Um dem Fachkräftemangel im Bereich Elektrotechnik zu begegnen, wurde an der FH Aachen in Kooperation mit den zuständigen Kammern ein neuartiger Studiengang entwickelt. Der Beitrag beschreibt das Orientierungs- und Bildungsangebot, bei dem zeitgleich sowohl die praktischen Erfahrungen im Ausbildungsbetrieb als auch die Erfahrungen aus dem Studium eine Entscheidungsfindung für den weiteren Bildungsweg ermöglichen.
Auf die Herausforderungen von Wirtschaft 4.0 müssen auch die Berufsschulen reagieren. An der Technischen Schule Aalen wurde eine Lernfabrik eingerichtet, in der Auszubildenden in den Berufsfeldern Metall- und Elektrotechnik sowie Schülerinnen und Schülern der Fachschule die Umsetzung von 4.0-Anforderungen vermittelt wird. Im Interview beschreiben die Projektleiter dieser Smart Factory, welche Herausforderungen dabei bewältigt werden müssen.
To tailor the development of skilled workers to the industry’s needs, as of August 2009 a processoriented system of continuing vocational education and training (CVET) has been instituted in the German electrical and electronics sector: having completed initial vocational education and training (IVET) in an electrical and electronics training occupation, skilled workers can pursue further CVET to qualify as Specialists and then gain a second-stage recognised qualification as a Certified Process Manager in Electrics/Electronics (Operative Professional). The realisation of a third-stage advanced training qualification (Strategic Professional) is planned for 2012. This article outlines the innovative structure and the standards governing the content of this new advanced training model. It focuses on the potential of this form of CVET, which is work-process-oriented, undertaken in tandem with work to keep pace with constant advances in technology and organisation.
Für eine passgenaue Fachkräfteentwicklung in der Elektrobranche besteht seit August 2009 ein prozessorientiertes Weiterbildungssystem: Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungsberufe im Bereich der Elektrotechnik können sich zu Spezialisten weiterbilden und in einem zweiten Schritt den anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Prozessmanager/Geprüfte Prozessmanagerin Elektrotechnik (Operativer Professional) erlangen. Die Realisierung des Fortbildungsabschlusses auf der dritten Ebene (Strategischer Professional) ist für 2012 geplant. Der Beitrag stellt dieses in Struktur und inhaltlichen Standards neuartige Fortbildungskonzept vor. Im Fokus steht hierbei das Potenzial einer arbeitsprozessorientierten, berufsbegleitenden und beschäftigungssichernden Weiterbildung auf dem jeweils aktuellen Stand von Technik und Organisation.
Drei Jahre Testerfahrung im Bereich der Large- Scale-Kompetenzdiagnostik (LS-KD) im Berufsfeld Elektrotechnik erlauben eine erste Bilanz der Möglichkeiten und Grenzen dieses neuen Instruments zur Erhebung beruflicher Kompetenz. Anders als bei Prüfungen können die Kompetenzniveaus und -profile von Testgruppen aus unterschiedlichen Formen der Berufsausbildung vergleichend bestimmt werden. Voraussetzung dafür ist ein psychometrisch überprüftes Kompetenz- und Messmodell. Die Erhebung von Kontextdaten macht aus diesem Verfahren ein leistungsfähiges Instrument zur Analyse und Gestaltung beruflicher Bildungsprozesse und -strukturen. Im Beitrag werden konzeptionelle Grundlagen und Befunde des am Institut für Berufsbildung (I:BB) Bremen durchgeführten Projekts KOMET vorgestellt.
Der Einsatz von Medien, insbesondere auch von computer- bzw. netzgestützten Medien, kann als ein Indikator für Ausbildungsqualität (hier sowohl in der Struktur- als auch der Prozessqualität) herangezogen werden. Der Beitrag begründet und erläutert diesen Ansatz und stellt exemplarisch ausgewählte Ergebnisse einer schriftlichen Befragung von Auszubildenden und Ausbildungspersonal von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) im Berufsfeld Elektrotechnik (Handwerk) vor. Dabei werden insbesondere der Einsatz dieser Medien und einer damit verbundenen prozessorientierten Berufsausbildung als Qualitätskriterien hinterfragt.
Im Juni 2003 fand in Bad Godesberg eine Fachtagung zur Neuordnung der Elektroberufe statt. Im Rahmen der Tagung führte das BIBB ein Interview zu den Leitlinien für die neuen Elektroberufe mit den Koordinatoren der Arbeitgeberseite des Handwerks, der Arbeitnehmerseite der IG Metall und der Arbeitgeberseite Industrie. Themen waren die zukünftigen Berufsstrukturen im Elektrotechnik-Handwerk, die Flexibilität in der Ausbildung, die Lernortkooperation zwischen Betrieb und Schule und die Unterstützung durch die Ordnungsmittel, die Prozessorientierung in der Berufsausbildung sowie die Innovationen bei den Prüfungen.
Ein dreijähriger, gründlich vorbereiteter Neuordnungsprozess der Elektroberufe ist abgeschlossen. Die Neuordnung umfaßt die gesamte Breite des Berufsfeldes. Sie ist die Antwort der Berufsausbildung auf die veränderten Anforderungen an die Facharbeit, die sich durch flache Hierarchien in der Arbeitswelt, integrierte Aufgabenwahrnehmung, Teamarbeit, flächendeckender Einsatz der Informationstechnologie, Integration technischer Systeme, Facharbeit auf der Systemebene, globale Märkte und dynamische Entwicklung der Geschäftsfelder auszeichnen. Viel IT- und Kommunikationskompetenz sowie unternehmerisches Denken sind daher drei der wichtigsten Neuerungen in den neun modernisierten bzw. neu geschaffenen industriellen und handwerklichen Elektroberufen, die am 1. August in Kraft traten. Der Beitrag informiert über die Intentionen der Neuordnung und ihre Ergebnisse (Struktur und Aufbau) und die neue Form der Abschlussprüfung.
Fachbezogene Aufstiegsmöglichkeiten gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Beitrag stellt Aufgabenschwerpunkte, Lehrgangskonzept, Qualifikationsprofil, Prüfungsstruktur und -anforderungen sowie das Innovationspotential des neuen Fortbildungsberufes "Geprüfter Konstrukteur/Geprüfte Konstrukteurin" dar. Die Aufstiegsfortbildung soll dem wachsenden Einsatz der Informationstechnologie im Konstruktionsbereich Rechnung tragen. Hauptzielgruppen der Fortbildungsverordnung sind technische Zeichner/-innen und Facharbeiter/-innen bzw. Gesellen der Berufsfelder Metalltechnik, Elektrotechnik und Holztechnik, denen durch den neuen Abschluß eine systematische Karriereplanung ermöglicht werden soll.
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