von Lehrlingen gehört. Ihre Erwerbssituation wird untersucht und mit den Angaben der übrigen Befragten verglichen. Rund 5,3 Millionen Erwerbstätige beteiligen sich an der Qualifizierung von Auszubildenden. Die überwiegend männlichen Ausbilder sind schulisch und beruflich deutlich besser qualifiziert als Nichtausbilder und interessieren sich stärker für Weiterbildungsmaßnahmen. Ihre Arbeitsbedingungen sind tendenziell härter, die an sie gestellten Arbeitsanforderungen vielseitiger als die anderer Arbeitnehmer, und ihre wöchentliche Arbeitszeit ist überdurchschnittlich hoch. Trotzdem äußern sich Ausbilder deutlich zufriedener über ihre Tätigkeit.
Welche Merkmale der Arbeit sind für das "Erfahrungslernen" während der Ausbildung am Arbeitsplatz besonders wichtig? Welche Bedeutung haben Problemhaltigkeit, Handlungsspielraum und Abwechslungsreichtum der Arbeit für die Handlungsweise der Jugendlichen bei der Arbeit? Besteht ein Zusammenhang zwischen Handeln und Arbeitszufriedenheit? Wie wirkt sich die Länge der Arbeitserfahrung auf die Handlungsweise und die Arbeitsleistung aus? Wie funktioniert das Zusammenspiel von Arbeit, Persönlichkeit, Handeln, Leistung und Erfahrung während der arbeitsplatzgebundenen Ausbildung? Vor dem Hintergrund dieser Fragen wird über einige Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "Einfluß typischer Merkmale der Ausbildung am Arbeitsplatz auf das berufliche Lernen" berichtet.
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