Die Energiewende wirkt sich vielfältig auf die Automobil- und Zulieferindustrie aus und erfordert Anpassungen in den Unternehmen. Im Projekt "BeaT" werden diese Auswirkungen für Beschäftigte in Thüringer Unternehmen untersucht und entsprechende Weiterbildungskonzepte entwickelt. Die Studie zeigt, dass neue Lernprozesse und -formate notwendig sind, um den Anforderungen des sich wandelnden Automobilsektors gerecht zu werden. Insbesondere bei Zulieferern für E-Mobilität ist ein schneller Wissensaustausch entscheidend. Der Einsatz von Peer-Learning-Ansätzen hat sich bewährt und fördert flexible Weiterbildungsmöglichkeiten.
Im Handwerk sind nachhaltiges Handeln und Wirtschaften weit verbreitet. Um dieses Engagement gegenüber Auftraggebern, Kundinnen und Kunden oder Zuliefererfirmen rechtssicher und öffentlichkeitswirksam belegen zu können und um frühzeitig auf etwaige Berichts- und Dokumentationspflichten reagieren zu können, bietet sich die Anfertigung eines Nachhaltigkeitsberichts an. Im Beitrag werden die Notwendigkeiten und Chancen eines solchen Berichts dargelegt und Hilfsmittel vorgestellt, die die Erstellung vereinfachen.
BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser im Gespräch mit Dr. Ariane Reinhart, Mitglied des Vorstands, Personal, Arbeitsdirektorin der Continental AG
IT-Kompetenzen gewinnen in einer zunehmend digital vernetzten Arbeitswelt an Bedeutung. Diese in ihrer Spezifik zu identifizieren und bei den Beschäftigten zu fördern, ist eine zentrale Aufgabe für die Personalarbeit 4.0. Als weltweit führender Automobilzulieferer, der durch den Ausbau im Bereich Automotive Systems seit Mitte der 1990er einen technologischen Wandel vollzogen hat, verfolgt Continental vielfältige Wege der Personalentwicklung und -rekrutierung sowie innovative Ansätze bei der Anpassung von Ausbildungsinhalten.
Seit der Rückbesinnung auf den Arbeitsplatz als Lernort muss sich die Berufsbildung unmittelbar mit dem dynamischen Wandel der Organisation von Arbeit und technischen Innovationen auseinander setzen. Sie wird dabei mit vielen neuen Herausforderungen konfrontiert. Eine davon bezieht sich auf die Entgrenzung inner- und zwischenbetrieblicher Arbeits- und Produktionsprozesse und deren Verknüpfung in übergreifenden Arbeits- und Wissensnetzwerken. Für berufliches Lernen sind dabei auch erfahrungsgeleitetes Lernen und Arbeiten und die damit zusammenhängenden verborgenen Seiten beruflichen Handelns von entscheidendem Interesse. Am Beispiel eines Modellversuchs zum Lernen und Arbeiten in Betriebsgrenzen überschreitenden Strukturen und Prozessen (Abnehmer-Zulieferer-Ketten im Fahrzeugbau) werden die gewonnenen Erfahrungen vorgestellt.
Die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Zulieferern in der Automobilindustrie hat sich in den vergangenen Jahren vertieft und gleichzeitig einen stärker kooperativen Charakter gewonnen. Lieferanten werden immer früher in den Produktentstehungsprozess eingebunden und übernehmen Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die bisher allein im Zuständigkeitsbereich des Herstellers lagen. In dem Beitrag werden wesentliche Tendenzen der Veränderung in den Abnehmer-/Zulieferbeziehungen herausgearbeitet und neue Formen der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit vorgestellt. In einem weiteren Schritt werden die daraus resultierenden Anforderungen an die Beschäftigten erläutert und erste betriebliche Weiterbildungsansätze aufgezeigt.
Nach wie vor besteht in bezugauf Weiterbildungsbeteiligung und auf Qualität der betrieblichen Maßnahmen ein erhebliches Gefälle zwischen großen und kleinen Unternehmen. Gleichzeitig hängt für Kleinbetriebe, die auf Märkten agieren, auf denen hohe Anforderungen an die Produktqualität und die ständige Modernisierung von Produkten und Fertigungsverfahren gestellt werden, die Bewältigung dieser Anforderungen und damit die Marktbehauptung zunehmend davon ab, ob es ihnen gelingt, dafür das Qualifikationspotential ihrer Beschäftigten zu mobilisieren und kontinuierlich anzupassen In besonderem Maße neuen Marktanforderungen ausgesetzt sind kleine Zulieferunternehmen Daher sind diese Betriebe besonders auf Unterstützung bei der erforderlichen Qualifizierung ihrer Belegschaften angewiesen. Andererseits verfügen ihre großen Abnehmer, die sie mit den erhöhten Anforderungen konfrontieren, in der Regel über gut ausgebaute interne Weiterbildungsressourcen mit entsprechendem Know-how. Daher lag die Überlegung nahe, daß eine Kooperation im Weiterbildungsbereich sowohl im Interesse der kleinen Zulieferbetriebe (Bewältigung neuer Anforderungen) als auch der großen Abnehmerbetriebe (bessere Qualität der Kaufteile durch besser qualifizierte Belegschaften) liegen müsse. Im Rahmen eines Forschungszusammenhangs, der sich mit der Situation und den Entwicklungschancen von Kleinbetrieben befaßt, die in die unternehmensübergreifende Arbeitsteilung mit großen Unternehmen eingebunden sind, wurde daher empirisch 1) der Frage nach Voraussetzungen, Ansatzpunkten, Realisierungschancen und Potentialen einer derartigen Weiterbildungskooperation zwischen kleinen Zulieferern und großen Abnehmerunternehmen nachgegangen.
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