Zum 1. August 2013 sind eine modernisierte und zwei neue Ausbildungsordnungen im Metallbereich in Kraft getreten. Mit der Entwicklung der neuen Berufsbilder Fachkraft für Metalltechnik, Fertigungsmechaniker/-in und Stanz- und Umformmechaniker/- in wurden insbesondere die sogenannten „Altberufe“ im Metallbereich zusammengefasst und den Bedürfnissen der Branche angepasst. Im Beitrag werden die wesentlichen strukturellen und inhaltlichen Neuerungen der drei Ausbildungsberufe vorgestellt.
Im Modellversuch "Berufsbegleitende Weiterbildung zum Industrie-/Handwerksmeister und Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) am Studienort Betrieb" wird seit 2001 an einer simultanen Entwicklung der Berufsfähigkeit von Facharbeitern zum Meister und Diplomwirtschaftsingenieur (FH) gearbeitet. Mit dem mehrfach qualifizierenden Karriereweg tragen Unternehmen des Maschinenbaus und der maritimen Wirtschaft in der Region Rostock/Ostmecklenburg-Vorpommern dazu bei, Arbeitnehmern im Berufsfeld Metalltechnik den Anschluss an ein Studium zu ermöglichen. Das Angebot entwickelt eine neue Abstimmungs-, Studienorganisations- und Abschlussqualität im Verhältnis der Dualpartner Unternehmen und Hochschule. Im Beitrag werden der Studiengang beschrieben und erste Ergebnisse vorgestellt.
Erfahrungswissen und erfahrungsgeleitetes Arbeiten sind Kompetenzen, die insbesondere mit Berufen, die einen stofflich Bezug haben (wie z.B. in den Berufen aus dem Berufsfeld Metalltechnik), in Verbindung gebracht werden. Derartige Möglichkeiten für den Erwerb von Erfahrungswissen in Berufen mit einem abstrakten Gegenstandsbezug, wie sie die IT-Berufe aufweisen, sind noch weitgehend unbekannt. Im Rahmen des Modellversuchs ELA.IT wird u.a. untersucht, in welcher Weise in den IT-Berufen ein erfahrungsgeleitetes Arbeiten erforderlich ist und wie innerhalb der Erstausbildung für Fachinformatiker/innen der Erwerb entsprechender Kompetenzen unterstützt werden kann. Der Beitrag geht der Frage nach, ob und wie Erfahrung das berufliche Handeln und Können von IT-Fachkräften beeinflusst. Ergebnisse und Lösungsansätze des Modellversuches zeigen, dass Vollständigkeit und Wiederholung von Handlungsvollzügen sowie Interaktion mit dem Referenz-Handlungsfeld der IT-Facharbeit für die Kompetenzentwicklung und Selbstverständigung bereits in der Ausbildung entscheidend sind. Didaktische Konzepte, welche berufliche Handlungsfähigkeit in der Wissensgesellschaft induzieren wollen, müssen zudem Selbstorganisation und informelles Lernen berücksichtigen. Es werden vor allem offene Lern- und Organisationsformen benötigt, die erfahrungsbezogene und selbst organisierte Lernprozesse zulassen. Ein im Modellversuch erprobtes Beispiel hierfür ist der IT-Point.
Rezension zu: Arbeitssicherheit und Umweltschutz als Elemente handlungsorientierter Lernprozesse. Grundlagen, Analysen und Perspektiven didaktischer Materialien im Berufsfeld Metalltechnik / Thomas Borau
Die Reform der Ausbildungsordnungen für die industriellen Metall- und Elektroberufe macht eine Neuorientierung der Prüfungspraxis erforderlich. Die Neufassung der Prüfung soll insbesondere die Aussagekraft der Abschlussprüfung hinsichtlich der beruflichen Handlungskompetenz verbessern und gleichzeitig den Prüfungsaufwand verringern. Der Beitrag gibt einen Überblick über realisierte neue Prüfungskonzeptionen ("Modell der gestreckten Abschlussprüfung") und stellt den aktuellen Stand der Diskussion dar.
Bei der Neu- und Umgestaltung des dualen Systems kommt den betrieblichen Akteuren aufgrund ihrer Nähe zum aktuellen Wissens- und Handlungsbedarf eine entscheidende Bedeutung zu. Das Nürnberger Ausbildungsmodell ist aus der betrieblichen Praxis heraus entwickelt worden und versteht sich in der weitgehend ordnungspolitisch geprägten Diskussion um die Modernisierung der Ausbildung als Reformanstoss von unten. Von einem Kreis betrieblicher Experten (Ausbildungsleiter, Führungskräfte, Fachkräfte, Ausbilder) wurde eine Ausbildungsstruktur modellhaft für einen industriellen Metallberuf entwickelt, die dem Qualifikationsbedarf der Betriebe entspricht und zugleich über die Ebene des Einzelbetriebs hinaus allgemein umsetzbar ist. Der Beitrag, der auf den Ergebnissen dieser Arbeiten basiert, stellt Grundzüge einer gestaltungsoffenen Ausbildung nach dem Nürnberger Modell vor. Entwickelt wurde eine modulare Ausbildungsstruktur, die auf breite Basisqualifizierung setzt und zu einem definierten Berufsabschluss führt. Die Modulstruktur kann als integriertes Aus- und Weiterbildungskonzept betrachtet werden, das den wechselnden spezifischen Anforderungen der Betriebe an die Qualifikation ihrer Mitarbeiter entspricht. Insgesamt wird durch das Ausbildungsmodell deutlich, welches Innovationspotential auf regionaler Ebene entfaltet werden kann.
Grundlage für den laufenden Neuordnungsprozess "Industriemeister Metall" bildet eine Rahmenvereinbarung zwischen dem Deutschen Industrie- und Handelstag (DIHT), Gesamtmetall und der IG Metall vom November 1994. Der Beitrag informiert über den Stand des Neuordnungsprozesses und skizziert die einzelnen Prüfungsteile. Die zukünftige Qualifizierung orientiert sich an betrieblichen Arbeitsaufgaben und stellt die Handlungsfähigkeit des Meisters sowie die Verwertbarkeit der Qualifikationen in den Mittelpunkt.
Fachbezogene Aufstiegsmöglichkeiten gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Beitrag stellt Aufgabenschwerpunkte, Lehrgangskonzept, Qualifikationsprofil, Prüfungsstruktur und -anforderungen sowie das Innovationspotential des neuen Fortbildungsberufes "Geprüfter Konstrukteur/Geprüfte Konstrukteurin" dar. Die Aufstiegsfortbildung soll dem wachsenden Einsatz der Informationstechnologie im Konstruktionsbereich Rechnung tragen. Hauptzielgruppen der Fortbildungsverordnung sind technische Zeichner/-innen und Facharbeiter/-innen bzw. Gesellen der Berufsfelder Metalltechnik, Elektrotechnik und Holztechnik, denen durch den neuen Abschluß eine systematische Karriereplanung ermöglicht werden soll.
Für die Anforderungen des Umweltschutzes in der Berufsausbildung ist die Entwicklung von Medien von besonderer Bedeutung. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat ein Ausbildungsmittel herausgegeben, das die Auszubildenden in den Ausbildungsberufen der Metalltechnik und der Elektrotechnik mit Grundfragen des Umweltschutzes vertraut macht und mit dem angestrebt wird, in der Ausbildung "umweltbezogene Handlungsfähigkeit" zu erreichen. Der Beitrag skizziert den Hintergrund der Entstehung und den Aufbau dieses Ausbildungsmittels.
The documents made publicly accessible on this website, including associated data such as images, graphics and multimedia files, are protected by copyright. The respective authors are responsible for content. Individual reproductions such as copies and print-outs may only be made for private and other personal use (§ 53 German Copyright Law, UrhG). The legally permitted uses for teaching, science and institutions (§§ 60a ff. UrhG), in particular for the purpose of non-commercial scientific research, remain unaffected by this. In addition, reproduction, distribution and making available to the public are only permitted with the express permission of the publisher and with a reference to the source. This applies in particular in respect of reproduction and archiving of documents on electronic data media or on another server. Users themselves are responsible for compliance with legal stipulations and may be held liable in the event of misuse.