Das Verhältnis von Arbeitsmarkt und Berufsbildung spielt für den beruflich verfassten Arbeitsmarkt in Deutschland eine zentrale Rolle. In Zeiten gesellschaftlicher Transformationen (Digitalisierung, Dekarbonisierung, De-Globalisierung) steht dieses Zusammenspiel vor großen Herausforderungen. Wie ist Berufsbildung zu gestalten, damit sie mit dem Tempo der Transformation mithalten und den je nach Branche und Region spezifischen Qualifizierungsanforderungen gerecht werden kann? Zudem gilt es zu prüfen, welche Kompetenzen zu vermitteln sind, die Auszubildenden und Beschäftigten perspektivisch eine erfolgreiche Teilhabe am Erwerbsleben und eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Wie kann Berufsbildung hierfür Zugänge öffnen und attraktive berufliche Entwicklungspfade bieten?
Angesichts der Globalisierung der Wirtschaft und internationaler Verflechtungen werden Fremdsprachenkenntnisse im Arbeitsleben immer wichtiger. Im Beitrag wird auf Basis der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen 2006, 2012 und 2018 gezeigt, welchen Stellenwert Fremdsprachenkenntnisse in der Arbeitswelt von heute haben, wie sich diese Anforderungen im Zeitverlauf entwickelt haben und in welchen Berufen sie eine besonders große Rolle spielen.
Im Zuge kultureller und wirtschaftlicher Entwicklungen wandeln sich die gemeinsamen Werte innerhalb einer Gesellschaft. Dies gilt auch für die auf den Erwerbskontext bezogenen Arbeitswerte: Was den Menschen an ihrer Arbeit wichtig ist, verändert sich stetig. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Arbeitswerte im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung verändern. Weiterhin werden Hinweise für die betriebliche Praxis gegeben, wie Arbeitswerte in der Ansprache und beruflichen Entwicklung von Nachwuchskräften Berücksichtigung finden können.
Im Zuge der Globalisierung nehmen internationale Anforderungen in der Arbeitswelt zu. Auslandsaufenthalten wird ein hohes Potenzial beigemessen, die dafür notwendigen Kompetenzen zu vermitteln. Vor diesem Hintergrund hat der Bundestag das Ziel formuliert, dass im Jahr 2020 mindestens zehn Prozent aller Absolventinnen und Absolventen einer dualen Berufsausbildung einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland verbracht haben sollen. Wie ist der aktuelle Stand, wer finanziert die Mobilität und wie wird der Nutzen solcher Auslandsaufenthalte eingeschätzt? Und welche Gründe nennen Auszubildende, Betriebe und Schulen, die sich nicht an Auslandsaufenthalten beteiligen? Auf der Grundlage einer repräsentativen Studie wird diesen Fragen nachgegangen und es werden Schlussfolgerungen für die angestrebte Steigerung der Auslandsaufenthalte gezogen.
Die zunehmende Globalisierung, veränderte demografische Entwicklungen und heterogene Zielgruppen stellen an die fachlichen, methodisch-didaktischen und interkulturellen Kompetenzen des Bildungspersonals immer wieder neue Anforderungen. Vor diesem Hintergrund skizziert der folgende Beitrag Möglichkeiten, wie Erasmus+ zur Professionalisierung des Bildungspersonals im europäischen Kontext beitragen kann.
Angesichts der Globalisierung müssen Erwerbstätige im Arbeitsalltag nicht nur häufiger Fremdsprachen anwenden, sondern auch ein Gespür für fremde Kulturen entwickeln, um in internationalen Arbeitszusammenhängen angemessen agieren zu können. Solche internationalen Kompetenzen lassen sich über Auslandspraktika während der Berufsausbildung frühzeitig erlernen. Alternativ können junge Menschen ihre Ausbildung auch vollständig im Ausland verbringen. Der Beitrag geht der Frage nach, von welchen personalen Eigenschaften und situativen Bedingungen es abhängt,ob junge Menschen ein Interesse dafür entwickeln, ihre Berufsausbildung vollständig oder zum Teil im Ausland zu absolvieren und somit 'transnational mobil' zu werden.
Unternehmen sprechen von Globalisierung und meinen damit nicht nur den internationalen Warenverkehr, sondern auch den damit einhergehenden wachsenden internationalen Einsatz ihrer Mitarbeiter/-innen. Während sich Produkte so verändern und verschicken lassen, wie dies für das jeweilige Zielland angebracht ist, verhält es sich jedoch mit dem Humanfaktor 'Auslandsentsendete (Expatriate) anders. Aus Erfahrungen in interkulturellen Trainings wird im Beitrag beschrieben, wie Unternehmen den Expatriates und ihren Familien einen guten Start ermöglichen können und welche häufig anzutreffenden Trugschlüsse dabei vermeidbar sind.
Der fortschreitende Strukturwandel und die Globalisierung erhöhen den Wettbewerbsdruck auf die deutsche Volkswirtschaft. Im Zuge dessen gewinnen insbesondere wissensintensive Dienstleistungstätigkeiten an Bedeutung. Die Anforderungen des Wirtschaftssystems an die Qualifikation der Erwerbstätigen steigen. Inwiefern die Qualifikationsstruktur der deutschen Bevölkerung diesen Anforderungen gerecht wird, zeigen die folgenden Analysen.
Die europäische Bildungszusammenarbeit hat die Phase einer folgenlosen Bildungsdiplomatie, in der Beschlüsse und Empfehlungen ohne Auswirkungen auf die nationale Bildungspolitik blieben, hinter sich gelassen. Ihre Wirkungen werden für die Gestaltung der Bildungspolitik in den EU-Mitgliedstaaten immer relevanter und müssen von allen Akteuren berücksichtigt werden. Dennoch ist ihre unmittelbare Wirksamkeit auf die spezifische Struktur der Bildungssysteme und die Inhalte von Bildung bis heute begrenzt. Der Beitrag skizziert die Genese und wesentlichen Entwicklungslinien der europäischen Bildungszusammenarbeit. Auch wenn die Globalisierung und Entwicklung europäischer Arbeitsmärkte ihre zentralen Antriebskräfte sind, hat sie zugleich in den vergangenen Jahren an Eigenständigkeit gewonnen.
Die Qualifizierung von Arbeitskräften unterhalb des akademischen Niveaus gewinnt unter wirtschafts- und sozialpolitischer Perspektive international zunehmend an Bedeutung. Sie kann – im Zuge der Globalisierung sozusagen neu entdeckt – aktuell für alle Staaten als ein gewichtiger Produktionsfaktor gelten. Wurde in Deutschland bislang die Erwerbsqualifizierung der breiten Arbeitnehmerschicht traditionell als 'Berufsausbildung' oder 'Berufserziehung' verstanden und entsprechend praktiziert, so wird – vor allem in Konfrontation mit angelsächsischer Praxis und Begrifflichkeit – inzwischen deutlich, dass Erwerbsqualifizierung, orientiert am Berufsprinzip, nur eine von mehreren Möglichkeiten darstellt. Exemplarisch lässt sich diese Sichtweise am Begriff „Employability“ verdeutlichen. Die Universalisierung qualifikatorischer Orientierung hat indes theoretische und ausbildungspolitische Folgen, die hier analysiert und kritisch bewertet werden.
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