Vorgestellt werden erste Ergebnisse einer Befragung von Berufsfachschulabsolventen/-innen des Jahres 1998, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 1999 durchgeführt hat. Von besonderem Interesse sind dabei Fragen nach dem Verbleib, nach der Verwertung der an den Berufsfachschulen erworbenen Qualifikationen und nach Ausbildungsdefiziten, und zwar primär im Vergleich zwischen verschiedenen Berufsgruppen, aber auch verschiedenen Absolventenjahrgängen und mit Absolventen des dualen Systems. In die Untersuchung einbezogen waren die Länder Baden- Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen mit Bildungsgängen aus drei Berufsbereichen (Technische Assistentinnen, Wirtschaftsassistentinnen, Dienstleistungsassistentinnen). Die Ergebnisse zeigen insgesamt, dass Berufsfachschulen eine Multifunktionalität haben und einen eigenständigen Beitrag im deutschen Berufsbildungssystem leisten; ihre Bildungsgänge werden weiter an Bedeutung zunehmen, weil sie in hohem Masse auch für Dienstleistungstätigkeiten qualifizieren. Um den Weg über die Berufsfachschule noch attraktiver und erfolgreicher zu machen, müssten mehr Praxisnähe, eine moderne Ausstattung und die Förderung überfachlicher Qualifikationen sichergestellt werden.
Die in den letzten Jahren mehr und mehr sich öffnende Schere zwischen studierwilligen Abiturienten und dem Angebotan Hochschulplätzen hat eine bildungspolitisch höchst brisante Problematik entstehen lassen. Sie berührt nicht nur den Schul- und Hochschulbereich, sondern auch oder gerade den Bereich der beruflichen Bildung, da Abiturienten, die ihre Studienabsicht nicht verwirklichen können, gezwungen sind, ihre berufliche Ausbildung abseits der Hochschule zu suchen. Im Forschungsprogramm 1975/77 des BBF gibt es dazu das Projekt Nr. 3 032 02 mit dem Titel "Bestandsaufnahme vorhandener und Entwicklung von außeruniversitären beruflichen Bildungsgängen für Abiturienten".
Im Bereich der kaufmännischen Fortbildung besteht heute eine kaum noch überschaubare Vielfalt von Bildungsabschlüssen, die auch unter Berufung auf die für diesen Bereich zu fordernde Flexibilität weder aus der Sicht der Fortbildungsinteressenten noch aus der Sicht des Beschäftigungssystems für sinnvoll erachtet werden kann. Neben den bereits früher vorhandenen Fortbildungsmöglichkeiten zum Fachkaufmann werden heute diverse Abschlüsse zum Fachwirtund zum Praktischen Betriebswirt angeboten; darüber hinaus kann man sich mindestens noch zum Technischen Kaufmann, Marktwirt, lmmobilienwirt, Managementassistenten und Wirtschaftsassistenten fortbilden. Im BBF gibt es ein Forschungsprojekt, das an der inhaltlichen Bewertung der verschiedenen Bildungsgänge arbeitet. Ziel ist die Klärung der Qualifikationsstrukturen.
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