Mit Learning Analytics werden allgemein sozio-technologische Data-Mining-, Analyse- und Interventionspraktiken bezeichnet, die das Ziel verfolgen, Bildungsprozesse individuell und systemisch zu unterstützen. Trotz umfassender Potenziale werden Learning Analytics nur zögerlich in der Berufsbildung eingesetzt. Als Gründe werden Defizite in organisatorischen Strukturen sowie mangelnde personelle und technologische Ausstattungen der Organisationen genannt. Dieser Beitrag analysiert Entwicklungslinien um Learning Analytics, skizziert den damit verbundenen aktuellen Forschungsstand, stellt ein holistisches Rahmenmodell für Learning Analytics-Systeme vor und reflektiert ethische und datenschutzrechtliche Prinzipien.
Während sich im allgemeinbildenden Bereich im Zuge von Gerechtigkeits- und Qualitätsüberlegungen Bestrebungen zur Zentralisierung von Prüfungen abzeichnen, wird in der Berufsbildung aktuell über mehr Dezentralisierung beraten. Im Beitrag werden vor diesem Hintergrund Kritikpunkte an zentralen Abschlussprüfungen diskutiert und den Vorzügen gegenübergestellt. Im Ergebnis legt der Forschungsstand für das derzeitige Prüfungswesen einen substanziellen Grad an Plausibilität nahe. Gleichwohl ergeben sich Entwicklungsperspektiven, die abschließend aufgezeigt werden.
Die Beziehung von Sprache und Beruf lässt sich aus zwei Perspektiven analysieren. Zum einen ist Sprache Medium zum Erwerb beruflicher Handlungskompetenz, zum anderen ist auch das alltägliche berufliche Handeln ohne Sprache kaum denkbar. Im Beitrag werden eingangs beide Perspektiven kurz beleuchtet. Ausgehend von der letztgenannten wird sodann der Versuch unternommen, sprachliche Anforderungen nach dem primären beruflichen Handlungsbezug zu systematisieren. Als weiterer Faktor wird der organisationale Kontext, in dem berufliches Handeln stattfindet, betrachtet. Ziel ist die Entwicklung einer Systematik sprachlicher Anforderungen, die sowohl eine Referenz für die Aufarbeitung des Forschungsstands und die Planung künftiger Forschungsvorhaben als auch für curriculare und didaktische Entscheidungen bereitstellen soll.
Der Kenntnis- und Forschungsstand zur Lebenssituation und gesellschaftlichen Integration funktionaler Analphabetinnen und Analphabeten in Deutschland ist sehr gering. Dies betrifft auch Fragen der schulischen Sozialisation und beruflichen Integration. Auf der Grundlage erster Befragungen, die im Rahmen des Projekts AlphaPanel durchgeführt wurden, werden im Beitrag die schulischen und beruflichen Wege nachgezeichnet, die funktionale Analphabetinnen und Analphabeten vor dem Beginn eines Alphabetisierungskurses gegangen sind. Dabei werden besonders der Übergang in die berufliche Ausbildung und die Integration in den Arbeitsmarkt fokussiert. Die Ergebnisse belegen, dass zwar ein Großteil der Befragten einer Erwerbstätigkeit nachgeht, allerdings meist in Aushilfs- und Anlernberufen. Daher ist ein zentrales Motiv für die Teilnahme an einem Alphabetisierungskurs das Ziel, die berufliche Situation zu verbessern.
Qualifikationsforschung ist der neue Schlachtruf, zu dem sich alle bekennen, die sich ein neues Heilmittel für einen möglichst reibungslosen Abstimmungsprozeß zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem erhoffen. Für den nüchternen Betrachter drängt sich dagegen die Frage auf, ob mit dem neuen Ausdruck nicht bloß ein Etikettenwechsel erfolgt sei, unter dem bekannte Forschungsgegenstände im neuen Gewand präsentiert werden. Die folgenden Ausführungen sollen eine gewisse Klärung dieser Fragen erbringen.
Die berufliche Integration behinderter Jugendlicher und Erwachsener ist ein vordringliches Anliegen der Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Die Einlösung des allgemein anerkannten Anspruchs auf eine gleichwertige Beteiligung Behinderter am gesellschaftlichen Leben - die wesentlich von einer beruflichen Qualifizierung abhängt - bereitet gegenwärtig noch Schwierigkeiten. Chancengleichheit für Behinderte ist weder im Berufsbildungssystem noch im Beschäftigungssystem erreicht. Vom Bundesinstitut für Berufsbildung wird ein Forschungsprojekt geplant, das neben einer Bestandsaufnahme der beruflichen Bildung Behinderter Grundlagen zur Weiterentwicklung der beruflichen und sozialen Integration der Behinderten erarbeiten soll. Der Forschungsansatz wird vor dem Hintergrund der Situation Behinderter, den berufsbildenden Maßnahmen für diese Gruppe sowie den Informations- und Forschungsdefiziten dargestellt.
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