Der Beitrag untersucht die Motive und Gratifikationen von Hochschulerfahrenen, die eine IHK-Aufstiegsfortbildung absolviert haben, beispielsweise zum/zur Industriemeister/-in, Fachwirt/-in oder Bilanzbuchhalter/-in. In diesem Bereich nehmen allein die Industrie- und Handelskammern (IHK) jährlich über 60.000 Prüfungen ab und befragen ihre Absolventinnen und Absolventen anschließend in regelmäßigen Abständen dazu. Der Beitrag skizziert die wesentlichen Studienergebnisse und zeigt zielgruppenspezifische Potenziale – auch im Vergleich zu beruflich Qualifizierten – auf.
2020 treten zwei novellierte Fortbildungsordnungen in der Medienwirtschaft in Kraft. Die Regelungen Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Printmedien sowie Geprüfter Medienfachwirt/Geprüfte Medienfachwirtin wurden inhaltlich und strukturell den neuen Anforderungen an Führungskräfte im mittleren Management angepasst. Im Beitrag wird – neben einer Beschreibung der Struktur und der Prüfungsanforderungen – erläutert, warum trotz großer inhaltlicher Übereinstimmungen weiterhin zwei Regelungen bestehen bleiben.
Zum 1. Juli 2014 ist die novellierte »Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfte/-r Industriemeister/-in – Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk« in Kraft getreten. Anlass für die Neuordnung waren technische Entwicklungen und die zunehmende Spezialisierung der Unternehmen sowie die erforderliche Anpassung an aktuelle Standards für Fortbildungsregelungen. Gleichzeitig wurde eine Differenzierung vorgenommen, die sich am zugrunde liegenden Ausbildungsberuf orientiert. Im Beitrag werden die wesentlichen Neuerungen erläutert.
Mittlere Führungskräfte der Industrie in Fertigungs- und Instandhaltungsprozessen müssen zunehmend Aufgaben nicht nur technisch und wirtschaftlich lösen, sondern auch unter Aspekten der Nachhaltigkeit gestalten. Im Modellversuch "Förderung des nachhaltigen Handelns von mittleren Führungskräften ..." wird der Produktionsprozess einer Gießerei durch eine computergestützte Lernumgebung als Grundlage für einen didaktisch aufbereiteten Lernprozess simuliert mit dem Ziel, fachbezogene und übergreifende Kompetenzen zu fördern.
Im Modellversuch "Berufsbegleitende Weiterbildung zum Industrie-/Handwerksmeister und Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) am Studienort Betrieb" wird seit 2001 an einer simultanen Entwicklung der Berufsfähigkeit von Facharbeitern zum Meister und Diplomwirtschaftsingenieur (FH) gearbeitet. Mit dem mehrfach qualifizierenden Karriereweg tragen Unternehmen des Maschinenbaus und der maritimen Wirtschaft in der Region Rostock/Ostmecklenburg-Vorpommern dazu bei, Arbeitnehmern im Berufsfeld Metalltechnik den Anschluss an ein Studium zu ermöglichen. Das Angebot entwickelt eine neue Abstimmungs-, Studienorganisations- und Abschlussqualität im Verhältnis der Dualpartner Unternehmen und Hochschule. Im Beitrag werden der Studiengang beschrieben und erste Ergebnisse vorgestellt.
Die Anforderungen an die Facharbeiter/-innen und an die Industriemeister/-innen in der papiererzeugenden Industrie haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Dementsprechend wurden die Aus- und Fortbildungsregelungen für die Branche zum ersten August 2005 neu geordnet: Der Ausbildungsberuf Papiertechnologe löst den bisherigen Papiermacher ab. Die neue Berufsbezeichnung verweist auf die gestiegene Bedeutung der technologischen Prozessorientierung, die sich in Struktur und Inhalten der neugeordneten Ausbildung wiederfindet. Die neu geregelte Fortbildung entspricht dem neuen Anforderungsprofil an die Führungskräfte, die heute neben fundierten Fachkenntnissen auch über Personalführungs- und Organisationskompetenzen verfügen müssen.
Am 29. November 2004 veranstaltete das BIBB in Zusammenarbeit mit dem DIHK, der IG-Metall und ver.di einen Workshop zu den Fortbildungsregelungen Bankfachwirt/-in und Industriemeister/-in. Anlass waren die sinkenden Erfolgsquoten bei beiden Fortbildungsregelungen, die hinterfragt, analysiert und bewertet wurden. Handlungsbedarf wird in beiden Fortbildungsregelungen gesehen, insbesondere in der praxis- und handlungsorientierten Erstellung von Prüfungsaufgaben. Das BIBB wird die Ergebnisse des Workshops auswerten und für die Generierung von Forschungsprojekten im Rahmen der Weiterbildung nutzen.
Seit 1998 ist eine neue Verordnung zur Prüfung des Industriemeisters Metall IHK in Kraft. Kern der neuen Prüfung ist, daß im Prüfungsteil zu den handlungsspezifischen Qualifikationen nicht mehr nach Fächern und fachteiligem Wissen geprüft wird, sondern anhand 'betrieblicher Situationsaufgaben'. Die auf die neue Prüfung vorbereitenden Fernlehrgänge waren der Schwerpunkt einer Evaluation. Sie sollte erkunden, wie sich der Fernunterricht für die Erreichung der neuen Lernziele eignet und ob eine adäquate Prüfungsvorbereitung erfolgt. Es werden die Anforderungen an den neuen Lernprozess dargestellt, die Evaluation skizziert und ausgewählte Ergebnisse vorgestellt.
Seit 1998 ist eine neue Verordnung zur Prüfung des Industriemeisters Metall in Kraft. Kern der neuen Prüfung ist, dass im Prüfungsteil zu den handlungsspezifischen Qualifikationen nicht mehr nach Fächern und fachteiligem Wissen geprüft wird, sondern anhand von sog. betrieblichen Situationsaufgaben. Der Beitrag stellt Ergebnisse einer Befragung von Prüfungsteilnehmern zur Qualität der Vorbereitungslehrgänge dar, die die Umsetzung von Handlungsorientierung in der Fortbildung verdeutlichen.
Die mittleren Positionen in der industriellen Produktion und in den produktionsnahen Bereichen waren bislang traditionelle Aufstiegspositionen für Fachkräfte mit einem dualen Ausbildungsabschluss. Die demographische und technologische Entwicklung sowie der betriebliche Strukturwandel tragen dazu bei, dass die Zahl dieser Positionen abnimmt und dass auf die Positionen in der mittleren Qualifikationsebene Absolventen der Fachhochschulen drängen. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer empirischen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Rekrutierungsverhalten der Betriebe in der industriellen Produktion. Analysiert werden die Substitutionsprozesse auf der mittleren Qualifikationsebene. Befragt wurden Fortbildungsabsolventen zu ihrer Berufssituation sowie Betriebe zur ihrer Personalpolitik und den Aufstiegschancen von Facharbeitern. Die Ergebnisse zeigen, dass es vor allem in den angelagerten technischen Bereichen schwieriger wird, sich bei Stellenbesetzungen gegen Ingenieure durchzusetzen. Dies trifft vor allem die Techniker, die sich gleichzeitig noch gegen die an Bedeutung zunehmenden Fachspezialisten behaupten müssen. Industriemeister hingegen können eigentlich nur in ihrem eigenen Betrieb aufsteigen, da die Meisterpositionen sehr selten öffentlich ausgeschrieben werden. Dennoch spielt der Funktionsbereich oberhalb der Facharbeiterebene bei den Umstrukturierungen der Industriebetriebe eine wesentliche Rolle. Zwar ist davon auszugehen, dass die Anzahl derartiger Positionen abnimmt, doch nur wenige Unternehmen werden auf die untere bzw. mittlere Führungskraft verzichten.
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