Ziel eines neuen längsschnittlich angelegten Kooperationsprojekts zwischen dem BIBB und der Abteilung Berufs-, Wirtschafts- und Technikpädagogik der Universität Stuttgart (BWT) ist es, Zusammenhänge zwischen Ausbildungsbedingungen und Ausbildungsergebnissen in den Berufen Mechatroniker/-in und Fachinformatiker/-in zu untersuchen. Im Fokus steht hierbei die Messung von Fachkompetenz als Ausbildungsergebnis und bedeutender Aspekt beruflicher Handlungskompetenz. Darüber hinaus werden Informationen zu den Bedingungen, die den Ausbildungsprozess beeinflussen können, erhoben und die Beziehungen zur Entwicklung der Fachkompetenz systematisch untersucht. Im Beitrag werden die zwei Schlüsselkonzepte 'Qualität' und 'Kompetenz' erläutert, und das geplante Forschungsprojekt wird skizziert.
Um die Attraktivität der Ausbildung im Handwerk wieder zu erhöhen, sind Veränderungen in der Struktur der Ausbildung und der Qualifikation des Ausbildungspersonals erforderlich. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Ausbildungsbedingungen im Bauhandwerk. Teilnehmer an einer Vorbereitung zur Meisterprüfung wurden zu ihren Erfahrungen als ausbildende Gesellen in Klein- und Mittelbetrieben befragt.
Der Beitrag gibt einen Überblick über charakteristische Lern- und Arbeitserfahrungen von angehenden Arzthelferinnen mit dem Ziel, Hinweise und Anregungen für die Ausbildungspraxis und die Verbesserung der Rahmenbedingungen zu erhalten. Untersucht wurde, wie sich die betrieblichen Ausbildungsbedingungen unter den veränderten Qualifikationsanforderungen darstellen. Grundlage der Ausführungen sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Auszubildenden aus 15 zahlenmäßig bedeutenden Ausbildungsberufen, darunter Arzthelferinnen. Die Ausführungen beziehen sich auf die Integration der Auszubildenden in den Arbeitsprozess, betriebliche Unterweisungsformen, die Gestaltung der Ausbildung und das soziale Klima, die Anforderungen der Betriebe an die Auszubildenden und die beruflichen Pläne der Arzthelferinnen im Anschluss an die Ausbildung.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat den gesetzlichen Auftrag, die Bildungstechnologie durch Forschung zu fördern. Unter Bildungstechnologie sind in diesem Zusammenhang Lehr- / Lernmittel für die betriebliche Berufsausbildung zu verstehen. Die vom Bundesinstitut entwickelten Ausbildungsmittel sollen zum Aufbau einer beruflichen Handlungsfähigkeit und zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Auszubildenden beitragen. Die Bildungstechnologieforschung beobachtet und analysiert die technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation und die Ausbildungsbedingungen. Die ermittelten für die berufliche Bildung bedeutsamen Inhalte werden didaktisch aufbereitet und in eine für den Lehr-/ Lernprozeß geeignete Form umgesetzt. Die Ergebnisse fließen in beispielhaft entwickelte Ausbildungsmittel ein, die unmittelbar in der praktischen Berufsausbildung eingesetzt werden können. Bedingt durch die Veränderungen der Rahmenbedingungen unterliegen auch die Ausbildungsmittel einer ständigen Weiterentwicklung. Dabei ist bezogen auf die Konzeption abzusehen, daß es zukünftig nicht darauf ankommt, den bestehenden Ausbildungsmitteln weitere "Fertigkeitsübungen" hinzuzufügen als vielmehr berufliche Handlungsfähigkeit durch didaktisch-methodische Maßnahmen zu erzielen. Eine detaillierte Untersuchung hat ergeben, daß die in den neuen Ausbildungsverordnungen genannten Fertigkeiten manueller Arbeitstechniken im wesentlichen Gegenstand der berufsfeldbreiten Grundbildung sind. Die Förderung der beruflichen Handlungsfähigkeit und übergeordneter Qualifikationen gewinnt dagegen während der gesamten Ausbildung zunehmend an Bedeutung. Hierzu Unterlagen zu entwickeln, wird den Schwerpunkt zukünftiger Arbeit in der Medienentwicklung bilden.
In dem Beitrag werden Überlegungen zu einer neuen Form beruflicher Grundbildung im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung vorgestellt, die die Diskrepanzen zwischen Zielsetzung und Realität des schulischen Berufsgrundbildungsjahres, die Ausbildungsbedingungen im kaufmännisch-verwaltenden Bereich und absehbare technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigt.
Im Rahmen der Forschungsarbeiten des Bundesinstituts für Berufsbildung zur Weiterbildung von Ausbildern sind in den vergangenen Monaten zahlreiche Expertengespräche zu Qualifizierungsproblemen in der Berufsausbildung durchgeführt und einschlägige Modellversuche ausgewertet worden. Diese Untersuchungen orientieren sich zu einem Teil am Ausbildungsberuf Industriekaufmann/Industriekauffrau. Im folgenden Beitrag sollen hierzu Probleme aus dem Spannungsverhältnis zwischen neuen Anforderungen und - teilweise - noch nicht angepaßten Ausbildungsbedingungen aufgedeckt werden. Lösungsansätze aus der Praxis schließen sich an und werden auf ihre Konsequenzen untersucht.
Die Schaffung geigneter Ausbildungsmöglichkeiten für Behinderte ist ein ständiger Diskussionspunkt der Bildungspolitik. Im Mittelpunkt der Erörterung steht der § 48 BBiG. Im Rahmen dieser Problemstellung beteiligte sich das Bundesinstitut für Berufsbildung intensiv an der praktischen Umsetzung der gegebenen gesetzlichen Möglichkeiten. Das Wirkungsfeld reichte von der Entwicklung bundeseinheitlicher Ausbildungsgänge bis hin zur Empfehlung behinderungsbedingter Prüfungsmodifikationen. Eine weitere Möglichkeit der Anpassung der Ausbildungsbedingungen an die besonderen Belange Behinderter wird in der Abweichung von der Ausbildungsordnung im Einzelfall gesehen. Diese Möglichkeit wird im folgenden Beitrag zur Diskussion gestellt.
Welche wirtschaftlichen Ereignisse des Jahres 1983 in die Annalen eingehen werden, weiß man heute noch nicht. Zwei "Nachkriegsrekorde" ragen aber wegen ihrer scheinbaren Widersprüchlichkeit besonders heraus: die bisherige Höchstzahl von Arbeitslosen und die von neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Verknüpft man die beiden Ereignisse miteinander, so entsteht der Eindruck von einer Ausbildung über den Bedarf. Um sich über das Verhältnis von Ausbildung und Fachkräftebedarf ein ausgewogenes Urteil bilden zu können, braucht man allerdings einen längeren Zeithorizontals einige wenige Jahre.
Wir versuchen hier zu zeigen, daß die Integration einer neuen Gruppe von Auszubildenden in eine durch viele Traditionen bestimmte Ausbildung die Gestaltung und Durchführung der Ausbildung "in Frage stellt", und zwar von beiden Seiten, die an diesem Prozeß beteiligt sind: von den Ausbildenden, die auf eine neue Gruppe reagieren müssen, und von seiten der weiblichen Auszubildenden, die sich mit vorgegebenen Strukturen und Anforderungen auseinandersetzen müssen, die dadurch bestimmt sind, daß bislang ausschließlich männliche Jugendliche ausgebildet werden, und die auf eine männergeprägte Facharbeiterwelt vorbereiten.
Von den gegenwärtigen Engpaßbedingungen im Ausbildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt sind lerngestörte und lernbehinderte Jugendliche besonders betroffen: Sie haben im Vergleich - zu anderen Schulabgängern wesentlich geringere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten, brechen häufiger eine Ausbildung ab und sind unter den Arbeitslosen überrepräsentiert. Unter bildungs-, arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Gesichtspunkten kommt es deshalb vor allem darauf an, die verschiedenen berufsvorbereitenden und berufsbildenden Maßnahmen zielgruppengerecht entsprechend den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen dieser Schulabgänger zu verbessern und aufeinander abzustimmen, vorrangig niit dem Ziel, möglichst viele Jugendliche zum Abschluß in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu führen.
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