23 Prozent aller Lehrlinge (97.800 Jugendliche) in Ostdeutschland wurden im Jahr 1999 ausserbetrieblich ausgebildet. Dieser Anteil lag in den alten Ländern bei nur 4 Prozent (52.200 Jugendliche). Im Jahr 2000 stieg der Anteil der ausserbetrieblichen Lehrlinge in Ostdeutschland sogar auf knapp 26 Prozent. Analysen auf der Basis der Beschäftigtenstatistik der Bundesanstalt für Arbeit und der Erhebung des BIBB zum Umfang ausserbetrieblicher Lehrstellen nach Ländern zeigen indes ein dem Westen vergleichbares, in Teilen sogar überdurchschnittliches Ausbildungsengagement der ostdeutschen Wirtschaft. Die Daten entkräften das Argument, die ostdeutschen Betriebe seien nicht im erforderlichen Masse bereit, sich an der beruflichen Erstausbildung zu beteiligen und überliessen diese Aufgabe dem Staat. Erklärungsansätze bieten Nachfrage-, Betriebs- und Beschäftigtenfaktoren. Insgesamt wird aus der Analyse deutlich, dass der Ausbildungsstellenmarkt in den neuen Ländern mit seinem Zusammenspiel zwischen Nachfrage und Angebot besser funktioniert als bisher vermutet und die Programme zur Förderung der betrieblichen Ausbildung in Ostdeutschland erfolgreicher verlaufen sind als angenommen. Jedoch wird ausserbetriebliche Ausbildung weiterhin einige Jahre auf hohem Niveau erforderlich sein.
In dem Beitrag wird die Angebotsentwicklung auf dem Lehrstellenmarkt im Zehnjahreszeitraum von 1985 bis 1995 analysiert. Als zentrales Ergebnis wird festgehalten, "dass der Anteil der Ausbildungsbetriebe an der Gesamtzahl aller Betriebe im Beobachtungszeitraum von einem Drittel auf knapp ein Viertel gesunken ist. Gleichzeitig ist auch der Anteil der Auszubildenden an den Beschäftigten von knapp neun auf etwas mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Parallel dazu hat sich die betriebliche Ausbildung von einer kleinbetrieblichen hin zu einer mehr großbetrieblich orientierten Ausbildung entwickelt." Während im gewerblichen Sektor die zurückgehende Ausbildungsbereitschaft durch die rückläufigen Beschäftigtenzahlen erklärbar ist, hat der Dienstleistungssektor trotz beträchtlicher Beschäftigungszuwächse in den letzten Jahren sein Ausbildungsengagement vermindert. Die Analyse zeigt insgesamt, dass entgegen der weitverbreiteten Auffassung zwischen Beschäftigungssystem und dem System der betrieblichen Ausbildung keine linearen Interdependenzbeziehungen bestehen.
Analysiert werden zwei Datenquellen, die der Beurteilung der Ausbildungsbeteiligung von Betrieben in der Bundesrepublik zugrunde liegen: die Arbeitsstättenzählung (vom 25.05.1987) und die periodische Beschäftigtenstatistik. In beiden Statistiken werden als Ausbildungsbetriebe diejenigen erfaßt, die zum Meldezeitpunkt Auszubildende beschäftigen. Ein Vergleich der beiden Quellen ergibt eine nahezu gleich große Zahl von Auszubildenden, aber eine höhere Zahl der Ausbildungsbetriebe nach der Arbeitsstättenzählung. Der Beitrag erläutert die abweichenden Zahlenwerte und nennt Gründe für die rückläufige Ausbildungsbeteiligung der Betriebe.
Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge und das Ausbildungsplatzangebot geraten wegen der ständigen Abweichungen immer wieder in die Diskussion. Es stellt sich die Frage, warum so viele Jugendliche keinen Ausbildungsplatz bekommen, obwohl die betrieblichen Ausbildungsleistungen in den achtziger Jahren erheblich gesteigert wurden. Im Artikel werden die Gründe hierfür erläutert und die betriebliche Ausbildungsbereitschaft im Spiegel der Beschäftigtenstatistik analysiert.
Der vorliegende Artikel befaßt sich mit den quantitativen Entwicklungstendenzen der Beschäftigung in kaufmännischen und administrativen Berufen. Dargestellt wird, wie sich der Beschäftigungsumfang in diesen Berufen in den letzten 30 Jahren veränderte, welche Tätigkeiten in den Berufen derzeit anfallen und mit welchen technischen Hilfsmitteln dort gearbeitet wird; gezeigt wird ferner, welche quantitativen Beschäftigungseffekte die Technisierung der Arbeit bisher nach sich zog, und wie sich die künftige Beschäftigungsentwicklung - glaubt man den jüngsten Prognosen - darstellen wird.
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