Seit der Novellierung des Pflegeberufegesetzes sind Praxisanleitende zu einer jährlichen Pflichtfortbildung angehalten. Hierbei handelt es sich um 24 Stunden pro Jahr, in denen sie sich mit aktuellen pflegefachlichen oder pädagogischen Themen befassen sollen. Die positive Wirkung dieser verpflichtenden Fortbildung für die Praxisanleitung kann sich jedoch nur entfalten, wenn die Fortbildungsinhalte und die -bedarfe kongruent sind. Daraus resultiert die zentrale Frage, welche Fortbildungsbedarfe bei Praxisanleitenden in der Pflege vorliegen. Im BMBF-geförderten Projekt LimCare wird dieser Frage nachgegangen. Ausgewählte Ergebnisse werden in diesem Beitrag vorgestellt.
Das Ausbildungspersonal am Lernort Betrieb nimmt eine Schlüsselrolle bei der Qualifizierung von Nachwuchskräften ein. Trotz seiner Systemrelevanz gibt es große Lücken im Hinblick auf die statistischen Informationen zu dieser Gruppe. Der Beitrag geht auf die vorhandenen Daten ein und zeigt Wege auf, wie die Datengrundlage verbessert werden könnte.
Aufgabe der Ausbilder/-innen ist es, den Fachkräftenachwuchs für den digitalen Wandel fit zu machen. Weiterbildung hilft ihnen dabei, diese Aufgabe zu meistern. Das NETZWERK Q 4.0, ein BMBF-gefördertes Projekt, das vom Institut der deutschen Wirtschaft in enger Zusammenarbeit mit 13 Bildungswerken der Wirtschaft und zwei weiteren Trägern beruflicher Bildung umgesetzt wird, erstellt passende Angebote für genau diesen Bedarf. Dieser Beitrag stellt vor, wie im NETZWERK Q 4.0 Qualifizierungsbedarfe ermittelt und mittels eines Design-Thinking-Prozesses in qualitätsgesicherte Weiterbildungsangebote übersetzt werden. Abschließend werden die bisherige Rezeption der Weiterbildungen betrachtet und weiterer Anpassungsbedarf perspektivisch aufgezeigt.
Die digitale Transformation prägt den Ausbildungs- und Arbeitsalltag in Betrieben und stellt Ausbilder/-innen vor neue Herausforderungen. Das Weiterbildungskonzept „Medien- und IT-Kompetenz für Ausbildungspersonal (MIKA)“ unterstützt Ausbilder/-innen beim Einsatz digitaler Technologien in Lehr- und Lernprozessen durch angeleitete praxisnahe Übungen in Präsenzveranstaltungen, Webinaren und Selbstlernphasen und trägt somit zur persönlichen Kompetenzentwicklung bei.
Die Digitalisierung in Arbeitswelt und Lehralltag eröffnet Chancen für die Unterrichtsgestaltung, es sind aber auch Herausforderungen für die Lehrenden damit verbunden. Im InnoVET-Projekt ProNet Handwerk wurden auf der Basis einer Bedarfserhebung Qualifizierungsangebote für das Lehrpersonal in der betrieblichen und überbetrieblichen Aus- und Weiterbildung entwickelt. Konzeptionelle Überlegungen und erste Umsetzungserfahrungen werden in diesem Beitrag vorgestellt.
Damit digitale Medien in der Berufsausbildung ihre Wirkung entfalten, erfordert dies eine gezielte und reflektierte Auswahl von Medienformaten auf der Basis medienpädagogischer Konzepte. Doch wie fit ist das betriebliche Ausbildungspersonal bei der Auswahl und dem Einsatz digitaler Medien? Im Rahmen eines BIBB-Forschungsprojekts wurde ein Modell »medienpädagogischer Kompetenz« entwickelt, das Grundlage für eine Onlinebefragung des betrieblichen Ausbildungspersonals ist. Ergebnisse dieser Befragung zur Selbsteinschätzung der Medien- und IT-Kompetenz werden im Beitrag vorgestellt und abschließend mit Blick auf einen Fort- und Weiterbildungsbedarf der Ausbilder/-innen im Kontext einer betrieblichen Digitalisierungsstrategie reflektiert.
Die Weiterbildungsbeteiligung weist regional große Unterschiede auf. So liegt die Vermutung nahe, dass auch die Weiterbildungsbedarfe regional verschieden sind. Kenntnisse über den Weiterbildungsbedarf in einer Region bieten Potenziale für ein passgenaues Angebot von Hochschulen vor Ort und damit für die Regionalentwicklung. Doch wie kann das Weiterbildungsangebot an Hochschulen gezielt auf die Voraussetzungen und Interessen der Bevölkerung sowie den Fachkräftebedarf abgestimmt werden? Im Rahmen des Projekts EB wurde für die Region Westpfalz ein solcher Ansatz konzipiert. Hintergründe und methodische Umsetzung werden dargestellt und die Nutzung des Regionalmonitors zur Bedarfsermittlung für ein Weiterbildungsangebot »Digital Management« an der Technischen Universität Kaiserslautern exemplarisch illustriert.
Die Alterung der Belegschaften erhöht den Stellenwert lebenslangen Lernens für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Allerdings belegen Forschungsergebnisse, dass ältere Teilnehmende Weiterbildung eine geringere Effektivität beimessen als jüngere Altersgruppen. Im Beitrag werden Gründe für die mit dem Alter abnehmende wahrgenommene Effektivität von Weiterbildung untersucht. Das zentrale Argument ist hierbei, dass die geringere Effektivität hauptsächlich an einem nicht altersgerechten Angebot von Weiterbildungsformen und Weiterbildungsinhalten liegt. Es werden Weiterbildungsarten identifiziert, die den Bedürfnissen und der Motivation älterer Mitarbeiter/-innen entsprechen und somit dem steigenden Bedarf an Weiterbildung dieser Beschäftigtengruppe entgegenkommen und deren Effektivität erhöhen.
In der öffentlichen Förderung beruflicher Weiterbildung lässt sich eine Zunahme nachfrageorientierter Förderprogramme, insbesondere von Bildungsgutscheinen, feststellen. Mit diesen Programmen werden Beschäftigte und Betriebe direkt gefördert und finanziell in ihrer Weiterbildungsteilnahme unterstützt. Der Beitrag gibt einen Überblick über Gutscheinprogramme und stellt eine übergreifende Typologie nachfrageorientierter Förderung vor, die für Wissenschaft und Praxis mehr Transparenz schaffen soll. Abschließend wird diskutiert, ob eine weitgreifendere Beratung, die bereits bei der Bildungsbedarfsentwicklung ansetzt, die Effektivität dieser Programme verbessern kann.
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