Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit! Eine Weisheit, die deutlich macht, dass eine stetige Wandlungsbereitschaft und -fähigkeit notwendig ist, um mit neuen bzw. veränderten Anforderungen des Wirtschafts- und Arbeitslebens Schritt zu halten. Grundsätzlich gilt dies auch für das Prüfungswesen. Im Beitrag wird aufgezeigt, welche Veränderungen auf der gesetzlichen und untergesetzlichen Ebene, im Bereich der Ordnungsmittel sowie in der konkreten Umsetzungspraxis in den letzten fünf Jahren angestoßen oder vollzogen wurden, um den Herausforderungen im Prüfungswesen zu begegnen.
Sozialpartnerschaft ist ein zentrales Prinzip der Berufsbildung – so auch in Prüfungen. Trotz unterschiedlicher Perspektiven im Einzelnen stehen beide Seiten vor denselben Herausforderungen, die es gemeinsam zu lösen gilt. Mit dem Berufsbildungsmodernisierungsgesetz (BBiMoG) wurden Änderungen vorgenommen, die das Prüferehrenamt entlasten und gleichzeitig seine Attraktivität stärken sollen. Zudem birgt die Digitalisierung Potenziale zur Modernisierung von Prüfungen. Wie sich dies aktuell in der Prüfungspraxis widerspiegelt und wo weiterer Entwicklungs- und Handlungsbedarf besteht, erläutern Franziska Hamann-Wachtel, ver.di, und Andrea Sitzmann, HWK für Unterfranken.
Mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes 2020 können neben Prüfungsausschüssen nun auch Prüferdelegationen Prüfungsleistungen abnehmen und abschließend bewerten. Das BIBB evaluiert bis Ende 2025 die neu eingeführte Regelung zusammen mit einem Prüfauftrag des Bundesrats zur Zweiprüfendenregelung in ausgewählten Aus- und Fortbildungsberufen. Im Beitrag werden die untersuchten Regelungen erläutert und das Evaluationsdesign skizziert.
Digitale Prüfungen werden derzeit in vielen Bildungsbereichen intensiv diskutiert, so auch in der IHK-Organisation. Es besteht Einigkeit darin, dass die Digitalisierung große Chancen für das Prüfungswesen bietet – und in einigen Fällen sogar unvermeidlich ist. Bei der schrittweisen Planung und Umsetzung ist es jedoch erforderlich, stets abzuwägen, was technisch machbar, aber auch sinnvoll für die Weiterentwicklung der Prüfungen ist.
Der Diskussionsvorschlag der IG Metall zur Weiterentwicklung der Abschlussprüfung in der dualen Berufsausbildung hin zu einer Dualen Kompetenzprüfung stellt den Auftakt zu einer Debatte um moderne Kompetenzfeststellung in der Ausbildung dar. Einhergehend mit dem Einfluss zunehmender Digitalisierung betrieblicher Prozesse ergeben sich Ansatzpunkte, wie die Prüfung im Sinne einer Kompetenzfeststellung mit der digitalen betrieblichen Realität Schritt halten kann. Im Beitrag werden hierzu erste Überlegungen vorgestellt.
Das Prüfungswesen ist in Bewegung. Die Neuerungen durch die BBiG-Novelle im Jahr 2020 und die digitale Transformation sind hier zwei zentrale Treiber. Zudem gilt es, Prüfungsanforderungen und -aufgaben kontinuierlich an sich wandelnde Berufsbilder anzupassen.
Der Modernisierungsdruck auf das Prüfungswesen ist groß. Gleichzeitig beruht es in weiten Teilen auf ehrenamtlichem Engagement, das es zu unterstützen und zu stärken gilt. Vor diesem Hintergrund geht die BWP-Ausgabe der Frage nach, welche Anforderungen sich an ein modernes, qualitativ hochwertiges, rechtssicheres und praktikables Prüfungswesen stellen.
Der Hautpausschuss des BIBB hat zum ersten Mal in seiner 50-jährigen Geschichte virtuell als dezentrale Videokonferenz getagt: Unter dem Vorsitz von Dr. Hans Jürgen Metternich, Beauftragter der Arbeitgeber, beschäftigte sich das Gremium gemäß der aktuellen Lage mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Berufsbildungssystem. Zudem wurde eine neue Empfehlung zur Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung sowie aktualisierte Empfehlungen für das "Führen von Ausbildungsnachweisen" und zum "Zeugnismuster für alle anerkannten Fortbildungsabschlüsse" beschlossen.
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