Im August 2016 ist in Österreich das Gesetz über die Ausbildungspflicht bis 18 (Ausbildungspflichtgesetz) in Kraft getreten. Es ist zentraler Bestandteil des innovativen Programms »AusBildung bis 18«, das mit umfangreichen Reformvorhaben im Bereich der Prävention, Intervention und Kompensation den Abschluss einer Erstausbildung für möglichst alle Jugendlichen in Österreich sicherstellen soll. Der Beitrag geht einleitend auf die Hintergründe ein, die zu den Reformmaßnahmen geführt haben, und beschreibt diese in ihrer Zielsetzung und Umsetzung und die damit verbundenen Erwartungen.
Korea’s specialized high schools, which are the main providers of secondary vocational education, significantly contributed to the country’s rapid economic development in the past. However, today these schools are facing new challenges to their identity and status as the country’s industrial and labor force structures evolve and as demands of parents and students for higher education and elevated status rise. The failure of these schools to adapt to shifting needs of industries and expectations of students have contributed to a labor and skill shortage especially affecting small and medium enterprises (SME). In response to these problems, government, the industries, and institutions of research and education are working together to establish an innovative, demand-oriented and competence-based system of vocational education. This article describes the current trends in the Korean labor market and presents selected policies and initiatives to minimize the existing skills mismatch and labor shortage.
Rezension zu: Ökonomie der Bildung und des Arbeitsmarktes. Theoretische und methodische Grundlagen der Analyse der Bildungsinvestitionen und der Beziehungen zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem / Laszlo Alex, Gernot Weißhuhn
Der Beitrag stellt die berufsbegleitende Nachqualifizierung als besonderes Qualifizierungskonzept für Jugendliche und (junge) Erwachsene zum nachträglichen Erwerb eines anerkannten Berufsabschlusses vor, beschreibt die zahlenmäßige Entwicklung der Gruppe der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss, die veränderten Rahmenbedingungen für ihre Qualifizierung sowie Initiativen zur Förderung An- und Ungelernter. Die abschlussorientierte Förderung dieser Personengruppe ist ein wichtiger Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs, der gegen Ende dieses Jahrzehnts erwartet wird. Daher besteht weiterhin die Notwendigkeit, Qualifizierungskonzepte für diese Zielgruppe umzusetzen und insbesondere entsprechende Finanzierungsinstrumente zu etablieren.
Die nationalen Bemühungen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit können durch einen kooperativen Austausch und durch "Best practice"-Vergleiche erhebliche Synergiepotenziale für die einzelnen Länder erschliessen. Deutschland orientierte sich bei der Konzeption seines Sofortprogramms zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit an den Arbeitsmarktprogrammen anderer Länder, insbesondere an dem 1998 aufgelegten "New Deal" in Grossbritannien. New Deal setzt an der gegebenen Problemlage der Jugendlichen an und baut einen persönlichen, individuellen Beratungskontakt auf. Connexions, ein niedrigschwelliges Beratungskonzept, versucht, durch ein aufsuchendes und begleitendes Konzept die Jugendlichen anzusprechen. Der Beitrag stellt einzelne Elemente vor, die im Kontext der deutschen Arbeitsverwaltung anwendbar sind und praktizierte Beratungs- und Hilfsangebote positiv ergänzen.
In den meisten Bundesländern findet gegenwärtig ein Übergang von der Modellphase zur Verstetigung statt, die Branchen und Qualifizierungsniveaus nehmen zu und neue Formen und Ideen entstehen, wie Problemsituationen in der JobRotation gelöst werden können. Der Beitrag berichtet über ein gelungenes Projekt, das in Bremerhaven im KFZ-Bereich durchgeführt wurde. Arbeitsansatz ist die Verzahnung von Aufstiegsfortbildung für Stammkräfte und Anpassungsqualifizierung für arbeitslose Stellvertreter. In der ersten Zeit der Rotation werden Zeiten eingeplant, in denen beide gemeinsam im Betrieb arbeiten und sich der Stellvertreter im Tandem an seine neue Arbeit herantasten kann. Diese neue Form kooperativer Anleitung in der betrieblichen Praxis bietet Vorteile für Stellvertreter und Mitarbeiter, darüber hinaus dient das Rotationsmodell der besseren Verzahnung von Theorie und Praxis.
Jobrotation ist ein Projektmodell, das inzwischen in allen EU-Ländern erprobt wird. Das Bremer Pilotprojekt, eines von 22 JobRotation-Projekten in Deutschland, arbeitet seit Oktober 1998 mit Betrieben und Langzeitarbeitslosen aus der Region. In Kooperation mit der Universität Bremen wurde hier zum ersten Mal ein JobRotation-Projekt bei einem regionalen Träger begonnen, der seine Arbeit auf die Beschäftigung und Wiedereingliederung von Arbeitslosen konzentriert und mit Weiterbildungsträgern zusammenarbeitet. Der Beitrag stellt das Projekt mit seinen Besonderheiten vor.
Die Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen (FuU) der Bundesanstalt für Arbeit weisen Qualitätsdefizite auf, die u.a. auf einem weitgehenden Verzicht auf die Festlegung und Verfolgung potentialorientierter Standards für die Outputqualität in - AFG - gestützten FuU beruhen. Neuere Ansätze der systemischen Personal- und Organisationsentwicklung sowie ganzheitlich-evolutionäre Ansätze der Betriebspädagogik und des Führungskräftetrainings werden daraufhin überprüft, ob auf ihrer Grundlage eine an der Ergebnisqualität orientierte "systemische" Arbeitsmarktpolitik entwickelt werden kann.
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