Im Fokus der Hauptausschusssitzung stand insbesondere die Debatte um die aktuelle Ausbildungsplatzsituation, die anlässlich der Beratung des Berufsbildungsberichts 2018 der Bundesregierung geführt wurde. Weitere inhaltliche Schwerpunkte waren die BIBB-Strategie 2025 und die neue Organisationsstruktur des BIBB, die Abschlussorientierte Qualifizierung Erwachsener sowie das Thema Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung. Geleitet wurde die Sitzung von der Vorsitzenden Elke Hannack, Beauftragte der Arbeitnehmer.
Die Baubranche in Montenegro boomt. Trotz der 40.000 ausländischen Fachkräfte fehlen der lokalen Bauwirtschaft 15.000 Baufacharbeiter/-innen. Um dem Fachkräftemangel mit einer arbeitsmarktorientierten Berufsausbildung zu begegnen, werden im Rahmen des GTZ-VET-Projekts an der Bauberufsschule in Podgoridca Lehrkräfte qualifiziert, entsprechende Organisationsstrukturen geschaffen und die Curriculumentwicklung in den Bauberufen unterstützt.
Das neue Berufsbildungsgesetz (BBiG) nimmt die bislang im Berufsbildungsförderungsgesetz enthaltenen Vorschriften über das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf. Die Aufgaben des Bundesinstituts werden klarer und flexibler gefasst und um die Möglichkeit der Auftragseinwerbung erweitert. Daneben erfolgt eine Änderung der Organisationsstruktur durch Reduzierung und Verkleinerung der Organe. Die Aufgaben des bisherigen Hauptausschusses und des bisherigen Ständigen Ausschusses werden in einem neuen Hauptausschuss zusammengefasst. Die Zahl der Mitglieder verringert sich von jetzt 53 auf 29 Personen. Ein wissenschaftlicher Beirat berät das Bundesinstitut in Forschungsfragen. Die Frage der Finanzierung des Bundesinstituts wird klargestellt.
Seit der Reform- und Öffnungspolitik werden in China auf dem Gebiet der Berufsbildung verstärkt internationale Erfahrungen studiert. Neben dem Transfer von System- und Organisationsstrukturen wird dabei besonderes Gewicht auf die Anwendung erfolgversprechender Lernmethoden gelegt. Weil China über eine andere pädagogische Tradition verfügt, entstehen bisweilen Probleme der Kompatibilität mit westlichen Methoden. Der Beitrag beschreibt anhand praktischer Erfahrungen in der deutsch-chinesischen Berufsbildungskooperation einige der erreichten und möglichen lernprozessualen Innovationen. Was auf diesem Feld in der interkulturellen Berufsbildungskooperation möglich, was übertragbar ist und wo Konfliktpotentiale lauern, dürfte auch von Interesse für andere Projekte der beruflichen Bildung in Südostasien sowie für in der Entwicklungszusammenarbeit Tätige sein.
Am 01. April wurde im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine neue Aufgaben- und Aufbauorganisation in Kraft gesetzt. Sie eröffnet weitere Möglichkeiten zu fachübergreifender Zusammenarbeit, Effizienzsteigerung und Optimierung der Arbeitsergebnisse. Dabei wird sich das BIBB angesichts beschränkter finanzieller Ressourcen auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Ziel ist die Festigung und Stärkung des Bundesinstituts als nationales und internationales Kompetenzzentrum der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Der Autor erläutert die strategischen Ziele und Zukunftsaufgaben des BIBB, sein Selbstverständnis als Kompetenzzentrum und gibt einen Überblick über die Organisationsreform.
Der Beitrag beschreibt die Situation und Notwendigkeit der beruflichen Bildung als öffentliche Aufgabe, der inhaltlichen Rahmensetzung der gewerkschaftlichen Mitwirkung und Mitbestimmung sowie Leitlinien einer europäischen Berufsbildungspolitik. Er verknüpft Fragen einer Qualifizierungspolitik mit betrieblichen Organisationsstrukturen und nennt Stichworte für eine notwendige Weiterentwicklung der beruflichen Bildung in der Bundesrepublik Deutschland.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat im Rahmen eines Forschungsprojekts die Bildungswerke der Wirtschaft untersucht und damit eine Informationslücke über einen bisher wenig bekannten Bereich außer- bzw. überbetrieblicher Weiterbildungsaktivitäten der Wirtschaft geschlossen. Der inzwischen vorliegende Bericht analysiert die Bildungsarbeit der Einrichtungen dieses Trägerbereichs der Weiterbildung unter der Zielsetzung, Probleme der Weiterbildungspraxis zu erkennen, um Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Weiterbildungsangebots zu gewinnen. Zentrale Kategorien der Analyse waren die Einflußgrößen, die Qualität, Effizienz und positive Resonanz des Angebots wesentlich bestimmen: Organisationsstruktur des Trägerbereichs, Verfahren der Programmentwicklung, Zielgruppen und inhaltliche Struktur des Angebots, Lehr- und Lernorganisation, Verfahren und Instrumente der Erfolgskontrolle sowie die finanzielle Ausstattung. Die quantitativen und qualitativen Informationen wurden im wesentlichen in einer direkten Befragung bei den Bildungswerken ermittelt. Im folgenden werden Ergebnisse der Analyse vorgestellt.
Durch das Ausbildungsplatzförderungsgesetz vom 1. September 1976 wurde ein Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) errichtet; dadurch hat die berufliche Bildung in der Bundesrepublik Deutschland eine „gemeinsame Adresse" erhalten, bei der die anstehenden Aufgaben koordiniert und möglichst effektiv gelöst werden sollen. Das seit 1970 bestehende Bundesinstitut für Berufsbildungsforschung und die neugeschaffenen Bereiche Finanzierung, Planung und Statistik bilden nun das Bundesinstitut für Berufsbildung, das seinen Sitz in Berlin und Bonn haben wird. Der Beitrag zeichnet die Entwicklung der Arbeit im BBF nach und stellt die neuen Aufgaben und Möglichkeiten des BIBB dar.
Das Fernstudium der DDR bietet besonders günstige Voraussetzungen für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ohne Unterbrechung der Berufstätigkeit. ln den fünfundzwanzig Jahren seines Bestehens wurde das Fernstudium mehr und mehr ins Bildungssystem der DDR integriert. Die allgemeine Annahme, daß das Fernstudium als neue Bildungsform eine Übergangserscheinung sei und nach Deckung des Nachholbedarfs wieder verschwinden würde, hat sich nicht bestätigt. Im Beitrag werden die bildungspolitischen Absichten des Staates, die Organisationsstrukturen und die sich für Teilnehmer ergebenden Probleme vorgestellt.
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