Viele Unternehmen beklagen die mangelnde Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger/-innen, denen es häufig an mathematischen Grundkenntnissen fehle. Erfahrungen mit dem web-basierten Lernprogramm matheplus® zeigen: Wenn Schüler/-innen und Auszubildende die Chance erhalten, ausgiebig zu üben und individuell gefördert zu werden, gelingt es, die Mathematikkenntnisse signifikant zu verbessern und die Ausbildung auch für Leistungsschwächere zugänglich zu machen.
Erfolgreiches Online-Lernen hängt von mehreren Voraussetzungen ab. Neben der Qualität der Lernprogramme, den organisatorischen Rahmenbedingungen und den Lernvoraussetzungen des Einzelnen ist dazu in der Regel eine personale Unterstützung erforderlich. In der beruflichen Bildung nehmen Teletutoren dabei eine Schlüsselrolle ein. Es existiert jedoch kein einheitliches Meinungsbild darüber, welche Anforderungen und Kompetenzen damit verbunden sind. Das zeigen schon die verschiedenen Bezeichnungen (Teletutor, Teledozent, Online-Instructor, e-Modertor oder Facilitator). Ausgehend von den Formen des E-Learnings in der Berufsbildungspraxis und den damit verbundenen Aufgaben des Bildungspersonals werden die Anforderungen und spezifischen Kompetenzen von Teletutoren abgeleitet.
Vernetzte Lernsysteme in der betrieblichen Berufsbildung stehen am Anfang der Entwicklung, es gibt noch wenig praktische Beispiele und noch wenig entwickelte Konzeptionen. In der Mehrzahl der Anwendungsbeispiele für Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien) herrscht die reine Arbeitsanwendung vor, Qualifizierungsanwendungen sind meist Offline- Anwendungen (CBT-Lernprogramme). Das haben Erhebungen im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bundesinstituts für Berufsbildung ergeben. Betriebe wurden befragt nach der Ausstattung mit IuK-Technologien, der Nutzung von IuK-Technologien und nach den Formen der beruflichen Bildung mit IuK-Technologien. Es wird das Fazit gezogen, dass, wenn das Lernpotenzial der neuen Medien in vollem Umfang ausgeschöpft werden soll, ein den jeweiligen Zwecken angemessenes didaktisches Konzept zugrunde gelegt werden muss.
Multimediale Software für die berufliche Bildung ist nur spärlich vorhanden, es fehlt an Informationen über die Qualität von Lernprogrammen. Das ist das Ergebnis einer Marktanalyse im Internet. Bei der Entscheidung über die Auswahl von Lernsoftware in der Aus- und Weiterbildung wären Qualitätskriterien für multimediale Produkte hilfreich. Anbieter multimedialer Produkte im deutschsprachigen Raum können mittels Katalog, CD-ROM und über das Internet recherchiert werden. Der Beitrag gibt einen Überblick.
Modularisierung gilt als Mittel zur Flexibilisierung von Bildungswegen, indem sie leichtere Übergänge zwischen unterschiedlichen Bildungsgängen und einen offeneren Zugang zu allgemeinbildenden und/oder beruflichen Bildungsangeboten ermöglicht. Der Modulbegriff wird zur Bezeichnung von Lehr-/Lernabschnitten verwendet, die von Bildungsträgern individuell gestaltet und entsprechend den Bedürfnissen der Lerner, den Anforderungen lokaler Arbeitsmärkte sowie gemäß eigener personeller und materieller Ressourcen zu umfassenden Lehr-/Lernprogrammen kombiniert werden können. Am Beispiel des englischen Berufsbildungssystems wird untersucht, wie Module gestaltet und Abschlüsse kombiniert werden, inwieweit das Modulkonzept flexible Qualifizierungswege eröffnet und welche Probleme sich aus diesem Konzept ergeben. Anschließend wird auf die Bedeutung der Modularisierung für die deutsche Berufsbildung eingegangen. Ansatzpunkte für eine Übertragung modularer Ausbildungsstrukturen finden sich im Bereich der Zusatzqualifikationen und der Fortbildungsabschlüsse.
Im Modellversuch "Informations- und Kommunikationstechniken in der Betriebsführung des Handwerks" (IKTH) wurde multimediale Lernsoftware als Weiterbildungsmittel für Handwerker entwickelt und erprobt. Angesichts des hohen Aufwands der Entwicklung von Lernsoftware stellt der Beitrag die Frage, ob multimediales Lernen eigentlich mit so vielen Vorteilen gegenüber traditionellen Medien verbunden ist, dass der Aufwand gerechtfertigt erscheint. Eindeutige Vorteile hat das Medium, wenn es um EDV als Lerninhalt geht, darüber hinaus dürfte es gerechtfertigt sein bei der Vermittlung von Wissensinhalten. Probleme gibt es, wenn es beim Lesen um Verstehen, um Individualisierung und um persönliche Fähigkeiten gehen soll. Deshalb sollte man eher einen Medienverbund anstreben, als einseitig auf die Multimedialität von Lernprogrammen zu setzen.
Der Aufsatz stellt Grundideen eines pädagogischen Konzepts vor, in dem Multimediasysteme als offene Gestaltungswerkzeuge durch Auszubildende genutzt werden. Multimediasysteme können als expressive Medien eine lernerzentrierte Methodik beruflicher Bildung unterstützen. Neben einer Förderung kognitiver Fähigkeiten, insbesondere im Hinblick auf die eigenständige Recherche, Bearbeitung und Präsentation von Informationen, sollen sie auch als Anreicherung einer Persönlichkeitsbildung im Rahmen beruflicher Bildung erprobt werden. Das vorgestellte Konzept wurde im Zusammenhang der sozialpädagogisch orientierten Berufsausbildung entworfen, ist aber auch auf die Berufsbildung im dualen System übertragbar. Im Rahmen der Projektarbeit mit unterschiedlichen Medien wurde hier zur Förderung personaler und kognitiver Fähigkeiten ein "Software-Design-Ansatz" erprobt und realisiert, bei dem die Schüler Lernprogramme für andere entwickeln. Dieser Ansatz zielt darauf ab, dem Auszubildenden ein Höchstmaß an gestalterischer Freiheit beim Einsatz von Multimediasystemen zu geben, um das Strukturieren und Formulieren von Aussagen und die kreative Gestaltung zu unterstützen.
Lernprogramme haben oft noch nicht die Qualität, die von interaktiven Medien zu fordern ist, wenn sie in der beruflichen Bildung eine führende Rolle spielen sollen. Die Verwendung interaktiver Lernprogramme in heterogenen Lerngruppen der kaufmännisch-verwaltenden Weiterbildung wird daher zunehmend zu einem zentralen Thema der Revision berufsbildender Curricula. In dem Beitrag wird beispielhaft dargestellt, wie der Prozeß der Curriculumrevision von den Beteiligten der jeweiligen Weiterbildungsträger selbstorganisiert gemacht werden kann.
Das Problem anforderungsgerechter Teilqualifikation von Un- und Angelernten in Richtung Facharbeiterabschluß ist zunehmend ein Problem betrieblicher Arbeitsorganisation und Personalentwicklung. Die veränderten Marktanforderungen und die Anwendung der neuen Technologien in den Betrieben erfordern die Nutzung des vorhandenen Erfahrungspotentials der Un- und Angelernten und die weitere Qualifizierung dieser Mitarbeiter. Diese Anforderungen stellen Klein- und Mittelbetriebe vor schwer lösbare Qualifizierungsprobleme. Es ist zu prüfen, ob computergestützte Lernmedien, die insbesondere zur arbeitsplatznahen Qualifizierung verwendet werden, hier abhelfen können. Sie bieten einer Beschäftigtengruppe erstmals Lernchancen, die an ihren Erfahrungen und Voraussetzungen anknüpfen. In dem Beitrag werden schwerpunktmäßig die Qualifizierungsprobleme und die erforderlichen Entwicklungsarbeiten für die Nutzung computergestützter Lernmedien zur Qualifizierung Un- und Angelernter in Klein- und Mittelbetrieben dargestellt.
Nach einer ersten Aufbauphase des BBF, die vor allem durch die personelle und technische Ausstattung des Institutsgekennzeichnet war, stellt die Hauptabtellung Medienforschung des BBF die Grundzüge ihrer Konzeption dar, aus der die grundsätzliche Aufgabenstellung, die kurz- und mittelfristig zu erwartenden Ergebnisse, aber auch die zu überwindendenSchwierigkeiten ersichtlich sind. Der Standort der Medienforschung im Rahmen der beruflichen Bildung wird aufgezeigt und in einen Bezug zu dem gesellschaftlichen Grundanliegen der Bildungsreform sowie zu dem Gesamtauftrag des Bundesinstituts gesetzt.
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