Einem Großteil der Schüler/-innen, die den Beginn einer Berufsausbildung direkt nach der neunten Klasse anstreben, gelingt der Übergang nicht oder nur nach einer Verzögerung. Dies lässt sich zum Teil auf Schwierigkeiten bei der Berufsorientierung und auf nicht realisierbare berufliche Ziele zurückführen. Praktika sind eine zentrale Möglichkeit der schulischen Berufsorientierung. Der Beitrag zeigt, dass Schüler/-innen, die ein Praktikum absolviert und die dabei gesammelten Erfahrungen positiv wahrgenommen haben, den geplanten Übergang in die Berufsausbildung eher realisieren können und zudem eine geringere Übergangsdauer benötigen.
Gesellschaftliche Debatten um systemrelevante Berufe im Kontext der Coronapandemie haben Fragen der Wertigkeit und Wertschätzung beruflicher Tätigkeiten jenseits ökonomischer Kriterien intensiviert. Mit dem Vergleich von zwei Listen systemrelevanter Berufe verbinden wir die Beschreibung der Wertigkeit anhand von Merkmalen wie Arbeitslohn, Berufsprestige und Arbeitsbelastung mit Analysen zum Qualifikationsniveau der Beschäftigten in diesen Berufen. Mit der Frage, ob sich die Lasten oder Verantwortungen in Krisenzeiten gleichmäßig auf Beschäftigte aller Qualifikationsniveaus verteilen, möchten wir eine erweiterte Perspektive auf die Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung eröffnen. Als Datengrundlage dient die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung von 2018.
Societal debates on occupations in essential work within the context of the pandemic have fuelled questions relating to the value and appreciation of occupational tasks beyond economic criteria. We compare two lists of essential occupations in order to describe their valuation on the basis of characteristics such as wages, prestige and workload together with an analysis of the qualification levels of employees in these occupations. Our aim is to widen the perspective on the equivalence of general and vocational education by addressing the question as to whether burdens or responsibilities are distributed evenly across workers at all qualification levels in times of crisis. The 2018 BIBB/BAuA Employment Survey serves as our database.
Das betriebliche Ausbildungspersonal spielt bei der Vermittlung von Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten eine zentrale Rolle. Zur Gestaltung des technischen Wandels sind folglich digitale Kompetenzen unerlässlich. Doch ist das Ausbildungspersonal in dieser Hinsicht fit? Anhand von Daten des BIBB-Qualifizierungspanels geht der Beitrag der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen dem betrieblichen Digitalisierungsgrad und der Teilnahme des hauptamtlichen Ausbildungspersonals an Weiterbildung zu neueren Digitalisierungsthemen besteht.
Im Industrie-Projekt LidA wurde bei verschiedenen Unternehmen untersucht, wie Lernpfade zur Förderung überfachlicher Kompetenzen lernförderlich zu gestalten sind. Hierzu wurden digitale Lerninhalte modulbasiert in drei Lernpfadvarianten dargeboten: streng geführt, autonom oder mit zusätzlichen Lernhilfen. Die Ergebnisse einer empirischen Studie zeigen, dass der Lernerfolg nicht allein von der Gestaltung des Lernpfads abhängt, sondern weitere Faktoren eine Rolle spielen. Aus ihrem Zusammenwirken lassen sich Schlussfolgerungen für die Gestaltung digitaler Lernpfade ziehen.
Die Beschäftigungsquoten von Personen, die aus familiären Gründen eingewandert sind, fallen niedriger aus als von Personen, die zu Erwerbszwecken eingewandert sind, jedoch höher als die von Geflüchteten. Der Beitrag stellt die Unterschiede in der Zusammensetzung der drei Gruppen dar und zeigt deren Bedeutung für Unterschiede in der Arbeitsmarktintegration auf.
Angesichts der angespannten Fachkräftesituation im Sozialbereich geht dieser Beitrag der Frage nach, inwieweit die Unterstützung von Weiterbildung durch den Arbeitgeber die Verbleibsabsichten von Beschäftigten fördern und damit die Abwanderung aus dem Sozialbereich eindämmen kann. Eine Befragung von Beschäftigten in der Schweiz zeigt, dass Weiterbildungsvorhaben von den Arbeitgebern zwar großzügig unterstützt werden, vor allem aber die Förderung betriebsexterner Weiterbildungen zum intendierten Verbleib in der Branche und im Beruf führt. Auf Basis der Ergebnisse werden Anregungen für den Sozialbereich abgeleitet.
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