Die Bedeutung von Beratung wächst auch in den Tätigkeitsfeldern von Hochschulen. Zum einen wollen sich Hochschulen auf dem intransparenten Weiterbildungsmarkt als Anbieter für die Wirtschaft behaupten, und zum anderen müssen sie ihre Absolventen und damit eventuell zukünftigen Weiterbildungsteilnehmer/innen gut vorbereitet in das Berufsleben entlassen. Beratung spielt dabei eine entscheidende Rolle. In diesem Beitrag soll anhand eines Projekts im Land Sachsen-Anhalt die Beratungstätigkeit von Hochschulen konkretisiert werden.
Die Privatpersonen in Deutschland übernehmen in hohem Maße Verantwortung für ihre berufliche Weiterbildung. Inwieweit zahlen sich die Investitionen von Geld und Zeit für die Weiterbildungsteilnehmer aus? Dieser Frage ging das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in seiner repräsentativen Erhebung zu Kosten und Nutzen beruflicher Weiterbildung für Individuen nach. Erste Ergebnisse zum Weiterbildungsnutzen aus Sicht der Befragten werden im Beitrag vorgestellt.
Erwerbspersonen müssen entstehende Kosten für ihre berufliche Weiterbildung oft zumindest teilweise selbst tragen und häufig auch Freizeit investieren. Wie hoch der finanzielle und zeitliche Aufwand für die Weiterbildungsteilnehmer ist, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in einer repräsentatativen Erhebung ermittelt. Dabei wurde von einem Kostenbegriff ausgegangen, der neben den direkten Kosten auch entgangenen Nutzen als indirekte Kosten umfasst. Erste Ergebnisse werden im Beitrag präsentiert.
Seit Beginn der 80er Jahre hat die Zahl der Teilnehmer an der beruflichen Weiterbildung in Deutschland kontinuierlich zugenommen. 1991 bildeten sich 21 Prozent der Deutschen im erwerbsfähigen Alter (19 bis 64 Jahre) beruflich weiter. Die Höhe der Weiterbildungskosten und wer sie in welcher Höhe finanziert, ist weithin unbekannt. Dies gilt insbesondere für die von Privatpersonen aufgewendeten Weiterbildungskosten. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat nun erstmals diese Kosten und die Frage nach den Nutzenserwartungen der Weiterbildungsteilnehmer untersucht. Eine Hochrechnung auf der Grundlage der durchgeführten Befragung ergab für die individuellen Weiterbildungskosten einen Gesamtbetrag von 7,7 Mrd. DM für Westdeutschland und 2,1 Mrd. DM für Ostdeutschland. Die Untersuchung zeigte weiterhin, dass vor allem Kosten-Nutzen-Überlegungen das individuelle Weiterbildungsverhalten entscheidend beeinflussen. Wird der Nutzen für die potentiellen Weiterbildungsteilnehmer transparent dargestellt, sind viele Erwerbspersonen bereit, die Kosten ihrer beruflichen Weiterbildung bzw. Teile davon selbst zu tragen.
Auf der Basis von rechnergestützten Betriebsstrukturen und unter Einbeziehung einer Qualifizierungsberatung wird die Entwicklung und Erprobung eines Qualifikationstransfers zwischen den überbetrieblichen Ausbildungszentren (ÜAZ) Waren und Elmshorn durchgeführt. Diese Projekt wird aus Mitteln des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft im Rahmen des Programms "Innovationstransfer Berufsbildung in der Wirtschaft" gefördert. Zielgruppe sind Ausbilder, Weiterbildungspersonal und Auszubildende, Umschüler und Weiterbildungsteilnehmer des ÜAZ Waren sowie regionale Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern, die im Umschulungs- und Fortbildungsbereich aktiv sind.
Der Beitrag untersucht die Weiterbildungsbeteiligung von Beschäftigten. Neben der quantitativen Entwicklung seit 1970 wird die Struktur der nicht arbeitslosen Weiterbildungsteilnehmer dargestellt. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Beteiligung von Beschäftigten an AFG-geförderten Bildungsmaßnahmen trotz einer Steigerung in jüngster Zeit als unzureichend angesehen werden muss. "Die Eintrittszahlen in berufliche Weiterbildungsmaßnahmen entsprechen etwa der Situation in den frühen 70er Jahren, der gestiegene Stellenwert beruflicher Weiterbildung für Arbeitnehmer und Betriebe schlägt sich in der Weiterbildungsbeteiligung von Beschäftigten nicht ausreichend nieder. Darüber hinaus scheint es sich um einen Teilnehmerkreis zu handeln, der über relativ gute Bildungsvoraussetzungen verfügt, bildungsferne Gruppen stehen dagegen weitgehend abseits. Erhebliche Unterschiede in der Bildungsbeteiligung ergeben sich darüber hinaus in regionaler Hinsicht. Die finanziellen Förderungsmöglichkeiten für Beschäftigte scheinen insgesamt unzureichend. Für eine Erhöhung der Bildungsbeteiligung sollte deshalb vom Gesetzgeber eine Verbesserung der Förderungsmöglichkeiten für Beschäftigte angestrebt werden."
Die auf der Grundlage des AFG geförderte berufliche Fortbildung und Umschulung verzeichnete in den letzten Jahren eine steigende Tendenz; insbesondere stieg der Anteil der vorher Arbeitslosen unter den Weiterbildungsteilnehmern. Zugleich sanken aber die individuellen finanziellen Anreize (in der Form des Unterhaltsgeldes) für die Übernahme von Weiterbildungsanstrengungen. Für die Weiterbildungsförderung ist dies eine neue Situation: Gehörten positive finanzielle Anreize bislang zum Standardinstrumentarium einer Weiterbildungsförderung, so sind diese inden letzten Jahren nicht nur teilweise oder sogar völlig weggefallen, es haben sich vielmehr zum Teil erhebliche finanzielle Belastungen für Weiterbildungsteilnehmer ergeben. Es kommt hinzu, daß die Weiterbildungsteilnehmer immer weniger damit rechnen können, daß ihre Lernleistungen auf dem Arbeitsmarkt angemessen honoriert werden, sei es durch einen adäquaten Arbeitsplatz oder durch ein höheres Einkommen.
Studien- oder Lehrgangsgebühren, seinen Anteil an den institutionellen Kosten kennt der Interessent an Fernunterrichtsangeboten von Anfang an. Sie sind unschwer den Veranstaltungsprogrammen und Vertragsbedingungen der (privaten) Bildungsanbieter zu entnehmen. Aber Studien- und Lehrgangsgebühren bleiben nicht die einzigen Kosten. Hinzu treten weitere, die für den Teilnehmer zu Beginn einer Bildungsmaßnahme zumindest in ihrer Höhe weniger bekannt sind (Fahrtkosten, Lernmaterial usw.). Empirische Aussagen über die Kosten und Erträge von Weiterbildungsteilnehmern in diesem Bereich liegen bisher kaum vor.
Im Rahmen des Projekts "Lernförderung bei Lernproblemen Erwachsener" des Bundesinstitutes wurden von Oktoberbis Dezember 1980 überregionale Gespräche in sechs Einrichtungen der beruflichen Erwachsenenbildung geführt, um eine Einschätzung der Projektaktivitäten zu Lernproblemen Erwachsener durch die Bildungspraxis zu erhaltenund in Erfahrung zu bringen, welche Schwierigkeiten der Teilnehmer den Bildungseinrichtungen bekannt sind, welche Ursachen dafür angenommen werden und welche lernunterstützenden Vorkehrungen in den Einrichtungen bestehen.
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