Angesichts des Lehrkräftemangels in gewerblich-technischen Fachrichtungen im berufsbildenden Bereich gilt es, die Ausbildung des entsprechenden Lehrpersonals zu fördern. Der Beitrag stellt ein kooperatives Studienangebot zwischen Universität und Fachhochschulen für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in der Fachrichtung Ingenieurpädagogik vor und geht der Frage nach, wie das Studiencommitment und die soziale Integration der Studierenden in diesem Kooperationsangebot durch ein Blended Learning-Konzept gefördert werden können.
Mit der zweijährigen beruflichen Grundbildung mit Berufsattest (EBA) wurde das Berufsbildungssystem in der Schweiz durch ein Bildungsangebot ergänzt, das die berufliche Integration verbessern und gleichzeitig niederschwellig sein soll. In einer Befragung zeigt sich jedoch, dass die Mehrheit der EBA-Lernenden – insbesondere aus sonderschulischen Settings oder mit Migrationshintergrund – nicht direkt in die Ausbildung einsteigt, sondern zuvor Brückenangebote nutzt. Im Beitrag werden diese Übergangsphasen beschrieben und untersucht, welche Gruppen von Jugendlichen verzögert in die Ausbildung einsteigen und wie sich dies auf ihre Erfahrungen zu Beginn der Ausbildung auswirkt.
Die Integration geflüchteter Menschen in die berufliche Bildung war für den Hauptausschuss zentrales Thema der Beratungen. Außerdem verabschiedete er unter Vorsitz von Elke Hannack, DGB, vier Empfehlungen. Neben einer Empfehlung zur Eignung von Ausbildungsstätten handelt es sich dabei um eine Empfehlung zur Gleichstellung von Zeugnissen vollzeitschulischer Ausbildungsgänge, eine Empfehlung zum Zeugnismuster bei Fortbildungsabschlüssen und eine Empfehlung für eine Ausbildungsregelung für Menschen mit Behinderung gemäß § 66 BBiG, § 42m HwO Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Industriemechanik. Weiteres zentrales Thema der Sitzung war die aktuelle Ausbildungsstellensituation.
Die Situation der Flüchtlinge in Deutschland hängt in entscheidendem Maß von ihrer Integration in Bildung und Beschäftigung ab. Die hierzu geschaffenen rechtlichen, finanziellen und institutionellen Rahmenbedingungen gilt es nun mit Leben zu füllen. Welche Anforderungen stellen sich vor diesem Hintergrund an Institutionen und Akteure der Berufsbildung? Und welchen Beitrag können sie leisten, damit Flüchtlinge entsprechend ihren schulischen und beruflichen Qualifikationen gefördert und in die Gesellschaft integriert werden? Hierzu bietet die BWP-Ausgabe Hintergrundinformationen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis.
Mit dualen Studiengängen wurde ein sowohl wissenschaftsbezogenes als auch berufspraktisch qualifizierendes Bildungsangebot geschaffen. Durch die Kopplung von Kompetenzerwerb in hochschulischen und betriebspraktischen Kontexten soll der Lerntransfer unterstützt und damit ein Vorteil gegenüber rein akademischen oder rein berufspraktischen Ausbildungsformen erreicht werden. Allerdings fehlen eindeutige Kriterien, anhand derer sich diese Dualität beschreiben lässt. Der Beitrag stellt unterschiedliche Zugänge vor und plädiert abschließend dafür, zukünftig die inhaltliche Verzahnung von Lernphasen und -inhalten in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen.
Der Kenntnis- und Forschungsstand zur Lebenssituation und gesellschaftlichen Integration funktionaler Analphabetinnen und Analphabeten in Deutschland ist sehr gering. Dies betrifft auch Fragen der schulischen Sozialisation und beruflichen Integration. Auf der Grundlage erster Befragungen, die im Rahmen des Projekts AlphaPanel durchgeführt wurden, werden im Beitrag die schulischen und beruflichen Wege nachgezeichnet, die funktionale Analphabetinnen und Analphabeten vor dem Beginn eines Alphabetisierungskurses gegangen sind. Dabei werden besonders der Übergang in die berufliche Ausbildung und die Integration in den Arbeitsmarkt fokussiert. Die Ergebnisse belegen, dass zwar ein Großteil der Befragten einer Erwerbstätigkeit nachgeht, allerdings meist in Aushilfs- und Anlernberufen. Daher ist ein zentrales Motiv für die Teilnahme an einem Alphabetisierungskurs das Ziel, die berufliche Situation zu verbessern.
Im Oktober 2008 haben acht deutsche Stiftungen den Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration gegründet. Ein für drei Jahre berufenes unabhängiges wissenschaftliches Expertengremium soll Entscheidungen und Folgen von Integration, Zu- und Abwanderung einschätzen und dazu die Politik des Bundes, der Länder und Gemeinden beraten. Vorsitzender des Sachverständigenrats ist der renommierte Migrationsforscher und Politikberater Prof. Dr. Klaus J. Bade
Eine duale Berufsausbildung hat für viele Jugendliche den Vorzug, dass sich hierüber grundlegende Ziele einer beruflich-sozialen Integration sowie auch berufsinhaltliche Interessen realisieren lassen. Bei weiterreichenden Erwartungen z.B. hinsichtlich der Aufstiegsperspektiven oder flexibler Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Berufsbiographie ist das duale System offensichtlich weniger attraktiv. Die hier vorgestellten Befragungsergebnisse zeigen, dass die Perspektiven zur Realisierung der beruflichen Zielvorstellungen von Jugendlichen im Anschluss an eine duale Ausbildung verbessert werden müssen, wenn eine betriebliche Berufsausbildung für Schulabgänger/-innen auch längerfristig noch attraktiv bleiben soll.
Der Beitrag basiert auf einer repräsentativen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung über die Bildungs- und Lebenssituation junger Ausländer, die 1989 in der Bundesrepublik durchgeführt wurde. Schwerpunkte der Befragung waren neben dem Bildungsverhalten, der schulischen und beruflichen Bildung sowie der beruflichen Integration Fragen der Familien- und Wohnsituation, der Freizeitgestaltung und Aufenthaltsorientierung sowie der Befindlichkeit junger Menschen ausländischer Herkunft in der Bundesrepublik. Der Beitrag stellt dar, wie die Betroffenen Ausländerfeindlichkeit und Diskrimierung erleben und welche Folgen die wahrgenommene und erlebte Diskriminierung für ihr Leben in Deutschland hat. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Wohlbefinden der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausländischer Herkunft seit dem Fall der Mauer erheblich zurückgegegangen ist.
Der Gesprächskreis hat Vorschläge erarbeitet, wie nach der rechtlichen nun die faktische Gleichstellung der ausländischen Kinder und Jugendlichen innerhalb unseres Bildungs- und Ausbildungssystems soweit wie möglich zu fördern ist. Die ausländischen Kinder sollen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und bei der Verwirklichung ihrer Bildungsziele nicht hinter den deutschen zurückstehen. Sie sollen in der Regel dieselben Bildungseinrichtungen besuchen. Kindergarten und Schule sollten durch Lehrplan, Bücher und Methoden darauf Rücksicht nehmen, daß diese 'Kinder zweisprachig aufwachsen und zwei Kulturen angehören.
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